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Vienna_Cafe_Sacher.jpgSachertorte

Wien ist immer eine Reise wert. Sei es Opernball, Shoppen oder die vielen Sehenswürdigkeiten wie Prater und Hoburg der Donaumetropole zu besichtigen. Wer Wien besucht, kommt um einiges nicht herum: das sind Wiener Schnitzel, Heuriger und Sacher Torte. Deshalb Kuchenfans aufgepasst: Am 5. Dezember wird der Tag der Sachertorte gefeiert. Dies nimmt luckx – das magazin zum Anlass, genussvolle Reise-Tipps rund um die Wiener Spezialität zu recherchieren. Denn was gibt es Schöneres, als sich den Städtetrip mit einer Melange und einem Stück Sacher zu versüßen?

Kaum ein Kuchen ist berühmter als die Wiener Sachertorte. Dabei war der Erfinder der schokoladigen Spezialität gerade mal 16 Jahre alt. Im Jahre 1862 hat Fürst Metternich seine Hofküche beauftragt, für sich und seine hochrangigen Gäste ein besonderes Dessert zu kreieren. „Dass er mir aber keine Schand’ macht, heut Abend!“, warnte er. Doch der Chefkoch war krank und so musste der 16-jährige Franz Sacher (1816–1907), damals Lehrling im zweiten Jahr, die Aufgabe übernehmen. Das Ergebnis: Die Sachertorte! 40 Jahre später hat sein Sohn Eduard Sacher das ebenso berühmte Hotel Sacher in Wien eröffnet.

Geheimes Rezept liegt im Safe

Das Originalrezept für diese berühmteste aller Schokoladentorten wird im Hotel Sacher in einem Safe unter Verschluss gehalten und wie ein Schatz gehütet. Doch die Hauptzutaten sind bekannt, verwendet werden Mehl, Eier, Zucker, dunkle Schokolade und Aprikosenkonfitüre. Die Zubereitung ist nicht allzu schwer, nur am Ende wird es knifflig. Bei der Schokoladenglasur kommt es vor allem auf die richtige Temperatur an, damit ein glatter Guss entsteht.

Sightseeing: 337 Kilokalorien einfach abspazieren

Kein Wunder, dass die Sacher mit viel Schokolade, Konfitüre und Zucker eine wahre Kalorienbombe ist. Pro Portion kommen etwa 337 Kilokalorien zusammen. Wenn der Kuchen noch mit geschlagener Sahne serviert wird, schnellen die Kalorien genauso rasch nach oben wie der Blutzuckerspiegel.

Doch Städtereisende müssen sich kaum Sorgen machen, denn nach kurzweiligem Sightseeing sind die Kalorien schnell wieder verbrannt: So müssen Wien-Besucher lediglich 96 Minuten durch die Kaiserstadt flanieren. Im Sommer lockt beispielsweise der Augarten, der sich genau zwischen Donaukanal und der Donau befindet. Mit getrimmten Hecken und sorgfältig angelegten Blumenbeeten zeigt sich hier der barocke Einfluss der Stadt. Bei schlechtem Wetter ist ein Besuch des Museums Belvedere lohnend, wo „Der Kuss“ von Klimt zu bestaunen ist.

Top-Adressen für ein Stück Sacher

Besonders traditionell lässt sich die Sachertorte im gleichnamigen Café im Hotel Sacher probieren. Hier werden jedes Jahr über 360.000 Stücke des berühmten Kuchens verkauft. Eine Portion kostet 6,70 Euro.

Günstiger kommen Wien-Besucher im „Generationenkaffeehaus“ auf ihre Kosten. Unter dem Motto „Öffentliches Wohnzimmer mit Oma-Glücksgefühl“ werden unterschiedlichste Torten serviert. Erst war die Vollpension ein Pop-up-Store, heute ist sie „sesshaft“ geworden und wird als Sozialunternehmen geführt. Für ein Stück Sacher zahlt man 3,90 Euro.