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CMT2018_Partnerland_Panama_Tucan_gr.jpgOh wie schön ist Panama

Waren Sie schon einmal in Panama? Sicherlich erinnern Sie sich noch an die Abenteuer vom kleinen Tiger und dem kleinem Bären, die sich auf die Reise machen und Abeuteuer erleben. Durch die Janosch Geschichten ist Kindern der Panama-Kanal bekannt, zumindest vom Hörensagen. Der mittelamerikanische Staat zwischen Pazifik und karibischem Atlantik hat jedoch weitaus mehr zu bieten. Urwald, Traumstrände, die Metropole Panama-City - eine Destination für Entdecker.

Als der spanische Konquistador Rodrigo de Bastidas auf seiner Expedition entlang der mittelamerikanischen Küste eine Landenge entdeckte und dort im Jahr 1501 einen Hafen gründete, wusste er nicht, dass er damit indirekt den Grundstein für den Wohlstand des heutigen Panamas gelegt hatte. Gut 400 Jahre später bauten Ingenieure die wohl bekannteste künstliche Wasserstraße der Welt, den Panama-Kanal. Aber Panama hat mehr zu bieten als den Kanal. Es bietet sowohl an der Karibik- als auch an der Pazifikküste endlose Sandstrände, das Land besitzt viele Nationalparks und tropische Regenwälder. Als Vogelparadies ist es gerade bei Vogelbeobachtern beliebt und auch Wassersportler kommen voll auf ihre Kosten. Panama hat historisch einiges zu bieten: In präkolumbischer Zeit dicht besiedelt, entwickelten sich jedoch keine Hochkulturen wie zum Beispiel der Maya oder Inka. Erst mit Ankunft der Spanier sollte sich dies ändern. „Panamá la Vieja“ ist die eindrucksvolle Ruinenstadt der einstigen spanischen Handelsdrehscheibe in Mittelamerika. Daneben bietet Panama-Stadt weitere verlockende Gegensätze: einerseits die Altstadt Casco Antiguo, die Metropole mit Wolkenkratzern und moderner Infrastruktur andererseits sowie die Miraflores-Schleusen am Panama-Kanal.

Erste spanische Stadt an der Pazifikküste

Reisende starten in Panama La Vieja, der ersten spanischen Stadt an der Pazifikküste, die am 15. August 1519 gegründet wurde. Ihre strategisch günstige Lage machte diese Stadt zum Verbindungspunkt für die Eroberung Perus und zur Transitstrecke der Goldlieferungen vom amerikanischen Kontinent nach Spanien. Sie wurde im Dezember 1976 zum historischen Denkmalkomplex erklärt und umfasst die Ruinen der ersten europäischen Siedlung sowie eine Reihe von archäologischen Funden aus der vorspanischen und kolonialen Zeit. Diese Stadt wurde 1671 durch den englischen Piraten Henry Morgan zerstört und blieb zwei Jahrhunderte lang verlassen. Ein Umstand, der die Überreste von Gebäuden, Kirchen und Klöstern vor der kompletten Zerstörung verschonte. 2003 wurde der Komplex in die UNESCO Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Heutzutage können Besucher die mit Kopfstein gepflasterten Straßen der Ruinen zu Fuß entdecken. Interessant sind der Turm der Kathedrale und das Museum, in dem archäologische Fundstücke aus der vorspanischen und kolonialen Zeit ausgestellt werden. Wenn man sich weiter im historischen Teil der Stadt aufhält, stößt man auf die Altstadt Casco Antiguo, die sich im Corregimiento San Felipe befindet. Im Jahr 1997 wurde es von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Zu den Anziehungspunkten in diesem malerischen Stadtteil voll Charme und Geschichte zählen: Der goldene Altar in der Kirche San José, die Metropolitanische Kathedrale, die Plaza de la Independencia, das Nationaltheater, die Plaza Herrera, die Plaza Bolivar, das Panamakanal-Museum und der Präsidentenpalast.

Regenwald in Fußnähe

Panama-City ist mit Sicherheit die einzige Stadt der Welt, die innerhalb ihrer Stadtgrenzen einen Regenwald aufweist. Es handelt sich um den „Metropolitan Natural Park“, der 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt liegt. Hier werden ökotouristische Führungen angeboten sowie Seilbahn-Touren durch den Regenwald, die einen die Natur hautnah erfahren lassen. Gleichzeitig kann man eine Fahrradtour durch die Cinta Costera an der Küste unternehmen, die nur fünf Minuten von der Altstadt Casco Antiguo entfernt ist. Eine absolute Sehenswürdigkeit ist die Eisenbahn Ferrocarril Transístmico de Panamá, die auf einer 77 Kilometer langen Strecke den Pazifik und die Karibik verbindet. Auf dieser Fahrt kann man atemberaubende Ausblicke auf den Kanal und auf den tropischen Regenwald durch den historischen Culebra Cut, dann zum Gatúnsee bis nach Colon genießen. Ebenso sehenswert ist eine Rundreise auf der Cinta Costera III, die den Reisenden bis zur Calzada de Amador führt, ein Seitenarm des Kanals. Von hier hat man die Aussicht auf die Hochhäuser der Metropole und auf die Brücke Puente de Las Americas sowie den Blick auf Container- und Kreuzfahrtschiffe auf ihrer Reise entlang der Wasserstraße. Vor Ort befinden sich das Biomuseum der Artenvielfalt, ein Werk zeitgenössischer Baukunst des Architekten und Designers Frank Gehry, das Marine Exhibition Center of Punta Culebra, ein Jachthafen und Restaurants. Eine unumgängliche Sehenswürdigkeit ist das Besucherzentrum Miraflores des Panama-Kanals. Es verfügt über drei Ebenen mit bester Aussicht, um den Betrieb des Kanals und die Fahrt der Schiffe durch die Miraflores-Schleusen zu beobachten.

Ein Kanal aus Ausflugsziel

Auf internationaler Ebene ist er als die „Brücke, die die Welt verbindet“ bekannt, nicht nur aufgrund seiner strategischen Lage, sondern auch als größtes Bauwerk der Ingenieurtechnik, das vor über 100 Jahren eingeweiht wurde. Natürlich ist vom Panama-Kanal die Rede, ein Muss für alle, die nach Panama-Stadt kommen. Dessen Geschichte und die gegenwärtige Bewirtschaftung machen den Besuchern die panamaische Kultur und ihre Besonderheit verständlich. Seine 80 Kilometer Länge reichen von Panama-Stadt an der Pazifikküste bis nach Colon an der Karibikküste. Die Abkürzung nutzen jährlich mehr als 12.000 Hochsee- und Kreuzfahrtschiffe. Der Bau des Kanals begann 1904, die Eröffnung war 1914. Sein Betriebsprinzip ist ein Schleusensystem, das als Wasserhebevorrichtung funktioniert, um den Unterschied des Meeresspiegels von 26 Meter zwischen Pazifik und Atlantik zu überwinden. Schiffe aus der ganzen Welt durchqueren den Panamakanal, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Der gewerbliche Transportverkehr durch den Kanal entspricht etwa 5 Prozent des weltweiten Seefrachtverkehrs. Im Juni 2016 wurde mit der Durchfahrt des Containerschiffs „Cosco Shipping Panama“ die Erweiterung gefeiert. Der Ausbau besteht aus zwei neuen Schleusenanlagen, Vertiefung und Erweiterung der bestehenden Fahrrinnen sowie einem neuen Zufahrtskanal, der die neue Schleuse am Pazifik mit dem Culebra Cut verbindet. Diese Ausmaße ermöglichen Schiffen von bis zu 366 Metern Länge, 49 Metern Breite und maximal 15 Metern Tiefe die Durchfahrt.

Zu guter Letzt bietet sich eine alternative Tour an zur Insel der Blumen, Taboga, die 20 Kilometer von der Panama-Stadt entfernt liegt. Ein buntes Dorf in ruhigem Meereswasser, dessen Häuser mit Bougainvilleas aller Farben geschmückt sind. Um diesen Ort zu erreichen, fährt man etwa eine Stunde mit der Fähre. Mit seinem kolonialen Stil, herrlichen Stränden, verlockender Küche und engen Gassen voller Blumen ist Taboga eine ideale Ergänzung zu den urbanen Attraktionen der panamaischen Hauptstadt.

Panama auf der CMT

Panama ist das Partnerland der CMT 2018 (13. – 21. Januar). Weitere Informationen gibt es unter www.de.visitpanama.com