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Prignitz_Storchenfest04_Bildquelle_Storchenclub_Ruehstaedt_C.Benson.JPGStorchenfest

Die ersten Jungstörche sind schon dabei, die ersten Flugversuche zu unternehmen. Doch erst beim Storchenfest am 29. Juli drehen sie die ersten Runden im Storchendorf. In den kleinen Ort Rühstädt ist dann alles um Meister Adebar eingerichtet. Bis zum 12. August lockt zudem noch die preisgekrönte Erlebnisführung „Rühstädter Storchenfeierabend. In Rühstädt, mitten im Herzen des Prignitzer Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe gelegen, befindet sich die größte Storchenkolonie Mitteleuropas. Die Gemeinde wurde daher sogar als Deutschlands einziges „Europäisches Storchendorf“ ausgezeichne t. 31 Storchenpaare ziehen derzeit 39 Jungstörche auf. Die kleinen Störche trainieren auf den Dächern schon fleißig ihre Muskeln, manche fliegen bereits. Beim Storchenfest am Samstag, dem 29. Juli, dreht sich alles um Meister Adebar. Noch bis zum 12. August können Besucher den Rotstrümpfen zudem bei der Erlebnisführung „Rühstädter Storchenfeierabend“ ins Nest schauen.Rühstädt liegt inmitten der naturbelassenen Flusslandschaft des UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe-Brandenburg - ideale Bedingungen also für Mitteleuropas größte Storchenkolonie“, erläutert Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz e.V. Rühstädt wurde 1996 von der Stiftung Europäisches Naturerbe als „Europäisches Storchendorf“ ausgezeichnet. Insgesamt gibt es 15 europäische Storchendörfer, Rühstädt ist Deutschlands einziges Storchendorf. „Auf beinahe jedem Scheunendach der hübschen roten Backsteinhäuser befindet sich mindestens ein Storchennest, teilweise sind aber sogar bis zu vier Storchennester auf einem Dach“, erzählt Laskewitz. Rund 40 Brutstätten stehen den Störchen in Deutschlands storchenreichstem Dorf zur Verfügung. „Jetzt nisten 31 Brutpaare mit 39 Jungstörchen in den Horsten. Das ist ein relativ guter Bestand trotz einiger Verluste durch Starkregen und kalte Witterung. Die Jungstörche haben zudem eine gute Kondition und somit beste Voraussetzungen, um gegen Ende August die weite Reise nach Afrika zu überstehen“, so Jürgen Herper, Naturwächter im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Wer den Störchen bei ihren ersten Flugversuchen zuschauen will, hat dazu also noch bis etwa Mitte August beste Bedingungen. Beim großen Storchenfest am Samstag, dem 29. Juli, widmen die Rühstädter den imposanten Vögeln sogar einen ganzen Tag. Eingeleitet wird die Feier schon am Vorabend, dem 28. Juli, bei einer Benefiz-Storchenfeierabend-Tour um 20 Uhr. Treffpunkt ist die Rühstädter Kirche, die Führung erfolgt auf Spendenbasis zugunsten des örtlichen Storchenclubs. Offiziell eröffnet wird das Storchenfest am Samstag um 12 Uhr von den Jagdbläsern. Zu den Höhepunkten zählen die Storchenführungen im Ort (Treffpunkt: Kirche) um 12.30, 14, 15 und 16 Uhr. Doch die Störche sind nicht die einzigen Tiere, die an diesem Tag die Besucher begeistern werden, denn um 14 und 16 Uhr finden geführte Eselwanderungen statt. Auch kulturell wird zum Storchenfest einiges geboten: Die Quitzow-Kirche in Rühstädt öffnet für Besucher ab 10.30 Uhr ihre Pforten. Die im 13. Jahrhunder t erbaute Dorfkirche ist einer der ältesten Backsteinbauten der Prignitz, von dem aus dem späten Mittelalter noch ein Schnitzaltar, die Glocke sowie Wandmalereien an der romanischen Apsis erhalten geblieben sind. Die Familie von Quitzow, die seit 1384 in Rühstädt ansässig war, hat sich in der Kirche mit aufwändigen Grabdenkmälern verewigt. Die restaurierte Orgel des wohl bedeutendsten Orgelbauers der Barockzeit in Preußen, Joachim Wagner, wurde 1738 erbaut. Die Klänge der Orgel sind zum Storchenfest bei einer Andacht vor der Festeröffnung um 11 Uhr zu hören. Ein weiteres Konzert des Männergesangsvereins Amicitia mit Bläsern folgt um 16.30 Uhr. Auf der Festwiese, am Storchenhaus, im Feuerwehrhof und im Besucherzentrum gibt es darüber hinaus Marktstände, eine Storchenrallye, ein buntes Kinderprogramm, Kinderschminken, Tombola, Hüpfburg, Hebebühne, Ponykutschfahrten und vieles mehr. Am Abend feiert das Dorf mit Musik von der mobilen Disco Camouflage den krönenden Abschluss des Festes und Meister Adebar. Da der spätabendliche Einflug der Störche in ihre Nester ein täglicher Höhepunkt während der Storchensaison in Rühstädt ist, können Besucher das Naturerlebnis der besonderen Art natürlich auch während des Storchenfestes bei der Erlebnisführung „Rühstädter Storchenfeierabend“, die sogar mit dem Tourismuspreis des Landes Brandenburg ausgezeichnet wurde, erleben. Dabei können Interessierte das Familienleben der Rotstrümpfe noch bis einschließlich 12. August jeweils samstags fast zum Anfassen nah erfahren. Die Tour beginnt jeweils 20 Uhr mit einem kleinen Imbiss am Gasthaus „Zum Storchenhof“ (Dorfstraße 11, Rühstädt) und führt 1,5 Kilometer durch das mit Storchennestern und einfliegenden Störchen geschmückte Dorf. Während der Tour wird abwechslungsreich Wissenswertes und Amüsantes rund um die Rühstädter Störche erzählt. Immer mit dabei ist ein tragbares Fernrohr, um die Tiere in aller Ruhe zu beobachten. Um 22 Uhr haben die Teilnehmer zudem die Möglichkeit, an einem eigens für die Beobachtung hergerichteten und höher gelegenen Aussichtspunkt mit dem Spektiv direkt in die Nester zu blicken. Weitere Infos unter www.dieprignitz.de.