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Sommergrippe 14-07-19.jpgSommergrippe

Alle liegen entspannt in der Sonne. Doch einer hat eine dicke Jacke an und zittert vor sich hin: Sommergrippe. Zum Glück ist es meist nicht so wie dieses Bild vermittelt. Doch alles was Spaß macht, ist erst einmal nicht möglich: kein Ausflug im Cabrio und auch der Badesee muss warten. Unser geschwächtes Immunsystem braucht erst einmal eine Pause. Wir sind dann sehr anfällig für Husten und Schnupfen. Denn Erkältungsviren sind auch bei 30 Grad im Schatten aktiv. So eine „Sommergrippe" ist ein echter Spaßverderber. Medizinisch korrekt ist der Begriff „Sommergrippe" nicht. Es ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Atemwegsinfekt in der warmen Jahreszeit, der uns mit Husten, Schnupfen und Druckkopfschmerz zu schaffen macht.

Sommerviren mögen es heiß

Atemwegsinfekte sind nicht nur ein Phänomen nasskalter Herbst- und Wintertage: Rund 20 Prozent aller Infekte machen Betroffenen im Sommer das Leben schwer. Verantwortlich für die sogenannte „Sommergrippe" sind häufig Coxsackie-Viren vom Typ A und B sowie Echo-Viren. Sie gehören, wie die klassischen Rhinoviren, zur Familie der humanen Enteroviren und verbreiten sich in den Sommermonaten besonders gut. Denn bei hohen Temperaturen und großer Lufttrockenheit sind sie ganz in ihrem Element. Nicht zu verwechseln ist die „Sommergrippe" mit der echten Grippe, die im Sommer eher selten ist. Grippeviren reagieren auf Wärme und UV-Licht sehr empfindlich.

Nur nicht ignorieren

Einen grippalen Infekt sollte man, auch wenn er meist harmlos verläuft, nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wer ihn ignoriert, riskiert Folgeschäden. Kommt es zu einem sogenannten Etagenwechsel, dringen die Viren von den oberen Atemwegen in die Bronchien ein. Aus einer Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) kann eine Bronchitis mit quälendem Husten werden.

Auf effektive Therapie setzen

Typische Symptome eines Atemwegsinfekts sind Schnupfen, Husten und Druckkopfschmerz. Die Betroffenen fühlen sich schlapp und angegriffen, wünschen sich schnelle Hilfe. Zu Antibiotika zu greifen, wäre der falsche Weg. Denn sie bekämpfen Bakterien und sind gegen Viren wirkungslos. Ihr unbedachter Einsatz schadet sogar, da er Antibiotika-Resistenzen fördert. Sinnvoller sind effektive Präparate, die die Atemwege spürbar befreien und den Heilungsprozess fördern. Ein pflanzlicher Schleimlöser unterstützt effektiv die Selbstheilungskräfte der Atemwege und hemmt die Entzündung. Das Abhusten wird erleichtert, die Häufigkeit von Hustenattacken spürbar gemindert. Daher ist es sinnvoll, das Spezialdestillat aus ätherischen Ölen bereits bei den ersten Erkältungssymptomen einzunehmen.

Erkältungsfallen

Es gibt zahlreiche Faktoren, die uns gerade in den Sommermonaten anfälliger für den Infekt machen.

Reisestress: Das Phänomen kennt fast jeder: Am ersten oder zweiten Urlaubstag liegt man flach. Mediziner sprechen von der sogenannten „Leisure sickness". Grund dafür ist der Stress und die hohe Belastung im Job, welche zu hohen Konzentrationen des Stresshormons Kortisol führen und so das Immunsystem schwächen. So sind wir anfälliger für Infekte und das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren, sobald der Stress abgefallen ist.

Tipp: Besser ein bis zwei Tage früher frei nehmen, um langsam vom Arbeits- in den Urlaubsmodus umschalten zu können. Der Körper und das Immunsystem können sich auf diese Weise langsam anpassen.

Klimaanlagen: Die trockene Luft aus den Klimaanlagen trocknet die Schleimhäute aus. Das verringert ihre natürliche Schutzfunktion, Viren können leichter eindringen. Zudem können sie über die Klimaanlagen schnell und leicht im ganzen Raum verteilt werden.

Tipp: Trinken Sie während der Reise reichlich Wasser. Atmen Sie zudem vor allem durch die Nase, da die Nase die Luft befeuchtet und anwärmt.

Mangelnde Handhygiene: Viren lauern auf Türklinken, dem Griff des Einkaufswagens, dem Telefonhörer im Hotelzimmer und können dort oftmals tagelang überleben.

Tipp: Waschen Sie sich regelmäßig die Hände - immer, wenn Sie nach Hause kommen und vor jeder Mahlzeit.

Kältefaktor: Zugluft und Nässe können die Temperatur der Schleimhäute senken, sie werden schlechter durchblutet, was die Immunabwehr schwächen kann. Viren können leichter in die Schleimhautzellen eindringen.

Tipp: Zur Vorbeugung stets ein großes Tuch oder einen leichten Pulli dabei haben. Wechseln Sie nach schweißtreibendem Sport oder dem Sprung ins Wasser schnell die Sachen, um eine Verkühlung zu vermeiden.

Bus & Bahn: In öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man mit vielen Menschen in Kontakt, die bereits eine Erkältung haben und ihre Viren durch Schniefen und Husten verteilen.

Tipp: Lieber öfter das Rad nehmen oder Strecken zu Fuß zurücklegen.

Lange Sonnenbäder: Nach einem Tag auf der Sonnenliege ist die Gefahr, sich einen Schnupfen zu holen, besonders groß. Denn der Körper ist vollauf damit beschäftigt, die Sonnenschäden zu reparieren, kann sich weniger gut um mögliche Virenattacken kümmern.

Tipp: Vermeiden Sie, übermäßige Sonnenbäder, und setzen Sie auf einen ausreichend hohen Sonnenschutz.