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2_Oldtimerc_Pixelio.jpgEinmal um die ganze Welt . . .

Vor einiger Zeit habe ich einen Bekannten wiedergetroffen, den ich längere Zeit vermisste. Erkrankt? Was war los? Ja, sagte er, er sei schwer erkrankt, könne nicht mehr arbeiten. Aber habe das dann gemacht, was er schon immer machen wollte: eine Weltreise. Der Kontostand gab es her und so schiffte er ein und fuhr über alle sieben Meere. Das dauerte mehrere Monate. So etwas geht meist nicht in einem von Beruf, Familie und anderen Verpflichtungen geprägtem Alltag. Ein Sabbatical kann eventuell hilfreich sein, um so etwas zu organisieren. Aber im normalen Rentnerdasein ist es aus dem schmalen Rentnersalär nicht zu bestreiten. Da kann nur der frühzeitig selbst auferlegte Sparzwang helfen. Gegebenenfalls helfen Sparprodukte wie die „Urlaubsrente“, die für das Bedürfnis „Urlaub im Alter“ ausgelegt sind. Wer noch nicht so richtig weiß, was er dann mit seinen Reiserücklagen anfängt, hier einige Tipps.

Blumentunnel in Japan und UNESCO-Welterbe im Oman

Auf große Reise kann es auf der Queen Mary 2 am 10. Januar 2019 ab Southampton gehen. Die „Weltentdeckertour“ führt die Passagiere 94 Tage lang unter anderem über Athen, Haifa, Dubai, Maskat, Colombo, Phuket, Singapur, Hongkong, Shanghai zurück nach Rom, Barcelona, Lissabon und Southampton am 14. April 2019. Besonders interessant sind aber auch Stopps in Städten und Regionen, die bei Touristen noch eher Geheimtipps sind. Dazu zählt sicherlich Kitakyushu in Japan, das sich seit den 1960er Jahren von einer Industriestadt zu einer im Bereich Umweltschutz und Recycling fortschrittlichsten Stadt Japans gewandelt hat. Von der Burg Kokura haben die Besucher einen tollen Ausblick und im Kawachi Wisteria Garden mit den prächtigen Blumentunneln viele spektakuläre Fotomotive. Ein besonders kurioses Museum ist das „Toto Museum“, das sich rund um das Thema „Toiletten“ dreht. Auch die kleine Stadt Mormugao im Süden des indischen Bundesstaates zieht die Reisenden sofort in ihren Bann. Besonders die schönen Strände und die einzigartige Architektur, die eine Mischung aus kolonialen Einflüssen und der traditionellen hinduistischen Bauweise ist, bleiben im Gedächtnis. Unvergesslich ist auch der Aufenthalt in Salalah, der Hauptstadt der omanischen Provinz Dhofar. Etwa 40 Kilometer entfernt befindet sich die Ruinenstadt Sumhuram, eine geschichtsträchtige Ausgrabungsstätte, die als Teil des Kulturerbes „Land des Weihrauchs“ auf der Liste des UNESCO-Welterbes steht.

Mit dem Oldtimer bis nach Peking

Diese Tour ist etwas für Abenteurer: Entlang der Seidenstraße geht es auf über 14.000 Kilometern mit dem Oldtimer von Berlin nach Peking. Innerhalb von 52 Tagen passieren die Reisenden dabei acht Länder: Von Berlin geht es ab dem 24. August 2019 über Polen, Weißrussland, Russland, Kasachstan, Usbekistan und Kirgistan bis nach China. Traumhafte Routen erwarten die Teilnehmer dieser besonderen Rallye – entlang der Wolga bis zum Kaspischen Meer, die endlosen Weiten Kasachstans, die Wüsten Usbekistans und das Pamirgebirge. Mit Stopps in Warschau, der russischen Stadt Woronesch, Tashkent in Usbekistan und der Oasenstadt Khiva steht aber auch Sightseeing auf dem Programm. In Wolgograd besichtigen die Reisenden unter anderem die Gedenkstätte der Schlacht von Stalingrad und den Mamajew-Hügel, der während des Zweiten Weltkrieges ein strategisch wichtiger Punkt war. Dort steht die 85 Meter hohe Mutter-Heimat-Statue zum Gedenken an den Sieg der russischen Streitkräfte. Ein Highlight der Tour ist auch Buchara, eine der bedeutendsten Städte Usbekistans und seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe. Eindrucksvolle Moscheen und viele Basare entführen die Besucher sofort in ein Märchen von 1001 Nacht. Während der Reise stehen auch der Besuch einer Seidenweberei, eines Shaolin-Klosters und der Chinesischen Mauer an. Während der gesamten Fahrt werden die Teilnehmer durch Rallyeleiter, lokale Reiseleiter und Mechaniker professionell betreut.

Bis ans Ende der Welt in 117 Tagen

Die Copacabana entlang flanieren, auf Mauritius schnorcheln und Surfen in Sydney – darauf können sich die Passagiere freuen, wenn diese am 28. Oktober 2019 den Hamburger Hafen verlässt. Denn für sie geht es auf eine 117-tägige Weltreise mit Highlights wie Rio de Janeiro, Buenos Aires, Bora Bora, Wellington, Sydney, Mauritius, Kapstadt und Lissabon. Aber auch weniger bekannte Destinationen werden angefahren: Am 28. und 29. Tag der Reise können die Passagiere zum Beispiel Ushuaia, die südlichste Stadt Argentiniens, erkunden. In der Hauptstadt der Provinz Feuerland sollten sie sich das „Museo del Fin del Mundo“ („Museum vom Ende der Welt“) anschauen, das sich im ehemaligen Gebäude der Argentinischen Zentralbank befindet und sich der Bewahrung des geschichtlichen und naturräumlichen Erbes Feuerlands verschrieben hat. Auch die Hafenstadt Puerto Montt im Süden Chiles wird die Kreuzfahrer am 33. Tag der Reise begeistern. Inmitten einer traumhaften Fjordlandschaft gelegen mit Blick auf einen schneebedeckten Vulkangipfel ist Puerto Montt besonders bei Trekkingtouristen sehr beliebt. Aber auch Kunstliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, so ist ein Abstecher zum kunsthandwerklichen Markt der Stadt zu empfehlen.

World Cruise in 23 Länder

Mehr geht kaum: Innerhalb von 117 Reisetagen bereisen die Passagiere 43 Destinationen in 23 Ländern auf fünf Kontinenten. Ab Januar 2020 geht es ab Rom, Genua, Marseille oder Barcelona unter anderem nach Italien, Frankreich, Cap Verde, Brasilien, Argentinien, Uruguay, Chile, Cook Islands, Australien, Papua Neuginea, Singapur, Indien und Jordanien. Inkludiert sind 15 Landausflüge, zum Beispiel zu einem Krokodil Park in Darwin oder nach Colombo in Sri Lanka. Eines der Highlights ist der Stopp auf Rarotonga, der größten der 15 Cookinseln im Südpazifik. Die Insellandschaft mit Vulkangipfeln, Bergen und Regenwäldern ist ein Paradies für Naturliebhaber. Besonders eindrucksvoll ist auch der Ausflug zur über 2.000 Jahre alten jordanischen Felsenstadt Petra, die als eines der sieben Weltwunder gilt. Durch eine enge Schlucht geht es zu Grabstätten und Tempeln, die in die roten Sandsteinklippen gehauen wurden.

Safari in Afrika, Schnorcheln am Great Barrier Reef und Sambatanzen in Rio

Schon mal vormerken: Ein unvergesslicher Urlaub erwartet die Teilnehmer der Weltreise von Eberhardt TRAVEL, die zum Beispiel vom 24. Oktober bis 25. November 2020 angeboten wird. Gestartet wird in London und von dort geht es 34 Tage lang über Südafrika, Hongkong, Tokio, Australien, Neuseeland, Tahiti und Chile nach Brasilien. Maximal 20 Teilnehmer erleben den Urlaub ihres Lebens: So machen sie unter anderem Pirschfahrten im offenen Geländewagen im Pilanesberg-Nationalpark in Südafrika, besichtigen den Meji-Schrein in Tokio, machen eine Katamaranfahrt zum Great Barrier Reef und eine Rundfahrt im Uluru-Nationalpark in Australien. Ein weiteres Highlight ist eine Inselrundfahrt auf Tahiti, ein Besuch eines Weingutes in Chile und der einer Samba-Show in Brasilien.