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outdoorpaddeln_08-05-18.jpgAb ins Wasser

Outdooraktivitäten sind nicht nur Trend, sie sind im großen Teil der Bevölkerung schon angekommen und haben sich im täglichen Leben festgesetzt. So ist es nicht verwunderlich, dass neben Wandern und Radfahren gerade auch Wassersportaktivitäten angesagt sind. Dabei ist zu beobachten, dass viele bewegungsafine Menschen nicht nur einen Sport oder eine Sportart betreiben, sondern sich vielseitig in der Natur bewegen. Denn Outdoor wandelt sich. Der Spezialist, der lediglich einer Aktivität nachgeht, scheint eine aussterbende Spezies zu sein. Multisport scheint sich zu etablieren. Heute geht er wandern, morgen sitzt er auf dem Mountainbike und übermorgen nimmt er sein Boot um paddeln zu gehen. Die Krönung scheint zu sein, in einer Aktivität mehrere Sportarten zu kombinieren. Dabei kann die Lagerung im heimischen Keller oder der Transport mit dem Bulli ein Engpass sein. Doch diese Sportler sind dabei sehr kreativ. Vor wenigen Tagen konnten wir beobachten, wie ein Radsportler sein BMX-Trickrad auseinander nahm, es auf dem Motorrad verstaute und davon brauste.

Auf der bevorstehenden Messe OutDoor in Friedrichshafen werden wieder die Trends der Branche gezeigt – leider besteht nur Zutritt für Fachbesucher (für bestimmte Bereiche gibt es eine Öffnung für Endverbraucher). Die Outdoortrends wie Lightweight, Microadventures, Urban Outdoor haben mehr mit Wasser als mit Berg zu tun. Dazu kommt der Wunsch der Kunden nach hoher Mobilität. Die Lösung: Faltboote und Pakrafts. Auf der OutDoor stellt Nortik das neue CityRaft vor. "Es ist speziell für den Einsatz in Ballungszentren gemacht", erklärt Sator. Mit 2,8 Kilo hat es das Packmaß eines Schlafsackes und ist so schnell einsatzbereit, dass man in der Mittagspause schnell eine Runde Paddeln kann.

Diesen Ansatz teilt auch der belgische Hersteller Onak. Sie haben das Boot in die Stadt und den Alltag geholt. Gefaltet ist das "Onak" wie ein Koffer mit Rädern und ermöglicht so ganz neue Abenteuer. "Unser Produkt ist von Anfang an um die Idee des Microadventures entwickelt worden. Wir schaffen es durch das Konzept neue Kundengruppen für das Thema Kanu zu begeistern," berichtet Verkaufsleiter Dominique Laane. Davon profitiere letztlich auch der Handel. "Wir haben mit unserem Origamiboot in unserer belgischen Heimat schon etliche Bergsportspezialisten dazu gebracht, in das Abenteuer vor der Haustür zu springen."

Water Sports auf der OutDoor umfasst aber mehr als Boote. Gerade die Vielzahl an Zusatzausrüstung und Accessoires zeigt, dass Water Sports ein Thema ist, mit dem auch der Outdoorfachhandel gute Umsätze generieren kann. Florian Hieber, Geschäftsführer von MyInVision, spricht von etwa 1,4 Millionen "Wassersport Begeisterten in Deutschland, Tendenz steigend", und damit meint er nur Outdoor Wassersport ohne die 300.000 Motorboot Besitzer. Auch Hieber sieht Water Sports voll im Trend: "Jedes Microadventure beinhaltet fast immer das Grundelement Wasser, daher berühren wir den Trend nicht, sondern sind mittendrin". Mit MyInVision konzentriert er sich auf das hochwertiges Zubehör - vom Drycase für die unterschiedlichsten elektronischen Geräte die der urbane Outdoorer mit auf das Wasser nimmt und am SUP, Boot oder Kanu befestigen will, bis zum kühlenden Handtuch. Auf der OutDoor präsentiert MyInVision das faltbare Paradise Pad, ein Schaumwasserkissen - unsinkbar. Das neue Pad ist Ehebett groß, kann aber mittels integrierter Klettbänder um weitere Abschnitte ergänzt werden. Jeder Abschnitt trägt dabei 125 Kilo.

Wichtig ist bei Water Sports das Thema Sicherheit. So kommt Restube mit zwei neuen Versionen des Rettungsschlauches. "Mit der Restube Ready Schnittstelle kann unser kleines Back-up fürs Wasser einfach und angenehm in andere Produkte, wie Neoprenanzüge, Trapeze oder Badehosen integriert werden", betont Marketingmanagerin Laura Rösberg. Ganz aktuell ist der Restube Automatic aus der Drohnenrettung. Dieser kann ferngesteuert und punktgenau von Einsatzkräften "abgeworfen" werden um Wassersportler schnell und effektiv einen Rettungsschlauch zu bringen. Auch Restube sieht Water Sports als Zukunftsthema Outdoor: "Es gibt so viele Seen und Flüsse zum Entdecken, man muss einfach ein paar wenige Dinge einpacken und kann die Natur in der näheren Umgebung genießen", findet Rösberg. Diese Erkenntnis ist dabei nicht neu: Schon im englischen Klassiker "Der Wind in den Weiden" des Schotten Grahame von 1908 heißt es: "Es gibt nichts, wirklich nichts, das nur halb so viel Spaß macht als einfach in Booten herumzuspielen".