Story   Boulevard   Kultur   Sport   Reise   Bücher   Mobil   Familie   Geschenktipps   Archiv   

Silvester_Feuerwerk_01-01-19.jpgAusgeknallt!

Da liegt sie nun, die Rakete erhellte mit Sternengefunkel den Neujahrsmorgen. Doch nun liegt sie durchnässt im Dreck. Nur wenige Sekunden erhellt sie zur Freude ihrer Besitzer die Stimmung. Sie wurde einfach liegengelassen. Ein Holzstab, etwas Papier; des Rest von Schall und Rauch. Achtlos wurde sie auf der Straße von ihrem Eigentümer zurück gelassen. Doch wer kümmert sich jetzt um sie?

Das traditionelle Silvesterfeuerwerk brachte in vielen deutschen Städten und Regionen zwar einen erhellenden Jahresabschluss mit Feuerwerkskörpern, Böllern, Mehrschussbatterien und Ähnlichem. Diese blieben nach dem Abfeuern auf Straßen und Gehwegen liegen. Allein in den fünf größten deutschen Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main) entfernten die kommunalen Abfallentsorger am Neujahrstag rund 191 Tonnen Silvesterabfall. Am 1. Januar sind in diesen Städten über 1.100 Mitarbeiter für die Neujahrsreinigung im Einsatz, um Straßen und Gehwege von dem Abfall zu befreien.

Rechte und Pflichten

Soweit die kommunale Straßenreinigungssatzung dazu verpflichtet, gilt: Wer an Silvester Feuerwerkskörper auf öffentlichen Plätzen und Straßen abfeuert, hat grundsätzlich seinen hierdurch entstehenden Abfall selbst zu entsorgen und alle Verunreinigungen zu entfernen, die die Hygiene und das Stadtbild nicht unerheblich beeinträchtigen.

Richtige Entsorgung

Vor der Entsorgung ist es wichtig darauf zu achten, dass die Feuerwerkskörper nicht mehr brennen, heiß oder warm sind, sodass sich der Abfall in der Tonne nicht entzündet. Feuerwerkskörper dürfen erst entsorgt werden, wenn keine Glut mehr vorhanden ist und sie vollständig ausgekühlt sind.

Abgebrannte Feuerwerkskörper, Mehrschussbatterien und Böller müssen im Restmüll entsorgt werden. Auch Pappröhren, die in Feuerwerkskörpern verarbeitet wurden oder gezündete Mehrschussbatterien aus Pappe gehören zwingend in die graue Tonne. Nach dem Abfeuern sind diese mit chemischen Rückständen verschmutzt und können nicht mehr über das Altpapier verwertet werden. Plastikverpackungen müssen über die gelbe Tonne entsorgt werden, Verpackungen aus Pappe gehören ins Altpapier. Glasflaschen ohne Pfand sollten nach Farbe sortiert über die jeweiligen Glascontainer beseitigt werden.

Auswirkungen auf Mensch und Umwelt

Laut Umweltbundesamt wurden zum Jahreswechsel rund 4.500 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Das entspricht ca. 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge. Feinstaub, der in die Atemwege gelangt, gefährdet die Gesundheit. Hinzukommt, dass abgebrannte Feuerwerkskörper diverse Chemikalien enthalten. Diese können durch Regen- und Schmelzwasser weggespült werden und dadurch Boden und Gewässer verschmutzen, weswegen eine frühzeitige Vermeidung durch die richtige Entsorgung wichtig ist. Nicht zuletzt besteht durch den Einsatz von Feuerwerkskörpern hohe Verletzungsgefahr.