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HRS-Kampagne_2019_besser_schlafen_Geschaeftsreise.jpgGut geschlafen - erfolgreicht verhandelt

Nichts ist schlimmer als unausgeschlafen am Verhandlungstisch zu sitzen oder sich einer Prüfung zu unterziehen. So ist es gerade für Geschäftsreisende besonders wichtig einen erholsamen Schlaf zu haben. Den volle Konzentration, hohe Einsatzbereitschaft, wenige Verschnaufpausen werden erwartet. So erleben viele Geschäftsreisende meist einen beruflichen Horror-Trip. Um diese körperliche und geistige Belastung zu meistern, sollten sie nachts Energie auftanken. Aber wie ist guter Schlaf auf einer anstrengenden beruflichen Reise im fremden Bett überhaupt möglich? Schlafforscher Prof. Dr. Ingo Fietze ist Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité in Berlin und gibt Geschäftsreisenden Tipps, wie sie besser zur Ruhe finden.

Erste Nacht meist die unruhigste

Geschäftsreisen sind in der Regel Kurztrips. 62 Prozent der HRS-Buchenden übernachten lediglich einmal, 20 Prozent bleiben eine weitere Nacht. Das ist eine große Herausforderung an den Körper, denn gerade in ungewohnter Umgebung schlafen Menschen laut Prof. Dr. Fietze in der ersten Nacht unruhig. „Wichtig für einen gesunden Schlaf ist, dass wir uns wohlfühlen. In einer fremden Umgebung sollten Geschäftsreisende vor allem auf Licht, Lärm, Temperatur und Komfort achten", so Fietze. Das Zimmer sollte nicht über 22 Grad temperiert sein und vor dem zu Bett gehen ist Durchlüften eine gute Vorbereitung für eine gute Nacht.

Abschalten und Gedanken sortieren

Das Hotel bedeutet für viele Geschäftsreisende nicht das Ende des Arbeitstages. Viele bereiten dann noch Termine für den kommenden Tag vor. Nach einem endlos wirkenden Tag in den erholsamen Schlaf zu finden, fällt oft schwer. Helfen können laut Fietze etwa Natur- oder Talksendungen im TV, Podcasts, ein gutes Buch oder ein Spaziergang an der frischen Luft. Wer seine Gedanken dennoch nicht in den Griff bekommt, sollte eine To-Do-Liste für den nächsten Tag schreiben und sie so aus dem Kopf verbannen.

Nachschlafen am Wochenende

Insgesamt ist ein Schlafpensum von 50 Stunden in der Woche ratsam und pro Tag sollten sechs Stunden nicht unterschritten werden. Wer dennoch zwischendurch einen Durchhänger hat, dem kann ein Power-Nap von fünf bis 30 Minuten helfen. Am Wochenende rät Fietze sich die Zeit zu nehmen und den restlichen Schlaf nachzuholen, damit die nächste Woche voller Elan beginnen kann.

In Regensburg schläft es sich besonders gut

Wie gut Reisende unterwegs schlafen, hängt also immer von einer Mischung aus verschiedenen Faktoren, besonders dem persönlichen Empfinden und Stresslevel ab. So wurden die Vorlieben der Reisenden zum Thema Schlafkomfort abgefragt. Geschäftsreisende bevorzugen nicht, wie vielleicht erwartet, besonders die Hotels der Großstädte. Viel besser gefällt ihnen die Qualität der Hotelbetten in kleineren Städten. Regensburg führt die Liste des Schlafkomforts an, gefolgt von Rostock, Dresden, Baden-Baden und Lübeck. München erreichte Platz elf, direkt gefolgt von Hamburg. Deutschlands Hauptstadt Berlin belegte Platz 14 und Köln schaffte es als größte Stadt in Nordrhein-Westfalen auf Platz 21.

Doch: nicht alle Termine können in Regensburg stattfinden, nur weil dort die Betten besonders gut sind. Doch diese Ergebnisse müssten für alle Hotelliers Ansporn sein, die Schlafqualität für ihre Gäste dringend zu verbessern.