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Vierschanzentournee_07-01-17.jpgOhne Siegspringer 

Die Vierschanzentournee 2017 ging ohne nennenswerte deutsche Beteiligung zu Ende. Einzig Markus Eisenbichler war als Siebter bester Deutscher bei der Vierschanzentournee. Bundestrainer Werner Schuster machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. "Von den Platzierungen her war es nicht das, was wir wollten", sagte er nach dem ernüchternden Abschluss der Vierschanzentournee in Bischofshofen. Kein Podestplatz, geschweige denn ein Sieg - der große Wurf gelang den deutschen Skispringern auch in diesem Winter nicht. Zur WM soll sich das ändern. Nun liegen alle Hoffnungen auf die WM in Lahti, Finnland. Doch ob das gelingen wird, bleibt in den Sternen. Am Anfang ruhten alle Hoffnungen auf Severin Freund. Doch der reiste krankheitsbedingt schon nach der Hälfte der Tournee ab.

Da half auch nicht, dass die Paul-Außerleitner Schanze in ihrer ganzen Pracht sich am Berg einbettet am Fuße des Hochkönigs. Jedes Jahr findet das Finale der Vierschanzentournee auf der Paul-Außerleitner Schanze statt. Eine der größten Auszeichnungen im Sprungsport, der Tourneesieg, der ausgezeichnet wird mit einem goldenen Adler. Zur Unterstützung finden sich jährlich 25.000 Besucher aus aller Welt ein und verleihen diesem Event eine ganz besondere Atmosphäre.

Die Paul-Außerleitner-Schanze von Bischofshofen ist nach dem österreichischen Skispringer Paul-Außerleitner benannt. Der Springer des Skiclub Bischofshofen stürzte am 5. Januar 1952 so schwer, dass er wenige Tage später seinen Verletzungen erlag. Sie ist mit HillSize 140 und dem Schanzenrekord von 143,5 Metern eine der größten Schanzen im Skisprung-Weltcup der FIS. Die ursprüngliche Naturschanze aus dem Jahr 1947 wurde im Laufe der Jahrzehnte stetig erneuert und erhielt schließlich 2003 ein komplett neues Profil mit einem Schanzentisch aus Stahlbeton. Jahr für Jahr lockt die Paul-Außerleitner zigtausende Skisprungfans aus aller Welt zum großen Finale der Vierschanzentournee an. Die Paul-Außerleitner-Schanze liegt im Sepp-Bradl-Stadion, das nach dem ersten Tourneesieger, Sepp „Buwi" Bradl benannt wurde.

Doch alles wäre nichts, wenn die Sport- und Urlaubsstadt Bischofshofen Dank ihrer zentralen Lage nicht der ideale Ausgangspunkt für alle Wintersportler und Erholungssuchende wäre.

Bischofshofen liegt inmitten der schönsten Skigebiete von Ski Amade mit mehr als 270 Liftanlagen und 860 Pistenkilometern. Gäste nutzen die zentrale Lage und das einmalige Preis-/Leistungsverhältnis, um die unterschiedlichen Skigebiete mit nur einer Karte zu erkunden.

Nur wenige Kilometer von Bischofshofen entfernt befinden sich die herrlichen Skiregionen St. Johann/Alpendof und Mühlbach am Hochkönig. Bei guter Schneelage führt die ca. 8 km lange, präparierte Skitourenabfahrt „Knappensteig“ direkt zurück nach Bischofshofen.

Kostenlose Skibusse bringen mehrmals täglich die Wintersportler direkt von der Unterkunft im Zentrum zu den Liftanlagen. Aber auch weitere Ski-Amade-Regionen wie Flachau, Zauchensee oder Großarl befinden sich nur wenige Fahrminuten entfernt.

Ach ja, einen Sieger gab es auch: Jubel herrschte bei Kamil Stoch. Unbeeindruckt von seinem Sturz in Innsbruck krönte sich der Doppel-Olympiasieger von 2014 als Tagessieger mit Sprüngen auf 134,5 und 138,5 Meter zum zweiten polnischen Gesamtsieger nach Adam Malysz vor 16 Jahren. "Ich danke allen, die mich unterstützt haben", sagte der 29-Jährige.

Im dramatischen Duell um den Goldenen Tournee-Adler hatte Daniel-André Tande Pech. Beim letzten Sprung des Norwegers löste sich der Bindungsstab am rechten Ski, der ihm deshalb seitlich wegging. Nach der Landung bei 117 Meter schlug der 22-Jährige entsetzt und enttäuscht beide Hände vors Gesicht - zumal er im Gesamtklassement hinter Stochs Landsmann Piotr Zyla sogar noch auf Rang drei zurückfiel. Nach zwei Jahren im Tief feierte der Gesamt-Weltcupsieger von 2014 bei der Tournee eine sportliche Auferstehung und erfüllte sich seinen großen Traum.