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Ferienwohnung_25-06-18.jpgMietbetrüger

Wohnraum ist knapp. Das trifft auch auf Ferienunterkünfte zu. So ist es nicht verwunderlich, dass die aus dem Internethandel bekannten Betrügereien auch in der Urlaubsvermietung zu finden sind. Doch was kann der Betrogene unternehmen, um nicht auf so etwas hereinzufallen?

Wenn ein Gut knapp ist, so ist meist nicht mit Preisreduzierungen zu rechnen. Doch gerade dann gebinnt die Hochsaison für Betrüger. Mit vermeintlichen Schnäppchenangeboten gaugeln sie ein Last-Minute-Angebot vor. So lassen sich oft auf Kleinanzeigenportale falsche Angebote finden. Denn mit einer geringen Gebühr lassen sich problemlos Angebote einstellen. Doch wie können Urlauber ein echtes von einem unechten Angebot unterscheiden? Ein wichtiges Indiz ist der Preis. Denn Betrüger gehen immer nach dem gleichen Schema vor. Sie offerieren eine Ferienwohnung zu einem unschlagbaren Mietpreis und lenken damit die Aufmerksamkeit von vielen Urlaubssuchenden auf das Fake-Angebot. Sobald diese buchen und das Geld überweisen, ist der Vermieter, der zuvor noch freundlich und professionell geklungen hat, nicht mehr zu erreichen. Luckx – das magazin rät daher zur umsichtigen Buchung und gibt Urlaubern wesentliche Tipps an die Hand:

Preise vergleichen: Ein Ferienhaus für zwei Wochen für vier Personen in den Sommerferien für unter 900 Euro – das ist äußerst unrealistisch. Ein Blick auf Objekte mit ähnlicher Ausstattung in der gewünschten Region genügt oft schon, um herauszufinden, ob der angegebene Mietpreis realistisch sein kann. Wie der Deutsche Ferienhausverband erst in diesem Jahr über seine Branchenumfrage ermittelt hat, liegt der durchschnittliche Tagesmietpreis für eine Ferienwohnung in den Sommerferien bei 140 Euro. Bei zwei Wochen sind das bereits 1.960 Euro.

Bei Ferienhausspezialisten buchen: Meistens nutzen Betrüger kostengünstige Kleinanzeigenrubriken, um dort ihre Angebote zu platzieren. Dort können sie eine Zeit lang ungeprüft aktiv sein, ohne direkt aufzufliegen. Der Ferienhausverband empfiehlt Urlaubern besser bei einem etablierten Ferienhausanbieter zu buchen. Hier kann der Reisende relativ sicher sein, nicht auf Betrüger reinzufallen. Solche Vermieter sind für Rückfragen erreichbar und bieten einen Kundenservice an. Häufig gibt es dort auch Last-Minute-Rubriken, in denen noch kurzfristig freie Ferienwohnungen mit rabattierten Mieten zu finden sind.

Auf Qualitätssiegel achten: Wer ganz sicher gehen möchte, schaut sich nach zertifizierten Betrieben um. Es gibt verschiedene Zertifikate für Tourismusunternehmen, die Urlaubern als wichtige Orientierungshilfe dienen. Dazu gehören das TÜV-Siegel, das Q-Siegel von Service-Qualität Deutschland, aber auch das, speziell für den Ferienhausmarkt entwickelte, Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands. Unternehmen unterziehen sich dafür einem umfangreichen Zertifizierungsprozess. Überprüft werden von einer unabhängigen Anwaltskanzlei die AGB, Datenschutzhinweise und der Kundenservice.

Tipp: Über einen Klick auf das Online-Siegel, das auf der jeweiligen Webseite des zertifizierten Anbieters zu finden ist, werden Urlauber zum entsprechenden Zertifikat auf der Homepage weitergeleitet und können sich so von der Rechtmäßigkeit des Siegels überzeugen. In Deutschland hilft dabei auch ein Anruf in der Tourist Info des Urlaubsortes. Denn der Ort ist sehr daran interessiert, dass sich ihre Gäste wohl fühlen und nicht auf Betrüger herein fallen.

Wichtig zu wissen: Bei Last-Minute-Buchungen ist besondere Aufmerksamkeit gefragt. Oftmals wird sofort der gesamte Mietpreis fällig und nicht nur eine Anzahlung. Wer an den Falschen gerät, verliert sein komplettes Urlaubsbudget.

Vorsorglich weisen wir daraufhin, dass das Foto nur zu Darstellungzwecken verwendet wurde und der Text sowie der Inhalt in keinem Zusammenhang mit der abgebildeten Ferienwohnungsteht.