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Tylohelo_sauna_benefits.jpgSaunawirkungen

Wenn es so richtig kuschelig warm wird, entsteht ein wohliges Gefühl im Körper. Wer nun meint, Außen-Temperaturen über 30°C sind damit gemeint, wird enttäuscht. Hier geht es um die wohlige Wärme der Sauna. Denn diese Temperaturen lassen sich sehr gut steuern, was bei den extrem heißen Temperaturen in den letzten Wochen nicht der Fall war. Aber es ist nicht nur das Wohlgefühl, was Menschen zu Saunagängen bewegt. Auch die medizinische Wirkungen von Wärme und Saunabädern rücken immer stärker in den Fokus. Aus der medizinischen Forschung wird immer mehr deutlich, dass regelmäßiges Saunieren eine Vielzahl gesundheitlicher Vorteile hat. Luckx – das magazin hat recherchiert und einige medizinische Gründe fürs regelmäßige Saunieren gefunden.

Regelmäßiges Saunieren kann das Herz schützen

Einer finnischen Studie zufolge kann regelmäßiges Saunieren das Risiko eines Herzinfarkts um bis zu 63 % senken. 20 Jahre lang überwachte das finnische Forscherteam 2.000 Männer mittleren Alters. In dieser Zeit stellte sich heraus, dass bei den Teilnehmern, die regelmäßig saunierten, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verschiedener Art erheblich geringer war. Die Saunanutzer unter den Teilnehmern lebten deutlich länger, und je öfter sie in die Sauna gingen, desto stärker waren die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit ihres Herz-Kreislauf-Systems.

Saunieren kann das Alzheimer-Risiko senken

Saunieren kann das Risiko verringern, an Demenz oder Alzheimer zu erkranken. Die genannte finnische Studie ergab, dass die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, bei Männern, die vier- bis siebenmal die Woche saunierten, um 66 Prozent geringer war als bei denjenigen, die nur einmal die Woche in die Sauna gingen.

Saunieren kann helfen, leichte Symptome einer Depression zu mindern

Ob wir nun am Strand liegen und Sonne tanken, ein warmes Bad nehmen oder in der Sauna schwitzen – eine Erwärmung des Körpers führt meist zu einem anhaltenden Gefühl der Entspannung und Zufriedenheit. Nun haben Studien gezeigt, dass regelmäßige Saunabesuche einen messbaren positiven Effekt auf den Serotoninspiegel im Blut haben. Serotonin ist das „Glückshormon“ und beeinflusst unsere Stimmung und unser Verhalten. Ein niedriger Serotoninspiegel kann Symptome einer Depression verursachen.

Regelmäßiges Saunieren senkt das Schlaganfallrisiko

Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass regelmäßige und häufige Saunabesuche das Risiko eines Schlaganfalls erheblich senken können. Die Studie wurde von einem finnischen Forschungsteam durchgeführt. Die Teilnehmer wurden 15 Jahre lang beobachtet und anschließend einer Nachuntersuchung unterzogen. Innerhalb dieser Zeit waren in der Gruppe 155 Schlaganfälle aufgetreten. Das Team stellte fest, dass die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls bei den Personen, die 2- bis 3-mal pro Woche eine Sauna besuchten, um 12 % geringer war. Noch erstaunlicher war allerdings, dass sich bei Personen, die 4- bis 7-mal pro Woche in die Sauna gingen, ein um 62 % geringeres Schlaganfallrisiko ergab.

Mehr Sauna – weniger Kopfschmerzen

Saunieren kann stressbedingte Spannungskopfschmerzen lindern. In einer in der Fachzeitschrift The Journal of Alternative and Complementary Medicine veröffentlichten Studie verglich ein neuseeländisches Forscherteam zwei Patientengruppen, die an chronischen Kopfschmerzen vom Spannungstyp (CTTH) leiden. Eine Gruppe wurde angewiesen, über einen Zeitraum von 8 Wochen regelmäßig in die Sauna zu gehen. Das Ergebnis war eindeutig: Bei denjenigen, die regelmäßig in die Sauna gegangen waren, hatte die Intensität der Schmerzen und des Kopfwehs deutlich abgenommen.

Bevor Sie nun ihr Handtuch schnappen und zum ersten Saunagang aufbrechen, sollten sie ihren Arzt befragen. Denn er kann ihren Gesundheitszustand besser einordnen als irgendwelche Studien. Und wenn das Okay vorliegt kann ein Saunabesuch den eigenen Erfahrungshorizont erweitern. Wenn dann das Eingangs beschriebene wohlige Gefühl eintritt, war alles richtig.