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NachhaltigerTourismus_04-03-17.jpgNachhaltig & verantwortungsvoll

Wie ist reisen nachhaltig und verantwortungsvoll? Das soll während der ITB in Berlin geklärt werden. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten. Denn die Vorstellungen jedes Einzelnen über das „wie“ sind sehr unterschiedlich. Aber weitere Schritte sind gemacht. Verantwortungsbewusstes Reisen und das von der Welttourismusorganisation (UNWTO) ausgerufene „Internationale Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung“ sind zentrale Themen auf der weltweit größten Reisemesse. Die Bedeutung dieses stark wachsenden Marktes spiegelt sich in der erstmals ausgebuchten Halle 4.1b Adventure Travel & Responsible Tourism wider. Fast 60 Aussteller aus 35 Ländern präsentieren vom 8. bis 12. März 2017 ihre Neuigkeiten und Produkte zu Abenteuer-, ökologisch, ökonomisch und sozial verantwortlichem Tourismus.

Treffpunkt für Besucher, Aussteller, Partner und Sponsoren ist der 12. Pow-Wow for Tourism Professionals vom 8. bis 10. März 2017; leider nur für Fachbesucher. Das weltweit einzigartige Symposium steht in diesem Jahr unter dem Motto “Gazing into the night skies’ sparkling diamonds − A journey through the vast universe”. So viele internationale Tourismusverantwortliche und Experten wie noch nie, unter anderem aus dem Kaukasus, Deutschland, Mexiko, Russland, Kenia, Spanien und Iran werden bei Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops und Networking-Events brisante Themen rund um verantwortungsbewussten Tourismus, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Geoparks, Wildlife- und Astrotourismus beleuchten und debattieren.

Denn verantwortliches Reisen ist mehr und mehr in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Heute weiß fast jeder, dass es sich bei dieser Reiseform um ein bewusstes Erholungserlebnis handelt. Reisende sind durch Internet und persönliche Recherchen deutlich besser informiert als noch vor einigen Jahren.

Menschenrechte im Brennpunkt

Auch ein Tag des Pow-Wows widmet sich dem sozialverträglichen Tourismus. Aussteller und Experten zeigen auf, wie andere von denjenigen lernen können, die nachhaltigen Tourismus bereits praktizieren. Ein Beispiel gibt Slowenien. Der Convention & Culture Partner der ITB Berlin 2017 ist eines der wenigen Länder, das sich selbst das Ziel gesetzt hat, umfassend "grün" zu werden. In der Runde „Slovenia makes you green!“stellen fünf Tourismusverantwortliche aus Slowenien das Programm „Slovenia Green“ vor.

Ein seit Jahren hochaktuelles Thema, für das sich die ITB Berlin seit jeher mit zahlreichen Initiativen engagiert, ist Menschenrechte und Kinderschutz.

Geoparks und Artenschutz als wichtiges Erbe für zukünftige Generationen

UNESCO-Geoparks leisten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung von Gebieten mit geologischen Stätten und Landschaften von internationaler geowissenschaftlicher Bedeutung.

Dem weltweit schnell wachsenden Segment Abenteuerurlaub widmet sich der Themenblock „Culture, Biodiversity and AdventureTourism“. Experten aus Mexiko, Indien, Balkans, Russland und dem Kaukasus, erörtern unter anderem die Fragen: Wie können Tourismusexperten nachhaltige Erlebnisreisen entwickeln?

Am Beispiel „Race for Rhinos“ dokumentiert ITB Partnerland Botswana erfolgreichen Artenschutz.

Fahrradtourismus und Wildlife-Watching boomen

Die „Responsible Tourism Clinics“ geben Teilnehmern die Möglichkeit, sich direkt mit erfahrenen Fachleuten aus dem Bereich nachhaltiger Tourismus auszutauschen.

In der Panel-Diskussion „Developing successful cycle tourism products“ verdeutlichen Ádám Boder, EuroVelo and Advocacy Director European Cyclists’ Federation, Kevin Kalfels, Press and Marketing Officer Romantischer Rhein, und Carolien Ruebens, Project Officer European Cyclists’ Federation, wie und warum sich Radtourismus vom Nischenprodukt zu einem Boomsegment entwickelt hat. Weitere Sessions behandeln „Certification for Sustainable Tourism“ wie die von TourCert in der Donauregion und „Community-based Tourism” am Beispiel von Kayah State (Myanmar), Sierra Gorda de Querétaro (Mexiko) und Gems of Kenya.