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Blumen_zum_Muttertag_13-05-17.jpgMuttertag

Um den Muttertag kommt kein Kind herum. Ob groß oder klein, zum Muttertag wird wenigsten einmal im Jahr an die Leistungen der Mütter erinnert. Manche Mütter haben sogar das große Glück, dass ihre Kinder sie besuchen. - Na ja, ganz so groß ist das Verhältnis nun auch wieder nicht, oder doch?

Der Muttertag hat sich seit dem 20. Jahrhundert in der westlichen Welt eingebürgert. Im deutschsprachigen Raum und vielen anderen Ländern findet er am 2. Sonntag im Mai statt.

Aber bereits die alten Römer und Griechen widmeten den Müttern ihrer Götter Feiern und Feste. Im 13. Jahrhundert gab es in England unter Heinrich III. am Sonntag Laetare den sog. Mothering Day, einen Tag im Jahr, an dem die Menschen in die Kirche (Mutter Kirche) gingen, um mit der ganzen Familie zusammenzukommen. Im Jahre 1806 schlug Napoleon die Einführung eines Muttertages vor, jedoch wurde dies aufgrund der anstehenden Schlacht von Waterloo nie umgesetzt.

Zum ersten Mal wurde der Muttertag Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA gefeiert. Der Muttertag hat seinem Ursprung in der Frauenbewegung in England und Amerika. Die Amerikanerin Ann Marie Reeves Jarvis versuchte 1865 eine Mütterbewegung namens Mothers Friendships Day zu gründen. 1870 wurde von Julia Ward Howe eine Mütter-Friedenstag-Initiative gestartet. Sie hatte das Ziel, dass die Söhne nicht mehr in Kriegen geopfert werden sollen.

Als Begründerin des heutigen Muttertags gilt Anna Jarvis. Sie hatte, in Philadelphia am 9. Mai 1907, an einem zweiten Sonntag im Mai, (zum 2. Todestag ihrer eigenen Mutter, Ann Jarvis aus Grafton, West Virginia) mit 500 weißen Nelken ihre Liebe zu ihrer gestorbenen Mutter zum Ausdruck bringen wollen und vor der Kirche diese an andere Mütter ausgeteilt. Im folgenden Jahr wurde auf ihr Drängen hin in derselben Kirche den Müttern erstmals eine Andacht gewidmet.

Der Muttertag ist nicht mit dem Internationalen Frauentag am 8. März zu verwechseln.

In Deutschland wurde der Muttertag 1922/23 schließlich durch den Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber mit Plakaten "Ehret die Mutter" in den Schaufenstern etabliert und - betont unpolitisch als Tag der Blumenwünsche gefeiert.

In der DDR wurde der Muttertag nicht gefeiert, stattdessen wurde nur der Internationale Frauentag begangen. Der Muttertag galt als westlich-reaktionärer Nazifeiertag.

In Deutschland ist der Muttertag nicht gesetzlich verankert, sodass dessen Datum nur auf freiwilligen Übereinkünften basieren kann.

In den USA werden die Ausgaben für den Muttertag nur noch zu Weihnachten übertroffen. Nach den Schätzungen der nationalen Einzelhandelsvereinigung werden im Durchschnitt 139 US-Dollar pro beschenkte Mutter ausgegeben. Die Kommerzialisierung des Tages wurde unter anderem von der "Erfinderin" Jarvis scharf kritisiert. Doch, liebe Kinder, ob groß oder klein, ohne eure Mütter wäret ihr nicht auf dieser Welt. Auch wenn ihr keinen engen Kontakt mehr zu eurer Mutter habet – es wäre eine gute Gelegenheit, diesen wieder zu suchen. Viel Spaß beim feiern.