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Fairtrade_28-04-16.jpgGutes Zeichen für das Neue Jahr: ohne Hunger möglich

Die Grüne Woche in Berlin ist das Schaulaufen der Nahrungsmittelindustrie: vom Bauernhof bis zum Lebensmittelkonzern sind alle vertreten. Auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zeigt auf der Internationalen Grünen Woche Berlin 2018 (19.-28.1.), dass jeder Mensch mit seinem täglichen Einkauf etwas gegen Hunger tun kann. Weltweit hungern mehr als 800 Millionen Menschen, zwei Milliarden Menschen sind mangelernährt.

Bundesminister Dr. Gerd Müller: „Unser Motto lautet: Eine Welt ohne Hunger ist möglich – mit fairem Einkauf und fairer Produktion. Am Beispiel Kakao zeigen wir sehr anschaulich den Weg von der Kakaoplantage bis zur Schokolade. Faire Preise stellen sicher, dass Menschen nicht hungern, Kinder nicht arbeiten und Wälder nicht abgeholzt werden müssen. Wir haben es selbst in der Hand, mit unserem täglichen Einkauf.“

Gemeinsam mit über 20 Partnern wie der Welthungerhilfe, dem WWF, Fairtrade, Brot für die Welt, Misereor und weiteren Organisationen sowie engagierten Unternehmen präsentiert das BMZ sein Programm auf der weltgrößten Ernährungsmesse in Halle 5.2. An den Beispielen Kakao und Baumwolle zeigt das Entwicklungsministerium, dass der Satz „Geiz ist geil“ selten für die Bauern gilt.

Mit Kakao rückt das BMZ die Lieblingssüßigkeit der Deutschen in den Mittelpunkt. Deutschland ist Exportweltmeister von Schokolade. Für die Kakaobauern vor Ort bleiben aber nur wenige Cent pro Tafel. Das reicht oft nicht zum Überleben. Das von der Bundesregierung ins Leben gerufene Forum Nachhaltiger Kakao hat sich ein großes Ziel gesetzt: 100 Prozent fairer Kakao in Deutschlands Supermärkten. Wie das geht, erfahren die Besucher in der Halle des Ministeriums.

Kleine und große Gäste können Kakao mit allen Sinnen erleben: wie eine Kakaofrucht aussieht und schmeckt, wie man eine Kakaoschote mit einem Holzstock traditionell öffnet, wie anstrengend die Ernte ist und wie daraus am Ende Schokolade wird. Schokoladenproduzenten aus Afrika erzählen ihre Geschichte und ein Künstler aus der Elfenbeinküste gestaltet Skulpturen aus Schokolade. Ein Schokobrunnen zeigt, wie gut faire Schokolade schmeckt.

Bei der Baumwolle führt der Weg von einem echten Baumwollfeld über Arbeiterinnen, die live spinnen und nähen, bis zum fertigen T-Shirt. So zeigt das BMZ, wie man für harte Arbeit einen fairen Lohn erhält und an welchen Siegeln Verbraucher das im Laden erkennen. Highlights für die Besucher sind tägliche Koch-Shows und Kaffeezeremonien mit fairen Produkten, ein Quiz und viel Musik aus Afrika und aller Welt.