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VW_Lichtdesign_17-10-18.jpgDas licht reicht nicht mehr

Licht lockt Leute – das ist jedenfalls ein sehr alter Spruch aus der Werbung. Und es funktioniert. Wo es hell und gut ausgeleuchtet ist, da wollen wir auch sein. Denn dann werden wir gesehen und können sehen. Doch Licht allein macht nicht glücklich. Der Druck zum Energiesparen hat auch Druck auf die Entwicklung von LED Lampen gebracht. Denn bekanntermaßen zeichnen sich diese kleinen Leuchten durch geringen Energieverbrauch und lange Lebensdauer aus. Darüber hinaus kann gezielt Beleuchtung realisiert werden. Das hat nun auch in der Automobilbranche zu einen Schub von Beleuchtungsinnovationen geführt. Blinker als Lauflichter lassen grüßen. Doch dieser Gimmick ist es nicht allein.

Künftig wird uns das Licht nicht nur den Weg weisen, sondern zum Beispiel auch mitteilen, ob wir mit unserem Gefährt durch die Lücke passen. Doch wie geht das denn?

Volkswagen hat bei einem international ausgerichteten Workshop gezeigt, wie Lichttechnologien morgen für ein Plus an Sicherheit sorgen. Gleichzeitig eröffnen sie neue Wege für ein immer individuelleres Fahrzeug-Design. Die Autobauer zeigten, wie die Lichtsysteme von morgen kommunizieren und die Sicherheit nochmals verbessern werden.

Einerseits gilt es dabei, die Lichtfunktionen der Autos von heute weiterzuentwickeln und damit die Verkehrssicherheit der Gegenwart zu optimieren. Der technische Höhepunkt dieser Entwicklung sind zum Beispiel die „IQ.-Light - LED-Matrixscheinwerfer“ im neuen Touareg, die Nachtfahrten komfortabler und sicherer machen. Darüber hinaus haben die Lichtdesigner und -ingenieure die Zukunft im Blick. Denn die assistiert fahrenden Autos von morgen werden die Verkehrsteilnehmer mit neuen Situationen im Alltag konfrontieren – etwa dem dann mitunter fehlenden Blickkontakt zum Fahrer.

Hier kommen deshalb völlig neue, interagierende Lichtfunktionen ins Spiel. Zu den neuen Lichtsystemen werden Mikropixel-HD-Scheinwerfer mit bis zu 30.000 Lichtpunkten und High-Performance-LED-Scheinwerfer als Alternative zum Laserlicht gehören. Die Mikropixel-HD-Scheinwerfer werden dabei erstmals Informationen direkt auf die Straße projizieren und damit die Sicherheit weiter verbessern.

Auf diese Art und Weise können auch neue Assistenzsysteme wie „Optical Lane Assist“ realisiert werden. Bei diesem System werden durch die Scheinwerfer Fahrspuren vor das Fahrzeug projiziert, über die der Fahrer – etwa in Baustellen – genaue Hinweise auf die Breite zum Beispiel seines SUV (inklusive Anhänger) und den Abstand zu den Fahrbahnbegrenzungen erhält. Die Fahrspuren folgen dabei auch den Radien von Kurven. Solche sinnvollen und zur Steigerung der Sicherheit nutzbaren Lichtfunktionen werden mit den HD-LCD-Scheinwerfern erprobt.

Interaktive Rückleuchten für mehr Sicherheit

Neue Systeme wie sogenannte Matrix-SBBR-Leuchten werden auch die Rückleuchten revolutionieren. Über Matrix-SBBR-Leuchten sollen dort unter anderem Warnhinweise in die Rückleuchten integriert werden, um so zum Beispiel via Car-to-Car-Kommunikation gefährliche Situationen wie ein Stauende zu entschärfen. Das Rangieren hingegen wird durch neue Assistenzfunktionen wie dem mit Mikrolinsen arbeitenden „Optical Park Assist“ sicherer. Bei diesem System wird der Rangierweg auf die Fahrbahn projiziert, um Passanten auf das Einparken hinzuweisen.