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Luft_nach_oben_14-09-17.jpgDa ist noch Luft nach oben

Nun wollen wir nicht hoffen, dass Sie, liebe Leserinnen und Leser, am Ende dieses Artikels ihr Leben bereuen. Mit unserem Magazin luckx.de wollen wir Ihnen eher die kleinen und großen Freuden am Leben zeigen und manchmal auch zu großen und kleinen Abenteuern ermuntern. Deshalb möchrten wir Ihnen folgende Studie als kleine „Abenteuerhilfe“ näher bringen. Die australische Sterbebegleiterin Bronnie Ware landete vor einigen Jahren mit ihrem Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ einen Weltbestseller. Sie hatte einen Nerv getroffen: Familie und Freunde, Mut, Träume, Gefühle und Zeit sind die Themen, die die Menschen wirklich bewegen. Und die richtige Prioritätensetzung entscheidet, ob wir glücklich und erfüllt leben. Doch wie sehr leben die Deutschen genauso, wie sie es sich wünschen? Die repräsentative Gemeinsamzeit-Studie 2017/18 zeigt, wie selbstbestimmt wir leben und wo noch Luft nach oben ist.

Meist wird am Ende eines Kalenderjahres von vielen Mitmenschen eine Bilanz gezogen und über das Leben nachgedacht: Wie sind die vergangenen Monate gelaufen und wie soll es weitergehen? Zu den „5 Dingen“ des Ware-Bestsellers hat der mydays 1.000 Deutsche ab 18 Jahren über das Marktforschungsinstitut Statista repräsentativ befragt. Und so ziehen die Deutschen Stand heute – mitten im Leben – zu diesen „meist bereuten Dingen“ Bilanz:

1. Versäumnis: „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarten.“

Jeder zweite Deutsche (52 %) hat voll und ganz den Mut, sein Leben genauso zu leben, wie er es möchte. Doch mehr als ein Drittel (36 %) bewegt sich in einer Grauzone und zwölf Prozent fehlen gänzlich der Mut, ein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu führen.

2. Versäumnis: „Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.“

Beim Großteil der Deutschen besteht Handlungsbedarf in Sachen Arbeitszeit: 39 Prozent arbeiten immer wieder zu viel und weitere 23 Prozent haben sogar ständig das Gefühl, dass sie zu viel arbeiten.

3. Versäumnis: „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.“

Dass sie Gefühlen nicht oder nur teilweise zeigen können, gestehen 39 Prozent der Deutschen. Immerhin fällt es Frauen (67 %) und Menschen in der zweiten Lebenshälfte leichter: Während nur 52 Prozent der 18- bis 29-Jährigen ihre Gefühle vollauf zeigen können, sind es bei der Generation 50plus 70 Prozent.

4. Versäumnis: „Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten.“

Stand heute würden das ebenfalls 48 Prozent der Deutschen vielleicht irgendwann bereuen, denn sie pflegen ihre Freundschaften nicht so, wie sie es verdient haben. Die gute Nachricht ist, 53 Prozent können von sich sagen: „Ich bin für meine Freunde in ausreichender Form da.“ mydays hat darüber hinaus auch nach der Familie gefragt: Nur jeder Zweite (52 %) sieht seine Familie immer oft genug.

5. Versäumnis: „Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt.“

Ich gönne mir Freude und genieße das Leben“, sagen 53 Prozent der Befragten. Fast ebenso viele (47 %) tun dies allerdings nur teilweise und mehr als ein Fünftel davon überhaupt nicht.

Generation Y verwirklicht Träume:

mydays hat die Umfrage um das Thema Träume ergänzt. Während nur 26 Prozent der Umfrageteilnehmer über 50 Jahren ihre Träume voll und ganz verwirklichen, sind es bei den 18- bis 29-Jährigen mit 47 Prozent deutlich mehr. Insgesamt 16 Prozent aller Deutschen sagen, dass sie ihre Träume überhaupt nicht verwirklichen.

7-Punkte-Plan für ein erfüllteres Leben:

Diese Versäumnisse repräsentieren unsere größten Sehnsüchte. Was lässt uns also genau das nicht tun, was wir uns doch insgeheim wünschen? Oder noch besser, was sollten wir tun, um unser bestes Leben wirklich zu leben?

1) Das Leben ist ein Wunschkonzert

Erstellen Sie eine „Löffelliste“, also eine Liste mit Dingen, die Ihnen wichtig sind. Die Sie getan oder erlebt haben wollen, bevor Sie den Löffel abgeben. Haken Sie jährlich Punkte ab. Ob Segway-Tour oder Ballonfahrt mit der besten Freundin, ein Dankesbrief an Mentoren oder ein Urlaub auf dem Hausboot – egal! Verschieben Sie Ihre Träume nicht auf die Zeit nach der Rente. Wer weiß, ob Sie mit Gehwagen noch Wüsten durchwandern wollen. Erfüllen Sie sich schon heute Ihre Wünsche - fangen Sie einfach mit dem Plan und machbaren Portionen an.

2) Zeit für einen Imagewechsel

Was würden Familie und Freunde sagen, wie Sie wirken? Gehetzt, fleißig, streng, pflichtbewusst, lieb und langweilig? Wie wäre es stattdessen mit gechillt, überraschend, leicht verrückt, mutig und einfach cool? Holen Sie den Cowboy oder die lässige Rocklady von damals zurück in Ihr Leben.

3) Die richtigen Prioritäten

Die Woche repräsentiert unser Leben im Kleinen. Alles, was wir in einer Woche nicht hinkriegen, schaffen wir meist unser ganzes Leben nicht. E-Mails und Staub sind natürlich nachwachsende Rohstoffe, doch die Beschäftigung damit macht nicht wirklich glücklich. Ein guter Tag hat immer mit Menschen zu tun. Ein Lob, ein Kompliment, ein Lächeln, gemeinsam lachen und genießen. Ein guter Tag gelingt mit Freunden immer. Planen Sie Ihr Privatleben vormittags, denn nach Feierabend sind die meisten weder besonders kreativ noch initiativ.

4) Erwartungen im Zaun halten

Eine sichere Formel für Unzufriedenheit sind hohe Erwartungen an Andere. Gehen Sie selbst in Vorleistung. Wer Anerkennung erwartet, sollte erst Anerkennung geben. Das gilt entsprechend für Einsatz, Respekt, Liebe etc.

5) Mut beweisen

Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Etwas zu tun, obwohl man Angst hat, das ist Mut. Egal, ob Sie Ihre Wünsche angehen wollen, Neues ausprobieren, Gefühle zeigen, Mut wird immer belohnt.

6) Für guten Umgang sorgen

Wir sind ein Abbild der fünf Personen, mit denen wir am meisten Zeit verbringen. Sie prägen uns. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns mit Menschen umgeben, die wohlmeinend und positiv sind. Die uns Energie und gute Laune spenden. Miesmacher unbedingt meiden.

7) Die Person sein, die man selbst gerne um sich hätte

Es ist manchmal gar nicht so einfach, die beste Version von sich selbst zu sein. Wie schnell ertappt man sich dabei, ungerecht, geringschätzig und kleinkariert zu sein. Sich schnell-schnell ausgerechnet bei den Liebsten eben keine Mühe gibt. Behandeln Sie Familie und Freunde nicht schlechter als Ihre Geschäftskontakte. Verbringen Sie Qualitätszeit mit den Menschen, die Sie lieben. Geben Sie sich Mühe, wenn Sie schenken. Kümmern Sie sich wirklich! Nicht einfach nur den Gutschein beschriften, sondern organisieren Sie auch das Drumherum: einen gemeinsamen Termin finden, die Fahrt organisieren, ein Erinnerungsfoto zum Abschluss. Gemeinsame Zeit, gute Gefühle, Bewegung, Genuss und ansteckendes Lachen – wertvoller als der edelste Klunker.

Über die Gemeinsamzeit-Studie 2017/18:

Die Gemeinsamzeit-Studie ist eine umfangreiche repräsentative Online-Befragung des Erlebnisanbieters mydays in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Statista. In dieser Studie geht es um Leben, Glück und Zufriedenheit, um zwischenmenschliche Beziehungen, gemeinsame Erlebnisse, Wünsche, Hoffnungen und die Bedeutung von Geschenken. Befragt wurden 1.000 Deutsche ab 18 Jahren im Befragungszeitraum 8. bis 17. Mai 2017.