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St-Malo_14-02-17.jpgEuropas größte Springfluten im März in Sant-Malo 

Europas größte Springfluten können Besucher am 1. März und vom 28. bis 31. März in Saint-Malo in der Bretagne hautnah erleben.Im Winter und zu Frühlingsbeginn preschen jedes Jahr die höchsten Wellen gegen die Ringmauer der befestigen Altstadt, die wie eine Insel im Meer liegt. Ihre Silhouette ist das Wahrzeichen Saint-Malos an der Smaragdküste im Norden der Bretagne. Mit mehr als zwölf Metern ist der Tidenhub – der Unterschied des Meeresspiegels bei Ebbe und Flut – hier und am benachbarten Klosterberg Mont-Saint-Michel europaweit am höchsten.

Drei bis vier Meter hoch schlagen die Wellen bei Springfluten gegen die Kaimauer. Wie ein großes Theater bietet die Bucht von Saint-Malo die besten Plätze für das wilde Schauspiel. Denn hier treffen die gigantischen Wassermassen des Atlantischen Ozeans auf den engen Ärmelkanal. Bei Ebbe hingegen zieht sich das Meer kilometerweit zurück. Das ist der perfekte Moment für Strandfischer.

Die winzige Insel Grand Bé gegenüber der Altstadt können Besucher bei Ebbe ebenfalls zu Fuß erreichen. Hier ist der französische Dichter Châteaubriand beigesetzt. Als „granitene Zitadelle“ beschrieb er einst die umflutete Altstadt seiner Heimat Saint-Malo. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt: Zahlreiche bretonische Restaurants und bunte Läden geben sich in den engen Pflastergassen ein Stelldichein. Entlang der Wehrmauern bietet sich Besuchern ein weiter Blick über das smaragdgrüne Meer, die weißen Sandstrände und den Hafen.

Springfluten entstehen bei Neu- und Vollmond, wenn Sonne, Erde und Mond auf einer Linie stehen. Die Gezeitenkräfte der Gestirne verstärken sich in dieser Konstellation, sodass Ebbe und Flut an diesen Tagen besonders ausgeprägt sind.