Story   Boulevard   Kultur   Sport   Reise   Bücher   Mobil   Familie   Geschenktipps   Archiv   

Badespass 13-06-19.jpgRisikoloser Badespaß

Bei den fast tropischen Temperaturen kann ein Sprung ins kalte Nass für Abkühlung sorgen. Doch aufgepasst, nicht jeder Kopfsprung endet mit einer Abkühlung. Es kann manchmal auch zu einem längeren Klinikaufenthalt führen.

Wer also eine Abkühlung im Meer, in Badeseen und Flüssen sucht, sollte vorher genau klären, wo sein Sprung landet. Den ein beherzter Sprung ins kühle Nass könnte auf einen großen Stein oder ein Stück Treibholz landen. Dann ist hoffentlich der Rettungswagen schneller da als die Abkühlung erfolgt ist. So ist es ratsam vor allem für unerfahrene Schwimmer, nicht leichtsinnig ins Wasser zu springen. Schließlich sind allein im Jahr 2018 nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) über 500 Menschen in Deutschland ertrunken. Deshalb sollten Nicht-Schwimmer und Schwimmer nicht ohne Abkühlung ins Wasser springen. Auch sollten die Tücken des Gewässers bekannt sein. Sonst treten unnötige Gefahren auf. Wer sich nicht überschätze und zu weit vom Ufer entferne, für den stehe einem ungetrübten Vergnügen im kühlen Nass aber in der Regel nichts im Wege.

Nicht ins kalte Wasser springen und keinen Alkohol trinken

Grundsätzlich solle jeder langsam ins Wasser gehen und nicht einfach springen. Denn sonst ziehen sich die Blutgefäße zusammen und pumpten in kurzer Zeit zu viel Blut auf einmal zum Herz. Dies belaste die rechte Herzkammer übermäßig und könne zu Rhythmusstörungen führen. Außerdem werde ein Reflex ausgelöst, wenn kaltes Wasser auf das Gesicht treffe, wodurch Herzfrequenz und Blutdruck rasch abfielen. Unbedingt sollte vor dem Schwimmen kein Alkohol getrunken werden. Denn das erweitert die Gefäße. Beim Eintauchen ins Wasser ist dann im Extremfall ein Kälteschock möglich, selbst wenn das Wasser etwa 20 Grad warm ist.

Risiken durch Strömungen und Kaltwasserzonen

Viele Schwimmer unterschätzten die Strömung oder plötzlich auftretende Kaltzonen. Dabei ermüdet die Muskulatur rascher und benötigt sehr viel Energie. So ist es sinnvoll, nicht mit leerem Magen ins Wasser zu gehen, sondern geraume Zeit zuvor etwas zu essen. Gerade für Ungeübte und Senioren, denen die Kraft schnell ausgehe, Menschen mit Herzproblemen und unerfahrene Schwimmer sei der Badespaß nicht frei von Risiken. Hinzu komme die rückläufige Schwimmfähigkeit in Deutschland. So seien laut DLRG rund 60 Prozent der Zehnjährigen keine sicheren Schwimmer. Deshalb ist es für schlechte Schwimmer und Nicht-Schwimmer ratsam, unabhängig vom Alter nie allein oder unbeaufsichtigt ins Wasser zu gehen.