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Hätten Sie es gewußt? 

Steuerzahler sind immer wieder auf der Suche um ihre Steuerzahlungen zu verringern. Für manche ist dies ein richtiger Sport geworden. Bei einigen Steuersparideen wird dann aber der legale Weg verlassen. Dahinter stehen dann jene Mitmenschen, die sich auf den sogenannten Steuersündern CDs oder in den Panama-Papieren wiederfinden. luckx – das magazin tritt aber jetzt nicht an, um einerseits Steuerspartricks zu propagieren oder andererseits Steuersünder an den Pranger zu stellen. Bevor der ehrgeizige Steuervermeider auch den letzten Steuereuro verhindert, sollte er oder sie daran denken, dass unser Land Steuereinnahmen benötigt, um z.B. die Sicherheit der Bürger, das Gesundheitssystem sowie Schule und Ausbildung zu finanzieren. Bei manchen Dingen gibt es aber ganz legale staatliche Hilfe, die dann der Steuerzahlen einfach nur annehmen muss. Bei Eigenheimbesitzer sind z.b. Photovoltaikanlagen sehr beliebt. Vielen Privatleuten ist jedoch unbekannt, dass sie mit einer solchen Investition zum Unternehmer werden, wenn sie ihren erzeugten Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Dies hat zur Folge, dass Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden muss.

Die gute Nachricht ist allerdings, dass der Eigenheimbesitzer die für die Installation der Anlage selbst gezahlte Umsatzsteuer als Vorsteuer vom Finanzamt zurückfordern kann“, verrät Dr. Andreas Zönnchen, Präsident des sächsischen Steuerberaterverbandes. „Dies gilt ebenso für alle weiteren gezahlten Umsatzsteuerbeträge in Rechnungen, die im Zusammenhang mit der Anlage stehen.“

Voraussetzung ist, dass der Eigenheimbesitzer dem Finanzamt anzeigt, dass und inwieweit er die Photovoltaikanlage seiner „unternehmerischen Sphäre“ zuordnet. Sprich, der Eigenheimbesitzer mit PV-Anlage auf dem Dach erklärt gegenüber dem Finanzamt alle Finanzflüsse, die mit der Solaranlage zusammenhängen zur unternehmerischen Tätigkeit. Doch hier drängt die Zeit, denn die Zuordnung muss bis zum 31. Mai des Folgejahres erfolgen, das heißt, dass diese Zuordnung für alle im Kalenderjahr 2015 erstellten Anlagen bis zum 31. Mai 2016 erfolgen muss. Dies gilt auch, wenn der Erwerber die Dienste eines Steuerberaters in Anspruch nimmt und eine Dauerfristverlängerung für die Abgabe der Steuererklärung bis zum Jahresende hat.

Es empfiehlt sich, Photovoltaikanlagen zu 100 Prozent zu einem ‚Unternehmen’ zu erklären, da nur dies den vollen Vorsteuerabzug ermöglicht und somit einen Finanzierungsvorteil bringt“, so Dr. Zönnchen. „Die Zuordnung kann unter anderem durch die Abgabe der Umsatzsteuerjahreserklärung oder schriftlich an das Finanzamt erfolgen.“

Denjenigen, die nicht alleine durch den Steuerdschungel irren wollen, sollten sich an den nächstgelegene Steuerberater wenden, der dann gern bei der Umsetzung legaler Steuervermeidungsstrategien behilflich ist. www.steuerberater-suchservice.de.