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ASC_5271.JPGWeltkunst in Kassel 

Da saßen sie aufgereiht auf der Bühne des Kasseler Kongress-Palais in Mitten eines Kunstwerkes zur Pressekonferenz: Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Paul B. Preciado, Annette Kuhlenkampff, Lydia Koniordou, Dieter Roelstraete, Hendrik Folkerts, Candice Hopkins, Natasha Ginwala und Adam Szymczyk. Künstler, Kulturschaffende, Politiker. Ihre Statements reichten vom Unheil in Kamerun, der Reformation Luthers, der russischen Revolution, der griechischen Kunst und Kultur der Vergangenheit und Neuzeit bis zur Einschätzung des Wertes der Kunst und Kultur in Deutschland. Zwei Stunden. Jeder hatte viel zu berichten. Insbesondere, wie gut die Wahl Szymczyk zum Künstlerischen Leiter der Dokumenta 14 doch sein. Das alles hier zu wiederholen: geschenkt. Wichtig ist etwas ganz anderes: Zwei Monate documenta in Athen laufen schon. Mit vielen Diskussionen. Mit Anerkennung und Missachtung. 100 Tage documenta in Kassel liegen vor uns. Mit Anerkennung?! Wahrscheinlich. Mit Diskussion? Selbstverständlich. Denn moderne Kunst ist heute. Die Künstler leben. Leben in ihren Werken mit aller Widersprüchlichkeit und Zufriedenheit.

Doch Kunst muss gefordert werden. Das geschieht in Athen und Kassel und überall auf der Welt. Kunst muss auch gefördert werden. Das geschieht in Kassel. Die Bundesrepublik Deutschland, das Land Hessen, die Stadt Kassel geben Geld, gute Worte und mehr, damit dieses weltweit bedeutende Kunsterlebnis geschehen kann. Alle fünf Jahre mit mehr als drei Jahren intensiver Vorarbeit. Auch Partner aus der Wirtschaft sind dabei. Ganz vor der Weltkonzern Volkswagen; selbst mit einem Standort in Kassel vor Ort tätig, ist erneut Hauptförderer.

Erstmals haben die Besucher der documenta die Gelegenheit, e-Mobility von Volkswagen selbst zu testen oder sich zwei Mal täglich zu einem Kunstwerk am Bergpark fahren zu lassen.

Eine besondere Verbindung entsteht in diesem Jahr mit dem Volkswagen Standort Kassel durch das Thema e-Mobilität. Innerhalb von Volkswagen fungiert Kassel als Leitwerk für elektrische Antriebe. „Wir freuen uns, dass wir unser Kompetenzthema Elektromobilität in diesen Kontext einbringen und den Besuchern ein individuelles Fahrerlebnis ermöglichen können" bestätigt Werkleiter Thorsten Jablonski. Am Startpunkt Friedrichsplatz 1, dem Volkswagen Kubus, haben die Gäste der documenta die Gelegenheit, Volkswagen e-Fahrzeuge selbst auf einer Strecke auszuprobieren. Zweimal täglich stehen diese auch für einen Transfer zu einem Kunstwerk von Narimane Mari im sogenannten Ballhaus am Bergpark bereit.

Im Vorfeld der documenta haben auch Auszubildende aus dem Volkswagen Werk Kassel beim Aufbau des „Parthenon der Bücher", einem Werk der argentinischen Künstlerin Marta Minujín unterstützt.

Mit seinen Fahrzeugen stattet der Volkswagen Konzern zudem das documenta Organisationsteam sowie einzelne Künstler aus. Darunter werden Volkswagen Begleitfahrzeuge einen Langzeitritt des schottischen Künstlers Ross Birrell unterstützen, der die Strecke von Athen nach Kassel mit Pferden zurücklegen will.

 

Annette Kulenkampff, Geschäftsführerin der documenta und Museum Fridericianum gGmbH bekräftigt den Wert der Förderung: „Die documenta gGmbH begrüßt das kulturelle Engagement des Volkswagen Konzerns, der nun zum 4. Mal die Weltkunstausstellung unterstützt. Die Institution braucht verlässliche Partner, die ihre Besonderheiten uneingeschränkt akzeptieren und die Auffassung teilen, dass die Freiheit der Kunst existentielle Voraussetzung für eine offene Gesellschaft und funktionierende Demokratie ist."