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Urlaubszeit 24-05-19.jpgUrlaubszeit!

Für viele von uns ist der Sommer die Urlaubszeit schlechthin. Doch es gibt immer mehr Menschen, die nicht nur im Sommer die freie Zeit genießen möchten, sondern das ganze Jahr über gern verreisen. Zwar haben sie auch nur ein beschränktes Urlaubstagekontingent. Doch durch geschickte Planung, keine länger dauernde Reisen sind sie alle paar Wochen unterwegs. Doch für alle gilt: aufgepasst bei der Urlaubsbuchung. Denn hin und wieder gibt es von einigen Anbieter bewußt eingebaute Hürden oder Fallstricke, die es geschickt zu umschiffen gilt. Luckx – das magazin hat recherchiert und einige Tricks aufgespürt

Airline-Pleiten

Gleich drei europäische Airlines sind in den vergangenen zwei Jahren pleite gegangen. Neben den Mitarbeitern der Fluggesellschaften sind vor allem die Kunden die Leidtragenden. Der lang ersehnte Urlaub kann nicht angetreten werden und das Geld bekommen sie oftmals auch nicht wieder. Viele Menschen waren von insolventen Airlines betroffen. Die Airlines verlangen, dass der volle Preis der Flugtickets sofort bezahlt wird und nicht nur eine Anzahlung – auch viele Monate im Vorfeld der Reise. Im Fall einer Insolvenz hingegen gibt es das Geld nicht zurück.

So sollten Reisewillige vor langfristigen Buchungen generell Recherchen zur betreffenden Airline betreiben.Manchmal gibt es bereits früh Berichte, die auf eine wirtschaftliche Notlage hinweisen. Wer unsicher ist, sollte eine eine andere Airline buchen, die aller Voraussicht nach nicht von einer Pleite betroffen sein könnte.

Die Kreditkarte sollte das Zahlungsmittel erster Wahl sein. Im Falle einer Insolvenz hat man bei einer Zahlung per Kreditkarte bessere Chancen, das Geld über das Kreditkartenunternehmen erstattet zu bekommen.

Wer eine Reise im Paket bucht, ist über das Pauschalreisegesetz wirksam gegen Airline-Pleiten abgesichert. Es gibt Webseiten, auf denen Reisende sich selbst Pauschalreisen zusammenstellen können. Selbst wenn lediglich die Flüge und die erste Nacht am Zielort gebucht wurden, gilt dies als Pauschalreise.

Enttäuschung am Urlaubsort

Viele Reisende freuen sich auf ein erstklassiges Hotel mit tollen Extras – und müssen vor Ort feststellen, dass der Pool geschlossen ist und die Klimaanlage nicht funktioniert. Der Fall, in Deutschland bzw. in der EU etwas zu erwerben, was man im Anschluss nicht bekommt, ist eher unwahrscheinlich. Der europäische Verbraucherschutz leistet hier sehr gute Arbeit. Das ist ein riesiger Vorteil der EU. Reist man hingegen nach Asien oder in die USA, sieht es anders aus. Hier gelten nicht die strengen Verbraucherschutzrechte aus der EU, sondern es greifen die oft lascheren Gesetze vor Ort. Das bedeutet, dass geschädigte Kunden vor Ort ihre Rechte einklagen müssen – außer es wurde über eine in Deutschland registrierte Seite gebucht. In diesem Fall greift das deutsche Verbraucherschutzgesetz.

Internationale Portale bucht, kann sich in der Regel auf deren Vertragsbedingungen verlassen – oder diese im Zweifel über deutsche Gerichte einklagen.

Da Zusatz- und Sonderleistungen wie Verpflegung, Upgrades, Leihfahrrad, Rabatte oder ähnliches oft nicht in der Buchungsbestätigung auftauchen, sollte während der Buchung einen Screenshot gemacht werden. So lässt sich im Zweifelsfall die Buchung belegen.

Wenn das Hotelzimmer nicht den Erwartungen entspricht

Viele Hotels wählen heute immer noch reißerische Zimmerbezeichnungen um mehr Verkäufe zu erzielen. Selbst das Standard Zimmer wird oft als Deluxe Zimmer bezeichnet, obwohl es keine besonderen Ausstattungsmerkmale hat. Viele Kunden sind außerdem verärgert über die fehlerhafte Beschreibung von Doppelzimmern. Oftmals finden Gäste bei der Buchung eines Doppelzimmers kein Doppelbett vor, sondern zwei zusammengestellte Einzelbetten. Auch andersherum kann es zum Problem werden, wenn ein Doppelzimmer mit Freunden gebucht wird, und sich die Gäste im Anschluss ein 1,40 Meter breites Bett teilen müssen, obwohl dieses als Doppelbett angegeben wird.

Anerkannte Veranstalter führen in ihren Angeboten immer die Zimmerinformationen mit Ausstattungsmerkmalen an. Auch die Bettenart und die Quadratmeterzahl des Zimmers sind aufgeführt.

Verwirrung stiftende Gepäckbedingungen

Die Gepäckbedingungen der Airlines sind für viele Kunden eine komplizierte Angelegenheit. Nicht nur, dass die Gepäckmaße sich ständig ändern. So erwarten viele Reisende auf Langstreckenflügen, dass der Gepäcktransport im Flugpreis enthalten ist. Sie fühlen sich getäuscht, wenn sie feststellen, es ist nicht der Fall. Es gibt fast keine Airline mehr, die durchweg auf allen Flügen die gleichen Gepäckbedingungen hat. Das kann für die Verbraucher sehr verwirrend sein. Hinzu kommt, dass Low-Cost-Airlines ihre Gepäckbedingungen regelmäßig ändern. Bei Ryanair gab es Zeiten, in denen über zwei Monate hinweg drei verschiedene Gepäckbedingungen im Umlauf waren. Je nach Region und Flugstrecke gibt es selbst innerhalb einer Airline Unterschiede.

So sollten vor einer Flugbuchung die Reisenden die Konditionen immer bis zum Ende durchlesen und im Zweifel die genauen Informationen bei der Airline direkt anfragen.

Am sichersten ist es, direkt auf der Webseite der entsprechenden Airline zu buchen.

Bei einigen Fluggesellschaften ist es oftmals günstiger, den nächsthöheren Tarif zu buchen, wenn Gepäck mitgenommen werden soll. Das Dazubuchen eines Gepäckstücks mit dem günstigeren Tarif ist am Ende oft teurer. Und am Schalter beim Check-In wird Zusatzgepäck estrem teuer. Daneben gibt es meist noch Verpflegung und/oder eine Sitzplatzreservierung dazu.

Sollten sich Verbraucher doch für den Basistarif entscheiden, in dem kein Gepäck enthalten ist, sollten sie überlegen, wie viele Gepäckstücke sie tatsächlich benötigen. Oftmals braucht beispielsweise nicht jedes Kind einen eigenen Koffer. Darüber hinaus ist es möglich, nur einen Koffer für den Rückflug aufzugeben, und diesen vor Ort zu kaufen. Gerade in den USA sind Markenkoffer oft günstiger als in Deutschland. Im Zweifel könnten Passagiere auf dem Hinflug auch eine Reisetasche in den Handgepäckkoffer packen und diese beim Rückflug nach einem ausgiebigen Shoppingtrip am Urlaubsort vollgepackt aufgeben.

Begrenztes Angebot

Sie kennen das: momentan schauen sich 20 Reisende diese Strecke an; letzte Buchung von 7 Minuten. So ist es auf vielen Buchungsplattformen gängige Praxis, auf die begrenzte Verfügbarkeit eines Angebots hinzuweisen, um den Verkauf anzukurbeln. Oftmals ist es aber so, dass diese Verweise sich auf das Angebot beziehungsweise das Kontingent der jeweiligen Plattform beziehen und nicht zwingend auf das Kontingent des entsprechenden Hotels.

Deshalb: nicht aus der Ruhe bringen lassen und Angebote vergleichen.

Un-Klarheit bei Codeshare-Flügen

Für Verwirrung sorgen oftmals auch Codeshare-Flüge. Fluggesellschaften vermarkten innerhalb einer Allianz ihre Flüge gemeinsam. Bei Codeshare-Flügen wird der Flug nicht unbedingt von der gebuchten Airline durchgeführt, sondern von einem Allianz-Partner. So ein bei Lufthansa gebucht auch von United Airlines oder Air Canada durchgeführt werden.

Wer sicher sein möchte, ob von der gebuchten Fluggesellschaft auch der Flug durchgeführt wird, schaut sich die Flugcodes an. Bei Lufthansa handelt es sich beispielsweise bei Langstreckenflügen um einen Codeshare, wenn der Code vierstellig ist. Ist er hingegen dreistellig, wird der Flug von Lufthansa direkt ausgeführt.

Abeer auch der genaue Blick auf der Webseite der Fluggesellschaft schafft Durchblick. Ein einfaches „Operated by…“ bei den Flugreise Details kennzeichnet, welche Airline den Flug durchführt.

Aufgepasst bei Buchung von Events

Viele Reiseveranstalter sind dazu übergegangen, Ausflüge, Touren und Eintritte bereits bei der Flugbuchung zu verkaufen. Oft wird „Skip The Line“ – also das Umgehen langer Warteschlangen – als Vorteil angeboten. Vor Ort wird man aber vergeblich eine zweite, vermeintliche schnellere Warteschlange suchen. Auch muss man vor Ort oft feststellen, dass es gleich viel gekostet hätte oder sogar günstiger gewesen wäre die Tickets direkt beim Anbieter zu kaufen. Daneben haben Verbraucher bei vorheriger Buchung oftmals fixe Zeiten oder Tage für ihre Aktivität reserviert. So kann es schon mal passieren, dass man eine Tour auch bei strömendem Regen machen muss. Am Urlaubsort gibt es in den Hotels oder in Restaurants zudem oft Coupon-Gutscheine, mit denen man die Aktivitäten etwas vergünstigt bekommt.

Deshalb aufgepasst und ein wenig recherchiert. Bei bekannten Attraktionen ist schon aus den Internet-Seiten zu erkennen, ob es warteschlagen gibt. Reisende sollten sich vor der Buchung einer Aktivität überlegen, ob es sich um eine wetterunabhängige Attraktion handelt und ob die Reservierung eines Timeslots unbedingt erforderlich ist.

Möchten man eine vielbesuchte Attraktion wie Alcatraz oder die Vatikanischen Museen besuchen, ist es oftmals sogar notwendig ein Ticket im Voraus zu buchen.

Auf der Website des Anbieters oder Veranstalters gibt es bei direkter Buchung oftmals Rabatte. Falls nicht, sehen Kunden zumindest auf einen Blick, ob sie durch eine vorzeitige Buchung einen Preisvorteil haben oder ob es günstiger ist, vor Ort zu buchen. ef99d422327f424c96cbd491b50a0669