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Pitztal_Skifahrer_Pitztaler_Gletscherbahn_Zangerl.jpgTrendsetting im Ski- und Boardercross 

Es geht auf Skiern oder mit dem Snowboard durch Steilkurven, über Wellen und Schanzen. Und sieht ziemlich actiongeladen aus, wenn Profis in halsbrecherischem Tempo unterwegs sind. Skicross und Boardercross, beides inzwischen olympische Disziplinen, können aber auch schlicht Fun bedeuten. Wer’s ausprobieren möchte, hat jetzt Gelegenheit dazu: Als erstes Skigebiet Österreichs bietet der Pitztaler Gletscher immer samstags Schnuppern auf dem Einsteigerparcours im CrossPark. Drei Stunden kosten 15 Euro. Mitmachen kann jeder, der den Parallelschwung beherrscht. Auf der 800 Meter langen Profi-Bahn nebenan im CrossPark trainieren Nationalmannschaften. Hier finden auch Europacups statt, zuschauen ist gratis.

Es macht einfach Spaß“, sagt Tom Greil (47), Trainer der österreichischen Nationalmannschaft der Boardercrosser, selbst Snowboarder der ersten Stunde und oft im Pitztal. Eine Cross-Strecke schmeckt für ihn nach Kindheit: „Wir sind durch die Wälder, in engen Kurven an Bäumen vorbei, haben Wellenbahnen über zugeschneite Wurzeln genommen und sind über Abhänge gesprungen“, schwärmt er und sieht präparierte Cross-Strecken als ideale Nachempfindung.

Besonders angetan ist Greil, der selbst Parcours anlegt, vom Pitztal. Weil nirgendwo sonst früher und länger trainiert werden kann als im höchsten Gletscherskigebiet Österreichs, das sich bis auf 3440 Meter hinauf erstreckt. Und weil für den CrossPark nicht extra Schnee produziert werden muss. „Am Mittelbergferner gibt es enorme Tiefschneeablagerungen – das Material reicht, um schon im September mit dem Präparieren anzufangen.“

Nationalmannschaften diverser Länder stehen in Startposition, das erste Schnuppertraining für Gäste findet am Samstag, 15. Oktober statt, dann wöchentlich bis zum 17. Dezember oder auch auf Anfrage. Es läuft so ab, wie es die Profis machen: Streckenbegehung, Hinweis auf Schlüsselstellen, Tipps zum Durchkommen. „Die kürzeste Linie in einer Steilkurve muss nicht unbedingt die schnellste sein – wenn der Radius zu eng wird und man bremsen muss“, so Tom Greil. Köpfchen fährt idealerweise mit, Taktik spielt neben Technik eine große Rolle. Auch beim Schnuppern. Denn wie bei den Weltcuprennen starten auch die Einsteiger nach dem Training, wenn es ernst wird, mindestens zu viert – im KO-System. Nur die Schnellsten kommen weiter.

Auf der Schnupperstrecke sind die Schanzen niedriger, die Steilkurven nicht ganz so scharf“, erklärt Marcus Herovitsch von den Pitztaler Gletscherbahnen, der sich freut, mit dem CrossPark ein attraktives Zusatzangebot für Wintersportler bereitstellen zu können. „Vor allem Kinder und Jugendliche wissen den Spaß sehr zu schätzen.“

Mehr Infos unter www.pitztal.com