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Rita_small.jpgStricken bringt Geld 

Nepal leidet weiterhin unter den Folgen des Erdbebens aus dem vergangenen Frühjahr. Doch so langsam kommt auch wieder die wirtschaftliche Entwicklung in Schwung. Sherpa, Outdoor- und Bergsport-Marke aus Nepal, versucht wie vor dieser Katastrophe den Menschen durch handwerkliche Tätigkeiten Verdienstmöglichkeiten an. Nepalesische Frauen stricken Mützen und Handgelenkswärmer in Heimarbeit. Das hat sich zu einem wichtigen Standbein von Sherpa Adventure Gear entwickelt. Inzwischen gehören auch Strickjacken und Ponchos zum Programm

Nachdem anfangs 40 Frauen für Sherpa die Mützen und Handgelenkswärmer gestrickt haben, verdienen mittlerweile über 1.500 Frauen in den Dörfern um Kathmandu ihr Geld mit Stricken und tragen damit zu einem Teil des Familieneinkommens bei. Das steigert gleichzeitig das Ansehen der Frauen innerhalb der Familie deutlich.

Gestrickt wird vor allem in Heimarbeit. In einem kleinen Betrieb in Bhaktapur sitzen über 50 Frauen und stricken jeweils 50, 60 Mützen mit dem gleichen Muster. Es sind die Strickvorlagen für die Frauen, die aus den umliegenden Dörfern kommen. Zusammen mit den Musterteilen holen sie sich die entsprechende Wolle ab.

Zu Hause stricken sie aus dieser Wolle dann die Mützen und anderen Produkte und bringen sie zurück in den Betrieb. Dort wird jedes Teil kontrolliert und die Frauen erhalten ihr Geld. Viele bezahlen damit das Schulgeld für ihre Kinder.

Firmengründer Tashi Sherpa ist es sehr wichtig, dieses regional strukturierte Konzept weiter auszubauen. Er sieht sich da in der Verantwortung. Dieses Strickprogramm wurde für diese Saison mit einem neuen Projekt ergänzt. In dem Betrieb in Bhaktapur werden von den Frauen nun auch Pochos gestrickt.

Sie sind „handloomed“, wie das in der Fachsprache heißt. Das bedeutet, die Ponchos mit ihren nepalesischen Mustern werden dort auf manuellen Strickstühlen mit der Hand gefertigt. Diese Strickstühle konnten auf Grund des großen Erfolges des Strickprogramms von Sherpa Adventure Gear angeschafft werden, was wiederum neue Arbeitsplätze geschaffen hat.

Von jedem verkauften Teil von Sherpa Adventure Gear fließt ein kleiner Teil in die Paldorje Education Stiftung. Diese finanziert die Schulausbildung bedürftiger Sherpa-Kinder. Derzeit ist die Ausbildung von 26 Kindern von der Grundschule bis zum College gesichert.Samchi_poncho__440.jpg

Ein Highlight der kommenden Saison ist dabei ein ebenso modischer, wie kuschelig-warmer Poncho aus reiner Lammwolle für die kühlen Tage des Jahres. Samchi ist ein Landstrich in Bhutan, der Heimat der Doyas, und gibt dem angesagten Teil aus der Himalayan Heritage Serie von Sherpa Adventure Gear seinen Namen.

Der lässig geschnittene Poncho wird von Frauen im Städtchen Bhaktapur, direkt vor den Toren Kathmandus, gestrickt. Das tolle Jacquard-Muster, das dem Umhang seine einzigartige Optik verleiht, wurde von den reich verzierten Wandteppichen Bhutans inspiriert und wird exklusiv von Sherpa Adventure Gear verwendet.

Ein weiches Polyester-Innenfutter ermöglicht auch „Nicht-Wollfans“ das entspannte Tragen des Samchi Ponchos. Angeboten wird der Umhang in den Farben Maato Brown und Bagmati. Material: außen 100% Lammwolle, innen 100% Polyester