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CEBIT_Drohne_27-05-18.jpgCebit läuft

Nun ist es bald soweit: nachdem die CEBIT vom „kalten“ März auf den sommersonnenwarem Juni verschoben wurde, startet die Messe in wenigen Tagen auf dem Messegelände in Hannover. Dieses Jahr steht die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Vordergrund der Ausstellung. Themen wie Internet of Things bis zur vollautonomen Drohne werden die Besucher erleben können.

Die ITK-Branche ist weiter auf Wachstumskurs: 86 Prozent der Unternehmen in Deutschland rechnen in diesem Jahr mit einem Umsatzplus – das ist rekordverdächtig. Dieser Optimismus wird von Technologien befeuert, die Business, Alltag und Freizeit verändern. Allen voran die Künstliche Intelligenz, die Software intelligent macht und Maschinen zum Mitdenken bringt.

Roboter, Chatbots, eine mitfühlende Sohle und intelligente Software

Naturgemäß weit vorne in diesem Bereich ist das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das im Kompetenzzentrum Autonomes Fahren mit verschiedenen Partnern KI-Lösungen für selbstfahrende Fahrzeuge entwickelt (Halle 27, Stand F62). Ein weiteres DFKI-Highlight ist der Footstriker: DFKI-Forscher haben eine Methode entwickelt, die Jogger mit elektrischer Muskelstimulation dabei unterstützt, im gelenkschonenden Vor- oder Mittelfuß-Laufstil zu laufen. Dafür gibt es ein Wearable mit Drucksensoren, das auf der CEBIT zu sehen sein wird.

Besonders beeindruckend wirkt künstliche Intelligenz, wenn sie von einem Wesen mit menschenähnlicher Anmutung präsentiert wird: Der humanoide Roboter Pepper von SoftBank Robotics verblüffte auf der Preview nicht nur mit seiner Spracherkennung, sondern er reagiert auch auf menschliche Emotionen und begrüßt als smarter Assistent Kunden im Kaufhaus oder erläutert Produkte.

Auch beim CEBIT-Auftritt von IBM spielt das Thema Künstliche Intelligenz eine elementare Rolle. Die Plattform IBM Watson ermöglicht es Unternehmen, fundierte Entscheidungen zu treffen und neue Formen der Zusammenarbeit zu nutzen. Dazu präsentiert das Unternehmen Kundenprojekte, die den Nutzen der KI greifbar machen. Außerdem wird gezeigt, wie ein sprachgewandter Chatbot in neuen Mercedes-Modellen die Bedienungsanleitung ersetzt.

Oracle NetSuite hat auf der CEBIT Preview intelligente Lösungen angekündigt, mit denen sich Abläufe in den Bereichen Customer Relationship Management (CRM) und Human Capital Management (HCM) automatisieren lassen. Mit neuen lokalen Kapazitäten und In-Country-Teams möchte Oracle NetSuite seinen Kunden die Möglichkeit bieten, das Management mehrerer Niederlassungen mit einer einheitlichen Geschäftsplattform zu optimieren und globale Einblicke in Echtzeit zu erhalten.

Hewlett Packard Enterprise (HPE) zeigt, wie sich mit maschinellem Lernen Hacker im Internet der Dinge aufspüren lassen. Cyberangriffe werden oft nicht entdeckt, weil die Hacker in kleinen Schritten über lange Zeiträume vorgehen. Die HPE-Sicherheitslösung Aruba IntroSpect erkennt Attacken anhand von kleinsten Veränderungen im Verhalten von Geräten oder Nutzern. Weitere KI-Szenarien drehen sich um Produktionsmaschinen, die sich selbst reparieren oder Computer, die Millionen von Krankheitssymptomen miteinander vergleichen, um die richtige Medikation zu finden.

Die Plattform Lernende Systeme ist in Hannover am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vertreten. Präsentiert werden lernende Systeme aus verschiedenen Anwendungsbereichen, darunter die Gesundheits-App Ada des Berliner Startups Ada Health. Die Anwendung unterstützt Ärzte und Patienten mit Hilfe von selbstlernenden Algorithmen bei der Diagnose von Krankheiten. Messebesucher können vor Ort interaktiv mit Ada chatten.

Erste autonome Drohne mit Rückenwind vom Gesetzgeber

Der EmQopter des gleichnamigen Startups war bei der Preview als Kuchen-Lieferdrohne im Einsatz. Das Fluggerät ist das erste Unmanned Aerial Vehical (UAV), das die strengen Sicherheitsbestimmungen in Deutschland für den vollständig autonomen Flug im urbanen Luftraum erfüllt. Es verfügt über eine Landetechnik, die automatisch die komplette Umgebung unterhalb des Flugroboters abbildet und selbstständig eine sichere Landung durchführen kann. Beim Ausfall aller Systeme sorgt ein Fallschirm dafür, dass der EmQopter sicher den Boden erreicht (Halle 27, Stand C69/9).