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Kommunikation_in_der_Partnerschaft 17-05-19.jpegBeziehung

 Manchmal erscheint es schwierig miteinander zu reden. Ob im Berufsalltag oder im privaten Leben: Kommunikation ist immer wichtig. Ob natürlich das Ende einer Beziehung per SMS übermittelt werden sollte, ist eine Frage des Stils. Eher zeigt es die Sprachlosigkeit oder Angst. Doch anscheinend ist die Mehrheit der in Beziehung lebenden Deutschen zu einer angemessenen Kommunikation fähig. Sie können sich über mangelnde Kommunikation in ihrer Beziehung nicht beklagen.

Kommunikation stellt die Grundlage einer jeden Beziehung dar. Das zeigt jedenfalls eine aktuelle Studie. Ob stundenlange Gespräche oder ein kurzer Austausch – die Mehrheit der deutschen Paare zeigt sich hinsichtlich Häufigkeit und Länge der gemeinsamen Gespräche zufrieden. 67 Prozent finden, dass ein Austausch mit ihrem Partner regelmäßig stattfindet und dieser nicht öfter oder seltener sein sollte. Immerhin 18 Prozent der Männer sagen jedoch, dass ihnen die Gespräche mit ihrer Partnerin manchmal schlichtweg zu viel sind und Dinge in ihrer Partnerschaft totgeredet werden (Frauen: 11 Prozent). Fast jeder zehnte vergebene Deutsche leidet dagegen unter mangelnder Kommunikation: Acht Prozent schweigen sich in ihrer Beziehung vorwiegend an. Insbesondere deutsche Frauen würden gern mehr mit dem Liebsten reden, stoßen aber auf taube Ohren (12 Prozent; Männer: 4 Prozent).

Alltagsthemen vorherrschende Gesprächsinhalte

Gesprächsthema Nr. 1 bei deutschen Pärchen ist die Wochenend- und Urlaubsplanung: 64 Prozent sprechen mit ihrem Partner (sehr) häufig über die Gestaltung der Freizeit. Auch Beruf und Joballtag werden von 62 Prozent oft gemeinsam reflektiert. Gespräche über ernstere Themen, wie die persönlichen Wünsche und Träume, stehen bei mehr als der Hälfte der deutschen Paare (57 Prozent) häufig auf der Beziehungsagenda. Insbesondere für jüngere in Beziehung lebende Deutsche ist dies ein wichtiges Thema (71 Prozent; 50-65 Jahre: 53 Prozent), während die Generation 50+ vermehrt über Gesundheit und Ernährung spricht (64 Prozent). Für die 30- bis 49-Jährigen hingegen ist das Thema Kinder (sehr) präsent (62 Prozent).

Gesprächsthemen verändern sich mit Dauer der Beziehung

Auch mit zunehmender Beziehungsdauer bleiben die Wochenend- und Urlaubsplanung das dominierende Thema in deutschen Beziehungen. Während jedoch Frischverliebte, deren Beziehung bis zu drei Jahre besteht, darüber hinaus vorwiegend über persönliche Ängste (56 Prozent), Zufriedenheit in der Beziehung (52 Prozent) und Intimes (53 Prozent) sprechen, steht das Thema Sex nur noch bei 34 Prozent der Langzeitpärchen mit mehr als sieben Jahren Beziehung auf der Agenda. Die Gespräche in Langzeitbeziehungen sind hingegen geprägt vom Thema Kinder (64 Prozent) und dem aktuellen Weltgeschehen (55 Prozent).

Psychologen raten zu einer offenen und verständnisvollen Kommunikation. Sie ist das A und O in jeder Beziehung. Sie wirkt sinnstiftend und kann die Partner näher zusammenbringen – aber auch voneinander entfernen. Insbesondere wenn der Partner über Sorgen, Ängste und Ziele sprechen möchte, ist ein offenes Ohr wichtig. Kommen allerdings Themen, die einen selbst beschäftigen, in der Kommunikation zu kurz, kann das langfristig zu Unzufriedenheit in der Partnerschaft führen. Daher ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse offen und ehrlich anzusprechen. 1261312ebf5642a38c9a3511a1d83559