Story   Boulevard   Kultur   Sport   Reise   Bücher   Mobil   Familie   Geschenktipps   Archiv   

Weihnachtsgeschenke_25-11-18.jpgWas gibt es denn zu Weihnachten?

Nun haben wir leider nicht alle Wunschzettel und Kreditkartenumsätze durchschauen können um allen unseren Lesern die Antwort zu geben. Auch kommt es nicht auf die Höhe des ausgegebenen Betrages an, welcher für Weihnachtsgeschenke ausgegeben wird. Es kommt darauf, an den Anderen zu denken. Doch spannend ist es immer wieder zu erfahren, wie weit der Geldbeutel für die Geschenkeorgie aufgemacht wird. Schauen wir uns dazu einmal die Ergebnis einer aktuellen Umfrage der FOM Hochschule in Bremen an.

Über alle Altersklassen und Geschlechter hinweg planen die Menschen in Bremen dieses Jahr rund 402 Euro für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Der Bundesdurchschnitt liegt mit 472 Euro etwas höher. 58 Prozent aller befragten Bürgerinnen und Bürger informieren sich über Geschenke trotz zunehmender Digitalisierung noch im stationären Handel und kaufen auch dort. Junge Menschen bestellen ihre Präsente überwiegend im Internet: 86 Prozent der 12- bis 22-Jährigen und sogar 92 Prozent der 23- bis 37-Jährigen kaufen online.

Für die Kaufentscheidung sind persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten (55%) am wichtigsten. Soziale Medien nehmen mit 19 Prozent trotzdem eine zunehmend größere Bedeutung bei der Kaufentscheidung ein, denn bereits 43 Prozent der 12- bis 22-Jährigen informieren sich bei Facebook, Instagram und Co. über mögliche Geschenke. Trotzdem müssen sich Fachhandel und Warenhäuser keine Sorgen machen: bevorzugte Einkaufsorte von insbesondere älteren und finanzstarken Käuferschichten (38 Jahre und aufwärts) bleiben Einkaufszentren und Fachgeschäfte sowie Warenhäuser in der Stadt.

Je jünger desto kurzfristiger, je älter desto langfristiger wird geplant und gekauft

Der große Run auf die Weihnachtsgeschenke beginnt erfahrungsgemäß mit dem Monat Dezember, wenn auch die Weihnachtsmärkte allerorts für die festlichen Rahmenbedingungen sorgen. Ein Großteil der Bremer Bevölkerung besorgt die Weihnachtsgeschenke Anfang bis Mitte Dezember, wobei die 12 bis 22-Jährigen anteilig häufiger (39,1%) als die Generation X (38-52 Jahre) mit (26,5%) erst kurz vor Weihnachten (ab dem 16. Dezember) ihre Geschenke kaufen. Traditionalisten (64 bis 99 Jahre) dagegen tun sich diesen Stress nicht an, fast 30 Prozent der ab 64-Jährigen kaufen bereits im Oktober und November die Festtagsgeschenke, weitere 10,6 Prozent dieser Generation sogar über das ganze Jahr verteilt.

Was schenken die Deutschen?

Nahezu unverändert bleibt im Vergleich zum Vorjahr die Wahl der Geschenke in Deutschland. Auf der Beliebtheitsskala ganz oben stehen wieder einmal die Geschenkgutscheine (52%), gefolgt von Büchern und Konzert- sowie Theaterkarten (beide 47%), Uhren, Schmuck (44%) bzw. Kosmetik (39%) sowie Bekleidung und Spielwaren (jeweils 33%). Erstaunlich ist hier, dass es bei den einzelnen Altersgruppen nur geringe Unterschiede in der Hitliste der Geschenke gibt.

Service, Qualität und Markenvertrauen sind wichtig

Beratung, Service und Umtauschmöglichkeiten sind mit 72 Prozent für Bremer Kunden von großer Bedeutung. Sowohl die Jüngeren zwischen 12 und 22 Jahren (61%) als auch Konsumenten ab 64 Jahren aufwärts (62%) achten auf Schnäppchen und Rabattaktionen. Der Geschenkekauf ist wohl überlegt. Über die Hälfte der Befragten (52%) legt beim Kauf der Geschenke Wert auf die Güte der Produkte und vertraut auf bekannte Marken, Testberichte, Gütesiegel und beachtet beim Kauf die Themen Umweltschutz und Rückgaberecht. Eine festliche Weihnachtsatmosphäre mit adventlicher Dekoration und Musik spielt beim Einkauf dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Sie wird zwar als angenehm wahrgenommen, aber nur von 39 Prozent der Befragten honoriert.

Zur Umfrage

Die FOM Weihnachtsumfrage wurde unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser, stellvertretender Direktor des Instituts für Empirie & Statistik der FOM Hochschule, durchgeführt. Rund 5.000 Studierende befragten in Face-to-face-Interviews mit standardisierten Fragebögen bundesweit rund 56.000 Frauen und Männer im Alter ab 12 Jahren, quotiert nach Alter und Geschlecht.