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CEBIT_healthcare_05-03-18.jpgDigitalisierung der Gesundheit

Verfügen Sie auch über eine Sportuhr oder zählen täglich Ihre Schritte? Messen sie die Herzschlagfrequenz, Blutdruck, Körpergewicht und dokumentieren die Werte in einer App? Wir lassen oder sammeln selbst täglich Daten von uns, um sie mit anderen zu teilen. Sei es Arzt oder Freundeskreis, Trainingsgruppe: alle haben Zugriff darauf. Solche Sport- oder Gesundheits-Apps sammeln Körper- und Fitnessdaten, Operationen werden weltweit live übertragen und die Terminvergabe beim Arzt erfolgt online. Das Thema Digital Health stellt das Gesundheitswesen vor neue Herausforderungen: Welche Auswirkungen das Gesundheitssystem, Patienten oder Ärzte zu erwarten haben, zeigt die CEBIT 2018 im Rahmen der d!talk healthcare Konferenz mit einem umfangreichen Vortragsprogramm. Erste Sprecher haben bereits ihre Teilnahme bestätigt, darunter Dr. Axel Wehmeier, Sprecher der Geschäftsführung Deutsche Telekom Healthcare and Security Solutions: „Connectivity“.

Digital Health zeigt den Einfluss der Digitalisierung und somit die Anwendung modernster Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen auf. Im Vordergrund steht hierbei die Optimierung der Gesundheitsversorgung. Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom und der Bayrischen TelemedAllianz (BTA) nutzen rund 45 Prozent der deutschen Smartphone-Besitzer Gesundheits-Apps, um ihre Körper- und Fitnessdaten aufzuzeichnen. Gefragt ist ebenfalls die Möglichkeit, die eigene Patientenakte zu digitalisieren. So gaben 32 Prozent der Befragten an, bereits medizinische Untersuchungsergebnisse auf CD erhalten zu haben und weitere 43 Prozent würden die Befunde künftig gern in digitaler Form zur Verfügung gestellt bekommen.

Der Markt für Digital-Health-Anwendungen ist dennoch für Nutzer, Krankenkassen, Leistungserbringer und Unternehmen bisher gleichermaßen intransparent. Grund dafür ist unter anderem das große Angebot und die starke Dynamik aufgrund kontinuierlicher Neuzugänge, Erweiterungen oder Abgänge von Angeboten in diesem Bereich. Ein weiterer Punkt ist die große Nachfrage nach ausreichendem Datenschutz. So fordert die Mehrheit der befragten Bundesbürger mit 74 Prozent ein Mitbestimmungsrecht in Bezug auf ihre digitalen medizinischen Daten.

Die medizinische Wissenschaft und die klinische Versorgung werden durch die Digitalisierung in geradezu revolutionärer Weise transformiert werden. Da Healthcare eine eher konservative Branche ist, hinkt sie anderen Industrien wie der Konsumgüterindustrie, dem Handel und der Finanzwirtschaft allerdings etwas hinterher. Das hat aber den Vorteil, dass die Fehler, die in anderen Industriezweigen gemacht wurden, vermieden werden können und gleichzeitig die Visionen und auch die inzwischen geschaffenen Realitäten aus anderen Branchen als Inspiration und Vorbild dienen. Die CEBIT bietet durch ihr neues, besonderes Format, die Gelegenheit, ‚Digital Health in one day‘ zu erfahren: Wo stehen wir heute? Wo kann und wird es hingehen mit der Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft? Was können wir von anderen lernen? Und wie fühlt sich das an? Kein anderes Event verbindet Fokus und Breite des Themas so wie die neue CEBIT am 13. Juni 2018“, erklärt Prof. Matthias P. Schönermark, M. D., Ph. D., Managing Director der SKC Beratungsgesellschaft mbH und Partner der diesjährigen d!talk healthcare Konferenz.

Alles rund um das Thema Digital Health findet sich auf der d!talk healthcare Konferenz in Hannover im Rahmen der CEBIT 2018.