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Lifeventure_Biwak_14-07-18.jpgÜberlebenskunst

Das tägliche Überleben kann für viele Menschen schon eine große Herausforderung sein: Behördengänge, Tagesorganisation, pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen. Für viele ist das eine große Herausforderung. Andere können darüber nur schmunzel und sehen das „Überleben“ Draußen in der Natur als ihre Herausforderung an. Dabei geht es den meisten nicht um den „Überlebenskampf“ eines Berufsabenteuers oder eines Elite-Soldaten sondern eher um ein unvergessliches Erlebnis. Ob geplant oder ungeplant: Beim Biwakieren spielen der Zeitfaktor und die Ausrüstung eine wesentliche Rolle. Während man bei der bewusst geplanten Nacht im Freien vorab sehr viele Unsicherheitsfaktoren ausschließen kann (und sollte) sieht es im Notfall etwas anders aus. Für den Garmisch-Partenkirchener Bergführer Günter Durner gibt es auch hier zwei Szenarien. „Bei vielen schweren Bergtouren wird ein Biwak zumindest als Möglichkeit nicht ausgeschlossen, was im Falle des Falles eine andere mentale Einstellung zum Biwak bedingt“, so Durner. „Wohingegen ein Biwak, das völlig unerwartet auf Grund von Wetter, Erschöpfung oder Verletzung droht, eine gänzlich andere Situation darstellt.“

Sowohl für das (Not-)Biwak als auch das geplante Biwak gibt es Verhaltensregeln, die helfen, in der Situation richtig zu handeln. Auf das sollte beim ungeplanten Biwak grundsätzlich geachtet werden:

Frühzeitige Entscheidung, um genügen Zeitpuffer und Energiereserven zu haben, um einen geeigneten Platz zu finden. Dunkelheit und Erschöpfung reduzieren die Handlungsfähigkeit

Der Biwakplatz sollte in jedem Fall gegen Wind, Regen, Steinschlag und Absturz schützen (Höhle, Leeseite des Berges oder Felsens, Biwaksack,

beim Klettern evtl. Selbstsicherung)

Im Biwaksack gegenseitig wärmen

Evtl. Notruf absetzen

Smartphone trocken aufbewahren, Akku sparen

Proviant einteilen

Bei langen Touren Isolationsbekleidung und Wechselbekleidung in wasserdichten Beuteln mitnehmen

Immer ein Stück Isomatte als Sitzkissen mitnehmen; oder herausnehmbares Rückenpad des Rucksack zum sitzen verwenden

Beim geplanten Biwak sollte gilt:

Platzwahl: Rechtliche Bestimmungen beachten: Österreich: Geplantes Biwakieren (auch im Biwaksack) ist generell verboten; Deutschland und Schweiz: Geplantes Biwakieren in kleinen Gruppen oberhalb der Baumgrenze für eine Nacht erlaubt (außer in Schutzgebieten; Übersicht über Schutzgebiete: www.alparc.org); italien: Regelung je nach Gemeinde unterschiedlich

Lagerplatz schon zu Hause auf Karte bestimmen; evtl. tagsüber anschauen

Evtl. Kocher und Topf mitnehmen

Isomatte und Schlafsack

Stirnlampe

Unbedingt bei allen Biwaks beachten

Kein Lärm (Musik aus Smartphone, lautes Reden ect.)

Kein Offenes Feuer

So wenig Licht wie möglich

Platz so wählen, das Tiere nicht gestört werden

Müll mitnehmen

Nie ohne Biwaksack

Der Biwaksack kann Leben retten und gehört daher bei mehrtägigen Touren im Gebirge und Fernwanderungen als Standardausrüstung ins Gepäck. Er schützt bei weitem effektiver als die beste Isolationsbekleidung vor Auskühlen durch Wind und Nässe. Manchmal macht es auch Sinn, sich während der Rast in den Biwaksack zu setzen.

Ein Anbieter für Outdoorausrüstung zum „Überleben“ Draußen ist Lifemarque mit seinem Lifesystems.