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gesunde_ernaehrung_05-03-19.pngGesunde Ernährung

Immer wieder wird von ungesunden Lebensmitteln berichtet. Zum Schutz der Verbraucher sollen Informationen auf den Verpackungen vermerkt werden. Eine Ampellösung zur Kennzeichnung der Lebensmittel – rot für vermeiden, grün für geeignet – wird immer wieder von Verbraucherschutzorganisationen gefordert. Doch sowohl der Gesetzgeber als auch die Lebensmittelproduzenten wollen davon nichts hören. Aber viele Verbraucher sind mit den bisherigen Produktangaben schlichtweg überfordert. Denn die Beschreibungen sind schwer verständlich. Doch was tun? Am 7. März ist der „Tag der gesunden Ernährung". Das bietet die Gelegenheit sich dem Thema zu nähern. Die Deutsche Krebshilfe weist aufgrund dieser Anlässe verstärkt auf die Gefahr von Übergewicht hin. Nach Einschätzung von Experten gehört ein erhöhtes Körpergewicht inzwischen zu den bedeutendsten vermeidbaren Krebsursachen. „Übergewicht macht krank und steigert das Risiko für Darmkrebs und viele weitere Tumorarten", betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Doch das reicht nicht. Denn Menschen müssen wissen, was zu Übergewicht führt.

Ursachen

Bundesweit gelten rund 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen als übergewichtig, fast jeder Vierte davon sogar als fettleibig. Bei den Kindern und Jugendlichen bringen bereits 15 Prozent zu viele Kilos auf die Waage. Übergewicht entsteht langfristig als Folge einer hohen Kalorienzufuhr und eines zumeist inaktiven Lebensstils. Ursache ist der hohe Zuckeranteil in den Lebensmitteln. Ob Getränke oder Fertigprodukte: wenn Zucker nach der Nahrungsaufnahme nicht im Körper verbraucht wird, wird er zu Fett umgewandelt und lagert sich an.

Fettgewebe ist das größte hormonell aktive Organ des Körpers. Bei Fettleibigkeit, auch Adipositas genannt, verändert sich der Hormonstoffwechsel ungünstig. Zudem produziert dieses Gewebe vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe - beides sind Faktoren, die das Krebsrisiko erhöhen. Mindestens 13 Krebsarten werden durch einen zu hohen Körperfettanteil begünstigt. Dazu gehören neben Darmkrebs auch Tumore der Brust, der Gebärmutterschleimhaut, der Eierstöcke, der Galle, der Niere, der Bauchspeicheldrüse, der Leber, des Mageneingangs, der Schilddrüse, der Speiseröhre, des Gehirns sowie das Multiple Myelom.

Hilfestellung

Körperliche Aktivität erleichtert nicht nur die Gewichtskontrolle, sondern leistet auch einen eigenständigen Beitrag dazu, das Entstehen von Tumoren zu vermindern. So sinkt beispielsweise das Risiko für Darmkrebs bei körperlich aktiven Menschen, die sich täglich mindestens 30 Minuten bewegen, um 20 bis 30 Prozent. Langes Sitzen hingegen gilt als eigener Krebsrisikofaktor und begünstigt unter anderem Tumore des Darms.

In Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen neu an Krebs - davon etwa 59.000 an Darmkrebs. Experten schätzen, dass fast sieben Prozent aller Krebsfälle durch Übergewicht und rund sechs Prozent durch Bewegungsmangel bedingt sind, die durch einen gesünderen Lebensstil vermeidbar wären. "Zwar lässt sich das eigene Krebsrisiko nie gen null reduzieren, dennoch kann jeder aktiv etwas für seine Gesundheit tun. Dazu möchte die Deutsche Krebshilfe die Bevölkerung gern motivieren," so Nettekoven.

Tipps gegen Übergewicht

Bewegen Sie sich regelmäßig und täglich mindestens 30 Minuten.

Planen Sie feste Bewegungseinheiten in Ihren Alltag ein.

Vermeiden Sie langes Sitzen. Unterbrechen Sie Ihre Sitz-Intervalle regelmäßig. Telefonieren Sie beispielsweise häufiger im Stehen.

Verzehren Sie wenig kalorienreiche, hochverarbeitete Lebensmittel, die viel Zucker und Fett enthalten. Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten aus frischen, möglichst regional-saisonalen Zutaten zu.

Essen Sie häufig Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst. Trinken Sie wenig hochkalorische zuckerhaltige Getränke.

Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum. Alkoholische Getränke sind reich an Kalorien und begünstigen das Entstehen von Krebs.

Leben Sie rauchfrei. Nutzen Sie Tabakprodukte nicht als "Appetitzügler" - sie sind gesundheitsschädlich und krebserregend.