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Frhjahrsputz_20-04-18.jpgScholz schrubbt mit!

Es ist nicht zu erwarten, dass der Bundesfinanzminister Olaf Scholz zu Ihnen nach Hause kommt und den Putzlappen schwingt. Doch richtig angestellt wird die Finanzbehörde sich am Frühjahrsputz beteiligen. Wenn die ersten Sonnenstrahlen die Gesichter wärmen scheint das helle Licht der Frühjahrssonne offenbar auf so manches, was die dunkle Jahreszeit im Verborgenen gehalten hat. Will heißen: Für viele steht wieder einmal der (unliebsame) Frühjahrsputz an. Zum Glück kann man sich dabei professionelle Unterstützung in die eigenen vier Wände zu holen. Die Kosten müssen dabei nicht abschrecken, denn man kann den Fiskus an den Ausgaben beteiligen! Rund 20 Prozent der Aufwendungen für Arbeitsleistungen, die im Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden, einschließlich der entstandenen Fahrtkosten, kann die Einkommensteuer so grundsätzlich vermindert werden. Aber aufgepasst: die Höchstgrenzen sollten unbedingt beachtet werden. Beschäftigt man beispielsweise eine Haushaltshilfe mit einem monatlichen Arbeitslohn von bis zu 450 Euro (sogenannter Minijob) können 20 Prozent der Aufwendungen, maximal jedoch 510 Euro jährlich, steuerlich geltend gemacht werden. Für andere haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse oder für die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen ermäßigt sich die Steuer daneben um 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens 4.000 Euro pro Jahr. Hierunter fallen zum Beispiel die Aufwendungen für einen selbstständigen Fensterputzer oder Gärtner. Zusätzlich kann eine Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, etwa für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, in Höhe von 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens jedoch 1.200 Euro jährlich, in Anspruch genommen werden. Dies umfasst zum Beispiel auch die Dachrinnenreinigung oder Graffitibeseitigung. Allerdings: Materialkosten und Handwerkerarbeiten im Zusammenhang mit Neubaumaßnahmen sind ausdrücklich von der Begünstigung ausgenommen. Dabei können die jeweiligen Höchstbeträge nebeneinander ausgeschöpft werden. Aber wie immer im Leben gibt’s auch Haken: Diese Ermäßigung werden nur gewährt, wenn dem Finanzamt eine ordnungsgemäße Rechnung vorgelegt wird und die Zahlung des Rechnungsbetrags auf ein Konto des Leistungserbringers erfolgt. Barzahlungen hingegen werden durch das Finanzamt nicht anerkannt. Damit verfolgt der Gesetzgeber klar sein Interesse, Schwarzarbeit zu unterbinden.