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WellnessKurztrip_05-04-16.jpgZoff im Urlaub

Jedes Pärchen tickt anders: Das gilt auch oder sogar insbesondere im Urlaub. Kurztrips werden von Verliebten gerne als persönliche Auszeit zu zweit genutzt. Manche Paare schwören auf ein Romantik-Wochenende, andere wollen bewusst aktiv sein und Zeit in der Natur verbringen. Zusammen mit dem bekannten Paartherapeuten und Buch-Autor Oskar Holzberg hat das Reiseportal weekend4two ermittelt, welche Reiseart für welches Pärchen geeignet ist – und welche Paare lieber die Finger davon lassen sollten. Der Beziehungsexperte berät seit mehr als 20 Jahren Paare; sein Ratgeber „Schlüsselsätze der Liebe“ wurde zum Bestseller.

Natur pur für den „Teambuilding“-Faktor

Erlebnisse in der freien Natur inklusive Bewegung und viel frischer Luft eignen sich besonders für Paare, die sich abgespannt fühlen – beispielsweise junge Eltern. Auch für Paare, die mit emotionaler Verletzung zu kämpfen haben, kann solch eine Reiseart Wunder wirken. In der Natur miteinander zu sprechen, fällt vielen Paaren leichter als in Alltagssituationen, und Konflikte eskalieren nicht so leicht, so der Paartherapeut.

No Go: Wenn Routine und Langeweile das vorherrschende Erleben im Paar sind.

Wellness – geeignet für die Wiederannäherung

Einen Wellness-Aufenthalt empfiehlt Oskar Holzberg dagegen, wenn Nähe und Zärtlichkeit dem Paar eher fehlen. Wellness bietet den Rahmen für seelische Entspannung und ein wieder zu sich finden - die Grundlage, auch wieder zum Anderen zu finden. So kann das Bedürfnis nach gegenseitiger Nähe wieder neu geweckt werden. Nach längeren Trennungen kann die Wellness-Auszeit eine langsame Wiederannäherung fördern.

No Go: Bei zu starken aktuellen Konfliktsituationen im Paar, die die Partner so sehr beschäftigen, dass ein „Abschalten“ und zu sich selbst kommen gar nicht möglich ist.

Beispielreise: „Wellness im Sauerland“. Das Spa des Fünf-Sterne-Hotels im Sauerland besticht neben einem Süßwasser-Hallenbad und dem Sole-Freibad mit

Romantik – wenn Paare sich mal wieder ganz aufeinander konzentrieren möchten

Romantik meint hier das Erleben der Ausschließlichkeit der Beziehung. Anzuerkennen und zu bestärken, dass es den einen, wichtigsten Menschen in unserem Leben gibt, zu dem wir uns unwiderstehlich hingezogen fühlen“, so Oskar Holzberg. Romantik-Reisen eignen sich für Paare, deren Liebe noch am Anfang steht ebenso wie für Paare, bei denen Gefühle von Entfremdung und Einsamkeit in der Beziehung zunehmen.

No Go: Abzuraten ist, wenn starke Konflikte im Raum stehen. Da Romantik nicht verordnet werden kann, könne der Schuss also auch nach hinten losgehen, so der Liebesexperte.

Cityreisen – gemeinsame Eindrücke sammeln

Städte überfluten Besucher oftmals mit aufregenden Eindrücken. Dies hat einen verbindenden Charakter und wirkt gleichzeitig differenzierend. Das Paar hat die Chance, eine Einheit gegen die unbekannte Umgebung zu bilden und ist herausgefordert, sich angesichts der vielen Freizeitmöglichkeiten auszutauschen und einander mitzuteilen. Geeignet ist ein Städtetrip vor allem für Paare, die Spannung suchen oder in der Beziehung gelangweilt sind.

No Go: Abraten würde Oskar Holzberg Paaren, die sich erschöpft fühlen. Sie sehen eine entsprechende Reise womöglich als zusätzliche Belastung.

Special-Erlebniswochenende – Stimulation für die Beziehung

Bei Specials steht das Ungewohnte und dadurch auch Herausfordernde im Vordergrund. Neue Erfahrungen zu machen und die eingefahrenen Wege zu verlassen, wirkt stimulierend. Daher erleben sich die Reisenden neu. Das ausgeschüttete Dopamin beflügelt die romantische Anziehung und kann wie ein Booster auf verschüttete Gefühle wirken. Vom Ungewohnten profitieren daher oftmals Paare, die schon lange zusammen sind.

No Go: Weniger zu empfehlen sind Special-Reisen für Paare, die ihre Unterschiede als großes Problem sehen. Für sie können aufregende Kurztrips eher Zündstoff liefern.