Story   Boulevard   Kultur   Sport   Reise   Bücher   Mobil   Familie   Geschenktipps   Archiv   

new-bmw-8-series_06-07-18.jpgLuxussegment erweitert

BMW ist gerade mit seinen Oberklasse-Modellen nicht nur für Freude am Fahren sondern insbesondere für Luxus. Nun endlich kann der geneigte Leser (und auch die Leserin) ihren Freunden frönen. Denn BMW starte die Serienproduktion des neuen BMW 8er Coupé. Der Sportwagen markiert den Beginn der BMW Modelloffensive im Luxussegment. Für die neue Modellreihe wurde am niederbayerischen Standort Dingolfingen ein niedriger dreistelliger Millionenbetrag investiert und zahlreiche digitale Innovationen, wie zum Beispiel autonom fahrende Transportsysteme oder Smart Devices, in den Produktionsprozess integriert.

Intelligenter Materialmix und flexible Fertigungsstrukturen

Bei dem neuen Luxus-Sportwagen kommt im Bereich der Karosserie ein intelligenter Leichtbau mit einem Materialmix aus Stahl, Kunststoff, Aluminium und CFK zum Einsatz. Neben den Trägerstrukturen an Front und Heck des Fahrzeugs sind unter anderem auch das Dach, die Türen, die Motorhaube und die Vorderwand des neuen BMW 8er Coupé aus Aluminium gefertigt. Erstmals bei einem Serienmodell der Marke BMW ist das Dach auch aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) verfügbar. Dieses wird am Standort Dingolfing im innovativen Nasspressverfahren hergestellt.

Durch die hohe Flexibilität des BMW Produktionssystems konnte das neue BMW 8er Coupé weitgehend in bestehende Fertigungsstrukturen integriert werden. So läuft der Luxus-Sportwagen in der Montage gemeinsam mit Modellen der BMW 5er und 7er Baureihe vom Band und baut auf bewährten Fertigungsprozessen auf.

Innovationen im Produktionsprozess

Gleichzeitig schreitet mit dem Anlauf des neuen BMW 8er Coupé in Dingolfing die Digitalisierung in den Logistik- und Fertigungsprozessen weiter voran. In der Türenvormontage kommen bei der Teileversorgung autonom fahrende Routenzüge zum Einsatz, im Finish-Bereich übernehmen kollaborierende Roboter die Spalt- und Versatzmessung.

Darüber hinaus setzt das BMW Werk Dingolfing im Produktionsprozess verstärkt auf sogenannte Wearables. Die mobilen Computertechnologien werden am Körper getragen und unterstützen Mitarbeiter bei ihren Aufgaben. Neben dem Einsatz des Scan-Handschuhs ProGlove wird es künftig beispielsweise auch einen sogenannten „Exotenalarm“ geben. Dabei bekommen Mitarbeiter über den Vibrationsalarm einer Smartwatch signalisiert, wenn sich ein Fahrzeug mit seltenen Sonderausstattungen nähert und besondere Aufmerksamkeit geboten ist.

Bei der Qualifizierung der Montage-Mitarbeiter kamen zudem erstmals Virtual-Reality-Brillen zum Einsatz. Dazu wurden spezifische Montageprozesse des neuen BMW 8er Coupé gefilmt und den Mitarbeitern mittels VR-Brillen vorgespielt. Auf diese Weise konnten sich diese schon vor Produktionsstart mit dem neuen Modell und den korrekten Verbauprozessen vertraut machen.

Zwei Motorisierungen zum Verkaufsstart

Zum Verkaufsstart des neuen BMW 8er Coupé im November 2018 stehen zwei Motorisierungen zur Verfügung: Im BMW M850i xDrive Coupé (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 10,5 – 10,0 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 240 – 228 g/km)* sorgt ein V8-Motor für imposante Kraft. Die jüngste Generation des 4,4 Liter großen Achtzylinders wurde grundlegend weiterentwickelt und die Höchstleistung auf 530 PS sowie das maximale Drehmoment auf 750 Nm gesteigert.

Souveräne Durchzugskraft und niedrige Verbrauchswerte bietet der im Wettbewerbsumfeld einzigartige Einsatz eines Dieselmotors im BMW 840d xDrive Coupé (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 6,2 – 5,9 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 164 – 154 g/km)*. Der 3,0 Liter große Reihensechszylinder-Diesel erzeugt eine Höchstleistung von 320 PS und ein maximales Drehmoment von 680 Nm.

Das Werk Dingolfing ist einer von 30 Produktionsstandorten der BMW Group weltweit. Täglich laufen im Automobilwerk 2.4 rund 1.600 Automobile der BMW 3er, 4er, 5er, 6er, 7er und 8er Baureihe vom Band. Im Jahr 2017 fertigte das Werk insgesamt über 376.000 Fahrzeuge. Aktuell sind fast 18.000 Mitarbeiter und 800 Auszubildende am Standort Dingolfing beschäftigt.

Neben der automobilen Kernfertigung ist die Fertigung von Fahrzeugkomponenten wie Pressteilen oder Fahrwerks- und Antriebskomponenten am Standort angesiedelt. Aufgrund der Aluminium-Kompetenz im Fahrwerksbau und der langjährigen Erfahrung im Bereich alternative Antriebe liefert das Werk Dingolfing maßgebliche Komponenten wie Hochvoltspeicher, E-Getriebe und Drive-Struktur für die neuen BMW i Modelle nach Leipzig und stellt Hochvoltspeicher sowie E-Motoren für Plug-in-Hybrid Modelle der BMW Group her.

Ebenso werden am Standort die Rohkarosserien für sämtliche Rolls-Royce Modelle gebaut. Das sogenannte Dynamikzentrum, ein großer Lager- und Umschlagplatz, versorgt die weltweite BMW und MINI Handelsorganisation mit Original BMW Teilen und Zubehör.