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Bluthochdruck_und_Joggen_18-05-18.jpgAusdauersport hilft bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Es ist nicht verwunderlich, das Ausdauertraining gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Medizin wirkt. Denn seit Menschengedenken bewegen wir Menschen uns draußen in der Natur, um den „Lebensunterhalt zu verdienen“. Das bedeutet jagen, jagen und nochmals jagen. Damit verbunden war viel Bewegung in der Natur über Stock und Stein, Bergauf und Bergab, durchs Unterholz. Jedenfalls war es früher so. Doch die Zivilisation hat uns alle degeneriert. Das Laufen haben uns Fahrrad, Auto, Eisenbahn, Bus und Flugzeug abgenommen. Die einzige Jagd, die wir noch ausüben, ist die Schnäppchenjagd. Doch ist ist gefährlich für unsere Gesundheit. Eine der Zivisilationserkrankungen ist hoher Blutdruck. Allein in Deutschland haben etwa 20 Millionen Erwachsene einen zu hohen Blutdruck. Bluthochdruck entsteht durch das Zusammenspiel erblicher Anlagen und ungünstiger Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, zu hohe Salzzufuhr, Bewegungsmangel, zu viel Alkohol und Rauchen, die den Blutdruck nach oben treiben.

Wer seinen Blutdruck mit natürlichen Mitteln senken möchte, sollte sich regelmäßig bewegen. Ausdauersport hat sich dabei als besonders hilfreich für Menschen mit Bluthochdruck erwiesen. „Am besten geeignet sind alle Sportarten, die eine mäßige Ausdauerbelastung mitbringen“, betont Prof. Dr. med. Ulf Landmesser vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Direktor der Klinik für Kardiologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Dies sind neben schnellem Gehen, Wandern oder Joggen auch Sportarten wie Schwimmen und Radfahren. Auch Ballsportarten wie Tennis sind möglich, wenn nicht unter Wettkampfbedingungen gespielt wird. Der Kardiologe rät dazu, drei- bis fünfmal pro Woche mindestens 30 Minuten aktiv zu werden. Allzu viel Ehrgeiz sollten Patienten nicht an den Tag legen, um eine gefährliche Überlastung zu vermeiden.

Sport bei Bluthochdruck: Darauf sollten Betroffene achten

Patienten mit Bluthochdruck, die mit dem Training beginnen möchten, sollten sich vorher beim Kardiologen untersuchen lassen. Dies gilt insbesondere, wenn zusätzlich Begleiterkrankungen wie Diabetes oder eine koronare Herzerkrankung (KHK) vorliegen. Generell sollten Betroffene beim Sport auf folgendes achten:

Vor Beginn des Trainings sollte der Blutdruck gut eingestellt sein. Mit Werten über 160/95 mmHg sollten Sie nicht mit dem Sport beginnen. Trainieren Sie nur so, dass Sie sich währenddessen gut unterhalten können. Moderates Krafttraining kann ergänzend sinnvoll sein – am besten unter fachkundiger Anleitung, um eine Überlastung zu vermeiden.

Für Menschen, die nicht gerne joggen oder Rad fahren, ist flottes Gehen eine Alternative.