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Geldscheine 08-06-19.jpgKein Falschgeld

Achtung, aufgepasst! Neue Geldscheine sind im Umlauf. In den letzten Tagen wurde die neuen 100- und 200-Euro-Banknoten in den Markt gebracht. Sie sollen leichter von Fälschungen unterscheidbar sein.

Seit wann gibt es eigentlich Geldschein. 1024 wurden im alten China in der frühen Nördlichen Song-Dynastie die ersten Banknoten ausgegeben. Doch schon damals versuchten Gauner, diese zu fälschen. Das setzt sich bis heute fort. Doch die Notenbänker wollen es den „Künstler“ beim Fälschen so schwer wie unmöglich machen. Während die modernen Banknoten immer ausgereiftere Sicherheitsmerkmale aufweisen, werden auch die Geldfälscher immer schlauer und geschickter, die Blüten immer raffinierter. So geht dieser Wettlauf in eine neue Runde – die neuen 100- und 200-Euro-Scheine sind im Umlauf und sollen dem Fälscher das Handwerk legen. Na ja, zumindest soll es erschwert werden.

Europa-Serie

Die Banknoten der aktuellen Europa-Serie wurden schrittweise eingeführt. Die neuen Fünfer sind schon seit 2013 im Umlauf; 2014, 2015 und 2017 wurden nacheinander Zehner, Zwanziger und Fünfziger unters Volk gebracht. Die Hunderter und Zweihunderter sind nun auch dabei. Damit ist die Europa-Serie vollständig, denn diese zweite Euro-Serie kennt keine Fünfhunderter mehr; die 500 Euro-Banknoten der ersten Serie bleiben jedoch weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel. Die Scheine sind insgesamt etwas kleiner als ihre Vorgänger. Die Hersteller von Geldautomaten und Kassentresoren können daher die neuen Banknoten schon seit neun Monaten testen. So soll eine reibungslose Umstellung gewährleistet werden.

Was ist neu?

Die neuen Scheine haben rechts oben auf ihrer Vorderseite ein Satelliten-Hologramm. Beim Neigen der Banknote bewegen sich kleine Euro-Symbole um die Wertzahl.

Das Porträt-Fenster ist eine weitere zukunftweisende technologische Neuerung, die Banknoten noch sicherer vor Fälschungen machen soll. Hält man die Banknote gegen das Licht, wird das Fenster durchsichtig. Darin erscheint ein Porträt der Europa. Es ist von beiden Seiten des Geldscheins erkennbar. Kippt man den Schein, sind auf der Rückseite im Fenster regenbogenfarbene Wertzahlen zu sehen.

Die grünen Wertezahlen links unten – die Smaragdzahlen – werden mit zusätzlichen Euro-Symbolen versehen.

Des Fälschers Los

Handwerk hat goldenen Boden. Doch der soll den Fälschern entzogen werden. Die neuen Sicherheitsmerkmale machen Fälschungen der neuen 100- und 200-Euro-Banknoten noch schwieriger. Davon ist die Bundesbank überzeugt. Die neuesten Falschgeldzahlen geben ihr Recht: Sowohl in Europa als auch in Deutschland sank die Zahl der Euro-Blüten. Das liegt nach Einschätzung der Währungshüter auch an den verbesserten Sicherheitsmerkmalen der neuen Scheine. Im ersten Halbjahr 2018 zogen Polizei, Handel und Banken in Europa 301.000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr – vor allem Zwanziger und Fünfziger. Das waren 17,1 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2017 und 9,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. e83cf36a126a4defa71d8d734c268cae