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Tag-des-Tee_20-11-16.jpgTag des Tees 

Durst ist schlimmer als Hunger. Ohne Flüssigkeit überlebt der Mensch nicht mehr als ein paar Tage. So wie Wasser im Überfluss als Katalysator in der Menschheitsentwicklung wirkte, hemmte ein Mangel dagegen den Fortschritt immens. Später haben Getränke die politische und kulturelle Menschheitsgeschichte geprägt. Neben Kaffee und Cola, Bier, Wein und Rum hat auch Tee die Welt verändert. Tee ist mittlerweile nach Wasser das am meisten getrunkene Getränk der Welt. Um die Bedeutung des internationalen Teehandels und aller Beteiligten von der Teeplantage bis zum Konsumenten zu würdigen, feiern seit 2005 viele Tee produzierenden Länder am 15. Dezember den internationalen Tag des Tees. In Deutschland ist der internationale Tag des Tees noch wenig bekannt. Dabei genießen die Deutschen immer mehr Tee. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei rund 27 Litern. Absolute Weltspitze sind allerdings die Ostfriesen mit rund 300 Litern Tee pro Jahr.

Teeliebhaber kaufen ihren Tee vertrauensvoll im Teefachgeschäft. Dort gibt es die höchste Qualität und die größte Vielfalt an fein gemischten und aromatisierten Teesorten. Einer der Teelieferanten, die sich immer wieder für gute Arbeitsbedingungen auf den Teeplantagen und Intensivierung des Biotee-Anbaus stark macht, ist die Hamburger Teemanufaktur alveus. Der Teegroßhändler ruft alle Teeliebhaber auf, am 15. Dezember miteinander auf die internationale Teekultur anzustoßen. Ebenfalls auf Bio-Tee spezialisiert ist die Teekampagne. Dort wird nur Darjeeling-Tee angeboten.

Welchen Einfluss Tee auf die Weltgeschichte genommen hat, beschreibt der britische Autor Tom Standage in seinem Buch "Sechs Getränke, die die Welt bewegten". Nach Kaffee eroberte Tee aus China das europäische Festland. Insbesondere die Briten waren sehr angetan von dem heißen Aufgussgetränk und intensivierten den Handel mit dem weit entfernten Asien. Bereits im 17. Jahrhundert etablierte sich Tee zur britischen Lebensart. Großbritannien war zu einer Teeweltmacht angewachsen und sorgte zur Sicherung des Nachschubs für die ersten Teeplantagen in Indien. Legendär ist auch die Boston Tea Party am 16. Dezember 1973, bei dem ein Streit über erhobene Teesteuern eskalierte und empörte Kaufleute und Bürger englische Handelsschiffe in Boston stürmten und hunderte von Teekisten über Bord warfen. Dieses Ereignis war Mitauslöser für den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und die Lösung Amerikas vom Mutterland England.

Unsere Teekultur ist eng verschlungen mit den Ereignissen von damals und hört auch jetzt nicht auf sich zu verändern. Wer das nächste Mal eine Tasse Tee trinkt, denkt vielleicht daran, wie viel Geschichte in Tee steckt. Teegenießer werden ihr Lieblingsgetränk nie wieder so trinken wie vorher.

Eine gute Tasse Tee

Es gibt keine Zauberformel für die perfekte Tasse Tee, aber wichtige Faktoren:

Hochwertige Teequalität verwenden bzw. Tee immer frisch aufgießen, damit das Aroma noch vollmundig in der Tasse ist.

Nur frisches und vorzugsweise weiches Leitungswasser verwenden.

Die richtige Wassertemperatur verwenden: je nach Sorte sollte die Temperatur variieren (Grüner und Oolong Tee 60-80°C, Schwarzer Tee, Kräuter- und Früchtetee 100°C, Weißer Tee 70-80°C)

Für ein optimales Ergebnis die Kanne vorwärmen. Ob eine Kanne aus Keramik, Glas, Ton oder Metall ist, bleibt der Vorliebe des Teetrinkers überlassen.

Dosierung beachten: als Richtwerte gelten – ein Esslöffel Teeblätter bzw. ein Teebeutel pro Tasse, bei einer Kanne entsprechend mehr.

Ziehdauer beachten: Diese variiert je nach Sorte, die belebenden Stoffe werden bereits innerhalb der ersten Minute abgegeben. Eine zu lange Ziehdauer kann zu einem bitteren Geschmack führen. (Grüner, Oolong, Weißer nach Belieben, Schwarzer Tee 3-4 Minuten, Kräuter- und Früchtetee 5-8 Minuten)

No-Gos beim Tee-Genuss

Wie es Tipps gibt, damit die Tasse Tee perfekt gelingt, gibt es auch Dinge, die man beim Teegenuss vermeiden sollte:

Zitrone ist der Feind des Tees. Andrew Demmer, Gründer von Demmers Teehaus: »Sie zerstört seinen feinen Geschmack.«

Tee nie zu leicht einkochen, nicht bei Teeblättern sparen. Zu starker Tee kann mit heißem Wasser verdünnt werden, zu leicht eingekochter Tee nur noch weggelehrt werden.


Nie warme Milch in den Tee geben. Sie verfälscht den Geschmack.


Keine Tee-Eier verwenden. »Bei Verwendung eines Tee-Eis können die Aromen und Inhaltsstoffe nicht ideal ins Wasser übergehen. Besser ist es, die Teeblätter frei schwimmen zu lassen beziehungsweise einen Teefilter oder ein Sieb zu verwenden, das nicht zu eng ist«, erklärt Friedrich Niederl, Geschäftsführer von Demmers Teehaus. »In der Gastronomie dürfen Teebeutel nie in der Tasse oder Kanne servieren werden. Der Gast kann ja nicht wissen, wie lange der Tee bereits zieht.