Story   Boulevard   Kultur   Sport   Reise   Bücher   Mobil   Familie   Geschenktipps   Archiv   

Campanda_Nachhaltigkeit_26-04-18.jpgÖko-Camping: günstig und nachhaltig

Das Frühjahr ist da, der Sommer naht und schon sind wieder Wohnmobile und Wohnwagen auf den Straßen unterwegs. Diese Urlaubsform hat in den letzten drei bis vier Jahren einen solchen Aufschwung genommen, dass die Fahrzeugproduzenten mit der Produktion und Auslieferung nicht nachkommen. Zwar befinden sich auf dem Ausstellungsgelände noch eine Vielzahl von Fahrzeugen, aber die scheinen aufgrund der Diese-Problematik – EURO 5-Fahrzeuge – im Moment schwer verkäuflich. Hier muss dringend nachgerüstet oder eine Ausnahmegenehmigung seitens der Bundesregierung geschaffen werden. Denn zu Zeiten des Klimawandels bekommt Nachhaltigkeit eine immer größere gesellschaftliche Bedeutung. Doch dabei ist gerade Camping eine umweltfreundliche Urlaubsart. Aus einer Gesamtbetrachtung der Reise wurde deutlich, dass reisen mit dem Fahrzeug ein sehr umweltfreundliche Angelegenheit ist. Somit wirde gerade der umweltfreundliche Lebensstil aus den Alltag im Urlaub fortgesetzt. Wer den Campingurlaub der Fernreise mit dem Flieger vorzieht, spart schon einiges an Emissionen ein. Auch bei der Wahl des Campingplatzes kann auf klimafreundliche Anbieter geachtet werden. Entsprechende Betriebe schonen die Umwelt beispielsweise durch die Nutzung von Solarstrom, wassersparenden Maßnahmen oder Mülltrennung.

Eine Online-Plattform zum Mieten und Vermieten von Wohnmobilen und Campern hat alle 182 als Eco-Campingplätze ausgezeichneten Unterkünfte nach Preis und Online-Bewertung analysiert und festgestellt, wo es die meisten klimafreundlichen Campingplätze gibt. Ecocamping ist ein Verein, der sich für den Umwelt- und Naturschutz auf Campingplätzen einsetzt und jährlich das Ecocamping-Siegel vergibt, welches die nachhaltige Führung des Campingplatzes bestätigt.

Die meisten umweltfreundlichen Campingplätze sind in Mecklenburg-Vorpommern

Im Ranking um die meisten Eco-Campingplätze geht Mecklenburg-Vorpommern mit 34 ausgezeichneten Plätzen als Sieger hervor. In der Gesamtzahl der umweltfreundlichen Plätze liegt Bayern mit 33 Unterkünften auf Platz zwei, gefolgt von Baden-Württemberg mit 26. Die wenigsten Eco-Campingplätze verzeichnen Thüringen (3 Plätze), das Saarland (2 Plätze) und Berlin (1 Platz), während weder in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hamburg oder Bremen ein Campingplatz über diese Auszeichnung verfügt.

Nachhaltige Campingplätzen

Auch der Anteil der umweltfreundlichen Plätze gemessen an allen Campingplätzen ist in Mecklenburg-Vorpommern mit 36 Prozent am höchsten. Im Vergleich liegt Brandenburg mit 18,3 Prozent auf Platz zwei, während sich das Saarland und Baden-Württemberg mit 18,1 Prozent den dritten Platz teilen. Anteilig schneiden Niedersachsen (11,8 Prozent), Schleswig-Holstein (10,5 Prozent) und Thüringen (9,6 Prozent) am schlechtesten ab.

Günstigste Öko-Campingplätze

Umweltfreundliches und günstiges Campen ist im Saarland möglich: Zwei Personen müssen hier pro Nacht lediglich 19,25 Euro im Durchschnitt zahlen. Den zweiten Platz belegt Thüringen mit einem Durchschnittspreis von 22,17 Euro, während es in Mecklenburg-Vorpommern mit 22,71 Euro nur ein wenig teurer ist. Weit über dem bundesweiten Durchschnitt von 24,55 Euro liegt Berlin auf dem letzten Platz. Eine Nacht auf einem umweltfreundlichen Campingplatz in der Bundeshauptstadt kostet 33,90 Euro.

Noch mehr Nachhaltigkeit

Wer beim Urlaub die Umwelt nicht außer Acht lassen möchte, kann auch den eigenen Reisealltag nachhaltig gestalten. Eine Möglichkeit ist beispielsweise das Zero-Waste-Camping, also jegliche Müllerzeugung zu vermeiden. Komplett ohne Müll auszukommen und auf Plastik zu verzichten, kann eine Herausforderung sein. Doch schon kleine Schritte können die Reise nachhaltiger gestalten: Statt Plastikteller eigenes Geschirr verwenden, statt To-Go-Becher eigene Gefäße für unterwegs nutzen, statt Alufolie am Lagerfeuer eine gusseiserne Pfanne benutzen und auch beim Abwasch auf umweltfreundliche Spülmittel zurückgreifen.

Mehr Informationen unter www.campanda.de