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Herzensbrecher_31-05-18.jpgHerzensbrecher

Damit sind nicht die Damen und Herren gemeint, die anderen durch vielerlei Versprechen den Verstand rauben. Aber so ähnlich scheint es wohl mit dem Rauchen zu sein. Das schreibt ein Nichtraucher, der das Rauchen nicht beurteilen kann, aber eines weiß: rauchen schadet der Gesundheit. Denn schon von wenig Rauch wird Übelkeit erzeugt. Sogar Raucher unterlassen es in der eigenen Wohnung oder im Auto zu rauchen, weil es ihnen „stinkt“. Am 31. Mai ist Weltnichtraucher-Tag. Das ist eine gute Gelegenheit, sich mit den gesundheitlichen Folgen des Rauchens auseinander zu setzen. Luckx – das magazin will damit nicht den Zeigefinger heben. Doch sollte jeder für sein tun Verantwortung übernehmen. Denn zum Beispiel kann nicht allen Sozialversicherungszahlern durch Raucherleiden die Sozialversicherungskosten angelastet werden. Da sollten die Raucher doch diese Kosten selber tragen. Was bei anderen Erkrankungen gilt, sollte auch hier angewandt werden. Steigen wir einmal darin ein, was Rauchen so bewirken kann.

Rauchen schädigt die Blutgefäße und führt zu einer Verdickung des Bluts. Es erhöht den Puls und den Blutdruck und verdrängt Sauerstoff. Deshalb ist es ein erheblicher Risikofaktor für koronare Herzkrankheit, Schlaganfall sowie periphere Gefäßerkrankungen. Darüber hinaus ist es nach Bluthochdruck die zweithäufigste Ursache für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Vor dem Hintergrund, dass Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems die weltweit häufigste Todesursache sind, applaudiert die World Heart Federation (WHF) diese Initiative der World Health Organization (WHO).

Es existiert ein öffentliches Bewusstsein, wie sich Tabak auf die Gesundheit auswirkt. Die WHO betont aber die mangelnde Aufklärung darüber, dass Tabakkonsum eine der Hauptursachen für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems ist. Professor David Wood, Präsident der WHF, sagte: "Tabakkonsum ist das häufigste vermeidbare Risiko für die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Daher ist es unsere Pflicht, unsere Patienten mit Herzerkrankungen dabei zu unterstützen, mit dem Rauchen aufzuhören. Das Gleiche gilt für Patienten mit einem hohen Herzinfarkt- bzw. Schlaganfallrisiko. Auf diese Weise können wir allen unseren Patienten dabei helfen, ihr Krankheitsrisiko zu reduzieren. Aber noch wichtiger ist die Sensibilisierung und Aufklärung der allgemeinen Öffentlichkeit über die Auswirkungen des Tabakkonsums auf unser Herz und die Anstrengung, Kinder und junge Menschen dazu zu bewegen, erst gar nicht mit dem Rauchen anzufangen."

Fast 80 % der eine Milliarde Raucher rund um den Globus leben in Ländern mit durchschnittlichem und niedrigem Einkommen, wo die Folgen durch Krankheit und Tod in Verbindung mit Tabakkonsum viel gravierender sind. Vor diesem Hintergrund will die WHF mit ihrer Initiative "Jeder Herzschlag zählt" dazu beitragen, flächendeckenden Zugang zu medizinischer Versorgung sowie Prävention, Kontrolle und Management von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zu ermöglichen, unabhängig vom Status oder den Lebensumständen. Ziel ist eine höhere Lebenserwartung und die Verbesserung der Lebensqualität.

"Wir glauben fest daran, dass die Risiken des Tabakkonsums für unsere Herz-Kreislauf-Gesundheit immer wieder ins Bewusstsein gerückt werden müssen. Wenn wir es schaffen, Leistungserbringer, Regierungen, Institutionen, die Wirtschaft und die allgemeine Öffentlichkeit um ein gemeinsames Ziel zu versammeln, können wir die Bevölkerung kontinuierlich über die Risiken des Tabakkonsums und eine ungesunde Lebensweise aufklären und die Notwendigkeit einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung herausstellen", ergänzte Prof. Wood.

Was passiert nun im eigenen Körper, wenn Raucher verzichten? Hier einmal die unmittelbaren und langfristigen Gesundheitsnutzen der Raucherentwöhnung:

- In nur 20 Minuten sinken Puls und Blutdruck

- 12 Stunden nach dem letzten Zug kehrt die

Kohlenmonoxidkonzentration im Blut auf Normalniveau zurück

- Nach 2 bis 12 Wochen haben sich Kreislauf und Lungenfunktion

verbessert

- In den ersten 9 Monaten verringern sich Husten und Kurzatmigkeit

- Ein Jahr nach der Entwöhnung halbiert sich ungefähr das Risiko

gegenüber Rauchern, an koronarer Herzkrankheit zu erkranken

- Zwischen 5 und 15 Jahren nach der Entwöhnung sinkt das Risiko eines

zerebrovaskulären Insults auf das Niveau eines Nichtrauchers

- 15 Jahre nach der Entwöhnung sinkt das Risiko, an koronarer

Herzkrankheit zu erkranken, auf das Niveau eines Nichtrauchers

Also Raucher haben eine riesengroße Chance, ihren Gesundheitszustand deutlich und schnell zu verbessern. Es ist schwer aufzuhören, das wissen wir in der Redaktion auch. Dabei ist, wie immer im Leben, der erste Schritt der schwerste. Den muss jeder selbst tun. Willkommen im neuen Leben.