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Fisch_auf_Teller_07-11-18.jpgSehsinn schärfen

Schwangere aufgepasst: wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Kinder schon mit Brille auf die Welt kommt, dann sollten Sie seinen Sehsinn schärfen. Verzeihen Sie diese etwas freche Einleitung. Seien Sie versichert: kein Neugeborenes kommt mit Brille auf die Welt. Doch anscheinend steckt dahinter ein wahrer Kern. So soll eine fischreiche Ernährung die Hirnentwicklung sowie die Ausbildung des Sehapparats von Ungeborenen unterstützen. Zu diesem Schluss kommt eine neue finnische Erhebung von Forschern der University of Turku. Die Studienergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit einer ausgewogenen Ernährung und einer guten Lebensführung während der Schwangerschaft. Für die Studie wurden 56 werdende Mütter untersucht sowie Daten größerer Studien herangezogen.

Gutes Nervenzellenwachstum

Die Ernährung einer Mutter während der Schwangerschaft und das Stillen danach bieten dem Kind die Möglichkeit, langkettige ungesättigte Fettsäuren zu beziehen, die für eine optimale Hirnentwicklung äußerst wichtig sind. Diese Fettsäuren helfen bei der Ausbildung jener Nervenzellen, die für den Sehapparat, besonders für die Retina, von Bedeutung sind. Zusätzlich sind sie unverzichtbar für die Bildung von Synapsen, welche die Kommunikation zwischen Neuronen und Nervensystem übernehmen.

Für die aktuelle Studie mussten sich die werdenden Mütter an einen speziellen Ernährungsplan halten. Die Wissenschaftler haben den Gehalt an langkettigen ungesättigten Fettsäuren in der Nahrung sowie im Blutserum der Probanden und im Blutserum der Kinder im Alter von einem Monat untersucht. Am zweiten Geburtstag der Babys wurden diese mithilfe sogenannter "Pattern Reversal Visual Evoked Potentials" untersucht. Diese sensitive und nicht-invasive Methode untersucht die Funktionsweise des Sehapparats der jungen Kinder.

Vitamin D sowie E bedeutsam

Den Resultaten der Studie zufolge haben jene Babys, deren Mütter während des letzten Trimesters der Schwangerschaft drei Mal oder öfter pro Woche Fisch aßen, besser bei den Tests abgeschnitten, als die Kinder jener Mütter, die keinen Fisch oder nur bis zu zwei Portionen pro Woche Fisch zu sich nahmen. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich der häufige Fischkonsum von Schwangeren positiv auf die Entwicklung der ungeborenen Kinder auswirkt. Dies verdanken die Kinder langkettigen ungesättigten Fettsäuren sowie Nährstoffen, wie Vitamin D und Vitamin E, die ebenfalls wichtig für das Heranwachsen sind", schildert Studienleiterin Kirsi Laitinen.

Doch was ist nun, wenn Sie keinen Fisch mögen. Geklärt ist noch nicht, wie der Fisch zubereitet werden sollte und welche Fischarten bevorzugt verzehrt werden sollten. Doch bekannt sein sollte, dass Fisch in seiner natürlichen Form – ohne Panade – gebraten auch den Mütter wohl schmecken und ihrer Gesundheit zuträglich sind.