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Polizei_Einbruchsversuch_06-09-17.jpgGefahr erkannt - Gefahr gebannt

Die IFA hat es wieder einmal gezeigt: vor Wohnungseinbrüchen kann sich jeder schützen. Dabei ist ein großer technischer Aufwand meist nicht nötig. Aber zuerst einmal ein wenig Hintergrundinfo.

Über 50 Prozent der Deutschen haben Angst vor Einbrüchen. Das ergab eine GfK-Umfrage im Auftrag von Smartfrog. Knapp die Hälfte der Deutschen könnte sich vorstellen, ihr Zuhause mit einer Überwachungskamera zu schützen.

Die seit Jahren steigenden Einbruchszahlen führen dazu, dass auch die Angst vor Einbrüchen zunimmt. Das Marktforschungsinstitut GfK hat im März im Auftrag von Smartfrog ermittelt, dass die Mehrheit der Deutschen (51 %) Sorge hat, selbst Opfer eines Einbruchs zu werden. Ältere sind dabei besonders besorgt. Knapp ein Drittel (28,8 %) der besorgten Bürger lebt in ständiger Angst vor einem Einbruch. Bei den übrigen 70,7 Prozent hat die Angst in den letzten Monaten zugenommen. Im bundesweiten Vergleich liegt Bremen (80,7 %) vor Hamburg (72 %) und Sachsen-Anhalt (69,5 %). Am wenigsten Angst vor Einbrüchen haben die Menschen in Baden-Württemberg (41,2 %), Rheinland-Pfalz (37 %) und Mecklenburg-Vorpommern (25,4 %).

Während sich die Forderungen nach mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum verstärken, kann sich inzwischen knapp die Hälfte der Deutschen (44,3 %) vorstellen, auch ihr Zuhause mit einer eigenen Überwachungskamera zu schützen. Dabei ist 70,8 Prozent der Deutschen eine Alarmfunktion, die sie unterwegs über das Smartphone benachrichtigt, besonders wichtig.

Die Fragestellungen und Antworten (Basis: 1.000 Männer und Frauen ab 14 Jahren) lauteten:

Haben Sie persönlich manchmal Angst, Opfer eines Einbruchs zu werden?

a) Ja = 51 % b) Nein = 48,1 % c) k.A. = 0,9 %

Hat Ihre Besorgnis in den letzten Monaten zugenommen? (Diejenigen, die persönlich Angst haben, Opfer eines Einbruchs zu werden)

a) Ja, hat zugenommen = 70,7 % b) Nein, schon immer besorgt = 28,8 %

c) k.A. = 0,5 %

Können Sie sich vorstellen, Ihr Zuhause mit einer eigenen Überwachungskamera zu schützen?

a) Ja = 44,3 % b) Nein = 54,3 % c) k.A. = 1,4 %

Ist Ihnen eine Alarmfunktion, die Sie unterwegs über Ihr Smartphone benachrichtigt, wichtig? (Diejenigen, die sich vorstellen können, ihr Zuhause mit einer eigenen Überwachungskamera zu schützen)

a) Ja = 70,8 % b) Nein = 26,7 % c) k.A. = 2,5 %

Quelle: Smartfrog/GfK, März 2017

 

Wichtiger sind aber die Voraussetzungen zu schaffen, das Einbruchsversuche schon im Ansatz scheitern. Denn wenn der Einbrecher erst einmal in der Wohnung oder im Haus ist, ist der materielle und psychische Schaden hoch. Denn diese „Fachkräfte“ sind geschult und brauchen meist nur wenige Minuten, um Bargeld, Kameras und Laptops zu finden und mitzunehmen. Fenster und Türen müssen deshalb so gesichert sein, dass diese den Einbruchsversuchen mindestens 30 Sekunden standhalten. Dann geben auch die Facharbeiter auf und suchen nach der nächsten Einbruchsmöglichkeit. Deshalb empfiehlt die Polizei in ihrer Präventionsberatung, Fenster und Türen verschlossen zu halten. Dabei ist auch beim Verlassen des Hauses der Schlüssel umzudrehen. Denn erst dann wird die Verriegelung der Tür wirksam.

Bewegungsmelder mit Lichtszenarien außen und innen sowie Alarmsirene beim Einbruchsversuch verhindern wirksam über 90% aller Einbrüche. Was zu tun ist und wo die nächste Beratungsstelle ist, kann bei der nächstgelegenen Polizeidienststellle erfahren werden.