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WG_Leben_28-09-16.jpgWG-Leben 

Demnächst beginnt das neue Semester und das bedeutet für viele Schulabsolventen, die nicht in ihrem Kinderzimmer wohnen bleiben und Hotel-Mama oder -Papa genießen wollen, der Start in eine neue Wohnwelt. Ob Apartment, Wohnheim, privates Zimmer (ja, das gibt’s auch noch) oder WG ist eine sehr schwierige Entscheidung. Alles hat seine Vorteile. Wir haben uns die WG einmal angeschaut und konnten dabei auf eine aktuelle Untersuchung zurückgreifen.

Das WG-Leben ist nicht immer einfach. Insbesondere dann, wenn der Mitbewohner eine Macke hat und damit die gesamte WG nervt. Doch welche Angewohnheit stört den WG- Frieden am meisten? Online wurden Studenten befragt, welches Verhalten an Mitbewohnern am meisten nervt und warum sie in einer WG leben. Studenten aus Deutschland, Großbritannien, Portugal, Frankreich, Italien und Spanien sind sich in einem Punkt einig: Wenn die Sachen des Mitbewohners überall rumliegen, das Bad nicht sauber hinterlassen wird und Essensreste stehen bleiben, dann sorgt das für ordentliche Reibungspunkte im WG-Leben. So wundert es nicht, dass Nicht-Saubermachen bzw. Nicht- Aufräumen Platz 1 der nervigsten Angewohnheiten belegt. Wer es in der stressigen Prüfungszeit nicht zum Einkaufen schafft, schnappt sich, wenn der große Hunger kommt, vielleicht gern einmal etwas aus dem Kühlschrank, was eigentlich der Mitbewohner für sich gekauft hat. Doch dieser Griff sollte gut überlegt sein. Der wohl bekannte „Kühlschrankdieb“ verdirbt auf Platz 2 stehend ebenfalls die gute Stimmung beim gemeinsamen Zusammenleben. Einig sind sich europäische Studenten auch beim „Einsiedler“, der auf Platz 3 gewählt wurde. Wie ein scheues Reh ist diese Form des Mitbewohners kaum zu sehen und im besten Fall zu hören. Viele WG-Bewohner leben nicht nur der Geldersparnis wegen in einer WG, sie legen auch sehr viel Wert auf Geselligkeit. Sich also von den anderen Mitbewohnern zu sehr zu isolieren und sich stattdessen lieber immer allein im eigenen Zimmer aufhalten, sorgt dafür, dass keine Harmonie aufkommt. Überraschend ist: Zu laut zu sein, ist für viele Befragte übrigens kein großes Problem im WG-Leben.

Ranking: Die fünf nervigsten Angewohnheiten von Mitbewohnern*

1. Nicht sauber machen/Nicht aufräumen

2. Essen aus dem Kühlschrank stehlen

3. Sich von den Mitbewohnern isolieren

4. Die Haustür vergessen abzuschließen

5. Zu laut zu sein

Warum muss es eine WG sein? – 5 Gründe

Doch warum entscheiden sich europäische Studenten für eine WG? Worauf achten die WG-Gründer bei der Auswahl ihrer Mitbewohner? Selbstverständlich sind es vor allem wirtschaftliche Gründe, die dabei eine Rolle spielen. Doch auch jeder dritte Student gab an, sich bewusst für eine Wohngemeinschaft zu entscheiden, um dort besser neue Leute kennenzulernen. Die Angst vor der Einsamkeit oder eine neue Sprache lernen bzw. Sprachkenntnisse zu verbessern, sind für jeweils 15 Prozent der Befragten ausschlaggebend gewesen.

Warum wohnst du in einer WG?*

1. Aus wirtschaftlichen Gründen 38%

2. Um neue Leute kennenzulernen 27%

3. Nicht einsam zu sein 15%

4. Neue Sprache zu lernen 15%

5. Um mich sicherer zu fühlen 3%

* Quelle: Uniplaces. Umfrage im Februar 2016 auf Facebook, mit 1.244 Studenten aus

Deutschland, England, Frankreich, Spanien, Italien und Portugal.