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Scania_Erdgas_Fahrzeug_20-09-17.jpgSauber und leise

Energiewende ist nicht gleichbedeutend mit Elektromobilität. Neben dem E-Antrieb wird an vielen anderen Möglichkeiten zum Fahrzeugantrieb geforscht. Schon seit vielen Jahren sind gasangetriebene Fahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs. Auch in unserer Redaktion war so ein Fahrzeug längere Zeit im Einsatz. Damals gab es noch erhebliche Schwierigkeiten mit der Brennstoffversorgung. Doch das ist zwischenzeitlich gelöst. Nun kommt auch Erdgas im LKW zum Einsatz. Denn mit verflüssigtem Erdgas (LNG) angetriebene Lkw emittieren deutlich weniger CO2 und Stickoxide (Nox), verursachen nahezu keinen Feinstaub und sind leiser unterwegs als herkömmliche Lkw. Die Volkswagen Konzernlogistik setzt sich daher zusammen mit Scania, einer Marke der Volkswagen Truck & Bus Gruppe, und Spediteuren des Konzerns für den Lkw-Verkehr mit LNG-Antrieb ein. Bundesministerien (BMVI, BMWI) und Verbände unterstützen dieses Engagement ebenso wie Gasanbieter. Beim gestrigen LNG-Truck Day in Wolfsburg machten sich die Beteiligten für ein gemeinsames Ziel stark: Sie wollen die Transporte des Volkswagen Konzerns umweltschonender machen. Konkret sollen künftig mehr als 100 Scania LNG-Lkw auf den Straßen Norddeutschlands rollen, dazu werden Spediteure bei deren Anschaffung unterstützt und neue LNG-Tankstellen errichtet.

Volkswagen Konzernlogistik, Scania, die teilnehmenden Gasanbieter sowie 18 regionale Spediteure setzen sich zusammen für eine nachhaltige Logistik ein. Mehr als 100 Scania LNG-Lkw sollen im Norden Deutschlands für Spediteure des Konzerns zur Verfügung gestellt werden. Dabei unterstützt das Bundesministerium die Spediteure bei der Lkw-Anschaffung mit einem Förderpaket, Gasbetreiber werden LNG-Tankstellen in der Region einrichten.

Um die Umsetzung dieser Vorhaben voranzutreiben, trafen sich die Beteiligten beim LNG-Truck Day in Wolfsburg. So sollten Vorbehalte und Hemmnisse gegenüber der neuen Technologie abgebaut und der Ausbau des LNG-Tankstellennetzes in Deutschland aktiv unterstützt werden.

Denn LNG ist als Kraftstoff deutlich umweltfreundlicher als konventionelle Antriebe: Scania Lkw mit LNG-Antrieb stoßen bis zu 20 Prozent weniger CO2 gegenüber vergleichbaren Modellen mit Dieselmotor aus. Bei Betrieb mit regionalem und lokalem Biogas sinkt der CO2-Ausstoß sogar um bis zu 90 Prozent. Neben der besseren CO2-Bilanz werden zudem 95 Prozent weniger Stickoxide (NOx) freigesetzt. Auch die rußärmere Verbrennung ist vorteilhaft: Die Feinstaub-Emission wird nahezu komplett vermieden (-95 Prozent). Das Verbrennungsgeräusch wird im Vergleich zu Diesel-betriebenen Lkw um etwa 50 Prozent (-3 db) reduziert.

Das Engagement für den Einsatz von LNG-Lkw ist Teil der Green Logistics Initiative der Volkswagen Konzernlogistik. Diese basiert auf der „TOGETHER – Strategie 2025", in der sich der Volkswagen Konzern einem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und der kontinuierlichen Reduzierung von Emissionen verschrieben hat. Ziel der Green Logistics Initiative ist eine nachhaltige Logistik im Volkswagen Konzern. Dazu werden laufend Material- ebenso wie Fahrzeugtransporte mit Blick auf eine ideale Auslastung und das Vermeiden von Leerfahrten optimiert. Für die Reduktion von Emissionen spielt die Verlagerung von Transporten auf umweltverträglichere Verkehrsträger eine wichtige Rolle. Zudem werden die Antriebstechniken der aktuellen Verkehrsträger verbessert, neue Antriebsarten werden auf ihre Einsatzmöglichkeiten geprüft. So sollen ab 2019 zwei LNG-Schiffe die Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns zwischen Europa und Nordamerika transportieren. Das Engagement für LNG-Lkw bei Spediteuren des Volkswagens Konzern ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum Einsatz alternativer Antriebe in der Logistik.