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BSC_1479.JPGFridays for Future

Es ist wieder soweit: Freitags gilt es sich der Zukunft zu widmen. Was mit einer kleinen Ein-Personen-Demo in Schweden begann hat fast die gesamte Welt erreicht. Doch ist Zukunft nur auf einen Tag zu reduzieren und ist die Zukunft eine Privatangelegenheit, für die im Stillen und Verborgenen demonstriert werden soll, damit das bloß keiner mitbekommt?

87 Prozent der Bundesbürger sind der Auffassung, dass Klimaschutz im schulischen Kontext behandelt werden sollte. Die aktuellen Schülerproteste gehören hingegen in die Freizeit, findet über die Hälfte der Befragten.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Energiedienstleisters ista. Insgesamt wurden deutschlandweit über 2.000 Bürger befragt. Das Ja zum Klimaschutz in der Schule ist über alle Altersgruppen gleichmäßig hoch verteilt. 57 Prozent der Befragten findet, Klimaschutz gehöre sogar auf den Stundenplan, 22 Prozent sehen das Thema zwar in der Schule, dort aber eher in freiwilligen Arbeitsgemeinschaften. Auf die Frage, ob Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme an den "Fridays for Future"-Demonstrationen schulfrei bekommen sollten, antwortet die Mehrheit der Deutschen mit Nein. Die Demonstrationen sollten außerhalb des Unterrichts in der Freizeit stattfinden (54 Prozent). Nur 37 Prozent sprechen sich für ein Schulfrei aus, das die Teilnahme ermöglicht.

Forderungen

Aus den Ergebnissen lässt sich schlussfolgern, dass Klimaschutz fest im Unterricht verankert werden sollte. Denn nicht nur den Schülerinnen und Schülern liegt der Klima- und Umweltschutz am Herzen. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind untrennbar miteinander verbunden und ist schon voll in der Gesellschaft angekommen. Ob Automobil, Urlaub oder Wohnung: wir Deutschen achten sehr genau was uns da angeboten wird. So sind diese Demos kein Impuls mehr, der ernst genommen werden sollte. Es ist die Notwendigkeit des menschlichen Miteinanders. Das sollte bei Industriefürsten und der Politikerkaste angekommen sein. Ein konstruktiven Dialog ist zwingend erforderlich. Die Transparenz über die Fakten zu Energieverbrauch, CO2-Emissionen und Klimawandel ist dabei der Dreh- und Angelpunkt. Die Schule ist der erste Lernort, an dem Lehrer, Eltern und Schüler über konkrete Klimaschutzmaßnahmen diskutieren können. Deshalb haben Unternehmer sich hier einzubringen. Zukünftig entscheiden Schülerinnen und Schüler auch darüber, wer ihr Arbeitgeber sein darf. Da müssen Unternehmen gut aufgestellt sein wenn Fragen nach ihrem Tun im Umweltschutz kommt.

Doch: Ein verpflichtendes Schulfach Klimaschutz gibt es in Deutschland bisher nicht. Manche Schulen behandeln das Thema aber fächerübergreifend oder in Projektwochen sowie Arbeitsgruppen.