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ASC_0072.JPGFrohes Fest für den Online-Handel

Der Kaufrausch für das Weihnachtsfest ist gerade angelaufen und schon gibt’s das erste Fazit zum Weihnachtsgeschäft. Danach sieht es nach einem rosigen Online-Shopping aus. Aufgrund der guten Konjunktur soll es auf dem Gabentisch eng werden: Deutsche Konsumenten planen 2017 durchschnittlich 565 Euro in Weihnachtsgeschenke auszugeben – dies sind rund 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr (2016: 471 Euro). Im direkten Ländervergleich liegen die Deutschen damit weit hinter Großbritannien (1.963 britische Pfund, umgerechnet nach aktuellem Wechselkurs: 2.214 Euro), aber erstmals vor Europas Xmas-Sparfüchsen aus Frankreich (498 Euro). Dies ist das Ergebnis der aktuellen „Adobe Digital Insights (ADI) Holiday Retail Survey 2017”, für die weltweit mehr als 5.000 Konsumenten befragt wurden (davon über 1.000 in Deutschland).

Mehr als jeder Zweite kauft seine Weihnachtsgeschenke im Internet

Bereits bis Ende November will demnach jeder fünfte Deutsche (18 Prozent) alle Weihnachtsgeschenke beisammen haben. Die große Mehrheit (30 Prozent) startet in der zweiten November-Hälfte mit der Geschenkejagd. Nur 15 Prozent zählen sich zu den Last Minute-Shoppern, die ihren Weihnachtseinkauf auf den letzten Drücker erledigen (Frankreich und Großbritannien: 21 Prozent). Geshoppt wird dabei bevorzugt online: Mehr als jeder zweite Deutsche (51 Prozent) nimmt sich in diesem Jahr vor, sämtliche Weihnachtsgeschenke im Internet einzukaufen (F: 46 Prozent, GB: 53 Prozent). Knapp drei Viertel (74 Prozent) nutzen beim Weihnachtsshopping ihr Smartphone (F: 70 Prozent, GB: 71 Prozent). 42 Prozent verfügen bereits über entsprechende Apps ihrer Lieblingshändler (F: 41 Prozent, GB: 53 Prozent).

So soll das deutsche E-Weihnachtsgeschäft 2017 erneut alle bisherigen Umsatz-Rekorde brechen. Insbesondere Online-Händler, die ihren Kunden begeisternde Shopping-Erlebnisse bieten, so die Weissagung, werden überproportional daran partizipieren. Denn die Qualität der gebotenen Kundenerfahrungen macht im Xmas-Shopping einmal mehr den Unterschied. Der Fokus aufs Experience Business gekoppelt mit einem weiteren Wachstum im Bereich Mobile bedeutet für Einzelhändler vor allem eines: Sie benötigen jetzt die passenden Strategien und Technologien, um ihren Kunden im Weihnachtsgeschäft relevante mobile Erlebnisse zu bieten. Profitieren werden davon am Ende beide Seiten. Und das nicht nur zu Weihnachten: Ihre erfolgreiche Ausrichtung aufs Erfahrungsgeschäft sollten Unternehmen auch danach noch als Best Practice und wichtigen Erfolgstreiber fürs komplette Jahresgeschäft nutzen.

 

Social Media und Chatbots spielen bei der Geschenkesuche keine Rolle

Ein guter Preis ist für 61 Prozent der Deutschen die Hauptmotivation, Präsente online zu bestellen. Aber auch die große Produktvielfalt der Online-Anbieter (60 Prozent) sowie der stressfreie Einkauf ohne Gedrängel und überfüllte Straßen (55 Prozent) überzeugen. Ein wenig überraschend: Nur jeder fünfte deutsche Shopper (19 Prozent) nutzt soziale Medien wie Facebook, Twitter & Co., um sich beim Geschenkekauf inspirieren zu lassen (61 Prozent), die Produktbewertungen anderer Nutzer zu checken (43 Prozent) oder auch, um in den Profilen ihrer Freunde und Familienmitglieder nach möglichen Weihnachtswünschen zu recherchieren (39 Prozent). Neue Technologien wie Chatbots werden bei der Geschenkesuche ebenfalls von nur acht Prozent der Deutschen als nützlich angesehen.

Typisch deutsch: Praktische Geschenke stehen auf der Geschenkeliste ganz weit oben

Rund die Hälfte aller Deutschen (45 Prozent) hat zwar schon eine vage Idee, welche Geschenke die richtigen sein könnten. Wirklich festgelegt haben sie sich aber noch nicht. Auf dem Weg zur perfekten Weihnachtsüberraschung setzt jeder Vierte (24 Prozent) auf eine konkrete Geschenkeliste und Termine, bis wann die Einkäufe erledigt sein sollten. Knapp ein Drittel (31 Prozent) verfügt über keine Shopping-Strategie und kauft Geschenke ganz spontan, wenn sie etwas Passendes sehen. Insgesamt wollen die Deutschen am ehesten Geschenke kaufen, die einen praktischen Nutzen versprechen (72 Prozent). Aber auch Bücher, Musik oder Filme (20 Prozent) sowie Produkte für die Gesundheit und Körperpflege (9 Prozent) liegen bei der diesjährigen Bescherung hoch im Kurs. Deutsche Männer würden sich 2017 am meisten über Computer und Elektronikartikel (29 Prozent, Frauen: 10 Prozent) freuen. Die deutschen Frauen wünschen sich hingegen Kleidung und modische Accessoires (27 Prozent, Männer: 16 Prozent).

Nun sollten aber nicht alle Advents- und Weihnachtsmärkte - wie in Lüneburg (unser Foto) - die Toren schließen und resignieren. Wir Menschen mögen Einkaufserlebnisse. Das bieten diese Märkte und der stationäre Handel.