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wohnmobil-fit-fuer-die-urlaubssaison-machen.jpgDer Wohnmobil-Urlaub kann beginnen!

Bis zu den Beginn der Sommerferien ist noch etwas Zeit. Aber wer aufmerksam die Fahrzeuge auf den Straßen beobachtet, entdeckt immer mehr Wohnmobile. Vom Multivan bis zum 12 Meter Luxusmobil ist alles dabei. Wie früher wird dem Wohnmobil keine Winterpause gelassen. Es wird ganzjährig für Kurztrips am Wochenende oder über Feiertage eingesetzt. Wer mit Wohnmobilisten spricht, hört sie schwärmen von der erholsamen Art des Urlaubs. Im Sommer geht’s dann meist auf größere Tour. Und wer genügend Urlaubstage gesammelt hat, ist drei bis vier Wochen unterwegs. Doch bevor die Reise los geht, heißt es das Fahrzeug noch einmal durchzuchecken, damit es fit für die Tour ist. Das fängt mit den einfachen Dingen an: Funktioniert noch alles, wie es soll? Wann waren eigentlich nochmal TÜV und die Abgasuntersuchung fällig? Und wie haben Batterie und Co. den Winter überstanden?

Für das Fitmachen des Wohnmobils sollte ein wenig Zeit eingeplant werden. Muß es noch in die Werkstatt, so ist sehr frühzeitig ein Termin zu organisieren. Denn die Betriebe haben gerade vor der Urlaubszeit allle Hände voll zu tun.

Damit die Vorbereitungen gelingt, hat luckx – das magazin eine Aktivitätenliste zusammen stellen lassen.

Der richtige Zeitrahmen ist entscheiden: Wann beginnen mit der Vorbereitung?

Wer sich schon auf den Campingurlaub freut und diesen auch ohne Unannehmlichkeiten genießen möchte, der sollte nicht zu spät mit der Vorbereitung beginnen.

Wir empfehlen: Beginnen Sie mit dem Wohnmobilcheck mindestens vier Wochen vor Urlaubsbeginn, besser jedoch sechs Wochen vorher.

Denn meist sind es die unerwarteten Probleme, deren Lösung länger als nur ein paar Tage braucht. Stellt man zum Beispiel erst wenige Tage vor der geplanten Abfahrt fest, dass die Batterie defekt oder der TÜV abgelaufen ist, kann zwar der Wohnmobilurlaub nicht auf dem Spiel stehen, doch es verursacht unnötige Anspannung. Sollte noch ein Ersatzteil für ein ausgefallenes Modell besorgt werden, wird es zeitlich eng.

Viele erfahrene Wohnmobilisten haben es sich deshalb bereits zur Gewohnheit gemacht, die Urlaubsvorbereitung als den wahren Saisonstart zu zelebrieren – so macht die Vorbereitung gleich mehr Spaß und der Reise steht definitiv nichts im Wege.

Wählen Sie dafür ein Wochenende sechs Wochen vor der geplanten Abfahrt, versammeln Sie am Samstag Vormittag alle Mitfahrer am Campingmobil und verteilen Sie die Putz- und Prüfaufgaben unter allen beteiligten – Zusammenarbeiten macht mehr Spaß und braucht weniger Zeit.

Für den Abend laden Sie Ihre Campingfreunde zum Grillen vor dem frisch polierten Wohnmobil ein – ein Highlight nach dem Frühjahrsputz und der perfekte Startschuss für die Saison.

Sollten während der Arbeit am Reisemobil irgendwelche Probleme wie beispielsweise eine abgelaufene TÜV-Plakette auffallen, bleibt der Sonntag zum Planen und die darauffolgenden Wochen zum erledigen – so kann der Campingurlaub pünktlich und problemlos beginnen.

Reisemobil blitz blank – Nur mit Entstauben ist es noch nicht getan

Innenwäsche, Außenwäsche, Entrümpeln der Altlasten vom letzten Urlaub – eine intensive Reinigung des Reisemobils ist die zeitaufwändigste Angelegenheit bei der Saisonvorbereitung, sorgt aber dafür, dass sich alle Mitfahrer im Wohnmobilurlaub richtig wohlfühlen.

Die Außenwäsche

Es öffnen zwar immer mehr Wohnmobil-Waschanlagen, noch ist dieser Luxus aber leider eine Seltenheit. Deshalb gilt für die meisten Camper: Hochdruckreiniger und Felgenpolitur angepackt und losgeputzt.

An dieser Stelle eine Warnung von Experten: LKW-Waschanlagen sind mittlerweile zwar weit verbreitet, allerdings nicht geeignet für das Campingmobil. Diese verwenden aggressive Reinigungsmittel und kräftige Waschborsten, welche für den sensiblen Wohnmobilaufbau nicht geeignet sind.

Bei der Handwäsche gilt wie auch im Haushalt: Oben beginnen und Stück für Stück nach unten vorarbeiten. Fangen Sie mit dem Dach an – vor allem bei Reisemobilen aus unbedachten Winterunterkünften sammelt sich hier der meiste Schmutz an.

Hochdruckreiniger machen hier eine sehr gute Arbeit, bei Dichtungen und Kühlschrankgittern sollten sie allerdings vorsichtig sein. Verwenden Sie hier nur einen schwachen Strahl und polieren Sie bei Bedarf von Hand mit einem Lappen nach.

Die Innenreinigung

Wer in seinem Heim auf Rädern den Sommer über die Welt entdeckt, es die Wintermonate aber alleine ruhen lässt, der kennt diese leicht unangenehme Neugier kurz vor Saisonbeginn: „Wie habe ich den Innenraum denn letztes Jahr zurückgelassen?“

Deshalb: Entsorgen Sie zunächst die Altlasten. Liegt dort noch der Norwegen-Reiseführer von der letzten Tour, der zwar gute Dienste tat, Ihnen dieses Jahr in Frankreich aber keine große Hilfe sein wird? Warten in der Garage noch der alte Grill mit Kohlepackung auf ihren Einsatz, obwohl Sie sich zu Weihnachten mit einem neuen Gasgrill beschenkt haben? Raus damit!

Ist der Innenraum geleert, kann die Putzaktion beginnen. Mit einem Mikrofasertuch und desinfizierendem Reiniger lassen sich Möbel, Kochzeile und Nasszelle wunderbar auf hygienischen Hochglanz bringen. Vergessen Sie beim Reinigen und Desinfizieren keinesfalls die Wassertanks, den Gaskasten, die Heizung und den Kühlschrank.

Wichtig: Lassen Sie während der Innenreinigung die Fenster und Türen geöffnet und sparen Sie an Putzwasser. Das beugt Feuchtigkeit und Schimmelbildung im Innenraum vor.

Alles funktionsbereit? Zum Abschluss eine Testrunde

Wenn Sie nicht schon einige Wochenendtouren hinter sich haben, ist eine kleine Testrunde empfehlenswert. Das kann auch ein kleiner Wochenendtrip in die nächste Stadt sein. Denn so lässt sich am besten feststellen, ob alles wie gewohnt funktioniert. Doch vorher sollten alle wichtigen Funktionen des Wohnmobils geprüft werden. Denn Verkehrssicherheit ist oberstes Gebot. Hier unsere Checkliste:

Blick aufs Nummernschild: Wohnmobile bis 3,5 Tonnen müssen alle zwei Jahre, größere jedes Jahr zur TÜV- und Abgasuntersuchung. Müssen Sie die Plakette vor der Abfahrt noch erneuern?

Zweiter Pflichttermin: Gas-Check. Alle zwei Jahre muss ein Sachverständiger die Gasanlage samt Tanks, Dichtungen und Schläuche überprüfen. Dieser Check ist nicht nur Pflicht, sondern auch unbedingt notwendig für die Sicherheit im Urlaub.

Der Reifencheck: Alle Reifen verlieren Luft – füllen Sie nach, auch am Reserverad. Wie viel Bar welche Reifen benötigen finden Sie im Fahrzeug-Handbuch. Prüfen Sie außerdem zwei Tage und eine Woche später noch einmal den Reifendruck. Eine Differenz von mehr als 0,1 Bar ist ein Hinweis auf einen undichten Reifen. Dazu gehört auch ein Blick auf die Profiltiefe – sind vor dem Urlaub eventuell noch neue Reifen fällig?

Die Verkehrssicherheit geht vor: Der wohl wichtigste Check außer den Reifen gebührt der Bremsanlage und der Beleuchtung. Funktionieren Fuß- und Feststellbremse, Bremslichter, Abblendlicht, Rücklicht, Rückfahrlicht, Fernlicht und Nebelscheinwerfer? Und haben Sie auch noch Unterlegkeile für abschüssige Parkplätze mit an Bord?

Rost oder Schäden am Unterboden? Verzichten Sie nicht auf einen Blick unter das Fahrzeug. Fahrten über unbefestigtes Gelände greifen den Boden an, Wetter und der Zahn der Zeit verursachen Rost. Sollten Sie Schäden feststellen, lassen Sie sich dazu noch vor der Abreise in einer Werkstatt beraten.

Die Füllstände: Prüfen Sie den Stand bei Scheibenwischwasser, Kühlwasser und Motoröl und füllen Sie bei Bedarf nach. Möchten Sie die ersten Tage, beispielsweise in Schweden, beim Wildcamping verbringen, sollten Sie auch die Wassertanks vor der Abfahrt befüllen. An vollen Gasflaschen darf es natürlich auch nicht fehlen.

Funktionieren die Geräte an Bord? Testen Sie, am besten direkt während der Innenreinigung, alle Geräte an Bord. Funktionieren Kochfeld und Heizung, kühlt der Kühlschrank richtig herunter? Prüfen Sie außerdem noch einmal die Dichtungen Ihrer Cassettentoilette – sind diese noch dicht oder sollte man sie besser austauschen?

Ohne Strom keine Fahrt: Nicht selten nimmt die Bordbatterie über die Wintermonate Schaden, auch dann, wenn sie vor dem Winterschlaf abgeklemmt wurde. Starten Sie deshalb zum Abschluss das Reisemobil und machen Sie eine kleine Probefahrt. Funktioniert der Anlasser und macht die Lichtmaschine ihre Arbeit?

Ist die Checkliste schließlich abgehakt, steht dem wohlverdienten Campingurlaub nichts mehr im Wege.