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winter-camping.jpgWintercamping

Das Wintercamping ist eine skandinavische Domäne. Wer schon einmal im Winter den Norden Europas besuchte und an einem Campingplatz vorbeifuhr, konnte – hoffentlich – aus warmer Distanz das bunte Treiben beobachten. Doch es bedarf eigentlich nicht mehr als ein geeignetes Wintercamping-Mobil; Wohnwagen oder Wohnmobil sollten schon wintertauglich sein. Der skandinavische Hersteller Cabe bietet eine größere Auswahl an geeigneten Fahrzeugen. Bei einer südeuropäischen Produktion sollte schon sehr gezielt nach der Wintereignung nachgefragt werden. Sonst wird aus einem gemütlichen Abend eine eiskalte Überraschung.

Doch wie sieht Wintercamping in Deutschland aus. Pünktlich zum Beginn der Wintersport-Saison zieht es wieder viele Deutsche in die Berge und auf die verschneiten Pisten - immer mehr Urlauber suchen dabei eine Erfahrung abseits von überfüllten Hoteldörfern und Hüttengaudi bei Aprés-Ski-Parties. Stattdessen erkunden sie völlig unabhängig die Region, um sich das ein oder andere Mal mit Mutter Natur zu messen.

Vor allem junge Camper trotzen den kalten Temperaturen

Wintercamping ist ein intensives Erlebnis und eignet sich nicht für Jedermann. Denn während die meisten mit einem Campingausflug an erster Stelle sommerliche Temperaturen, kurze Hosen und eine Menge Natur verbinden, verlangt einem das Campen bei Temperaturen um die Null Grad einiges ab und steht damit im starken Kontrast zum klassischen Zelturlaub oder Trends wie „Glamping“. Da wundert es nicht, dass das Gros der Camping-Urlauber auch in den Wintermonaten weiterhin wärmere Regionen bevorzugt. Nichtsdestotrotz buchen bereits rund 10 Prozent der deutschen Campmobil-Mieter winterliche Caravan-Touren - im Mittel für etwas mehr als eine Woche (8 Tage) und am liebsten im November. Interessant: Wintercamping scheint insbesondere bei jüngeren Campern beliebt – so liegt hier der Altersdurchschnitt in Deutschland bei nur 33 Jahren. Das mag mitunter daran liegen, dass das Mieten von Caravans im Winter gemeinhin deutlich günstiger ist.

Wintercamping erfordert besondere Ausrüstung

Wichtig beim Campen im Winter ist vor allem das richtige Fahrzeug und das passende Equipment. Die meisten handelsüblichen Wohnwagen und Campervans sind nämlich nicht für Reisen im Winter ausgelegt und bleiben somit schnell im Schnee stecken, sind nicht ausreichend isoliert oder müssen an eine permanente Stromquelle angeschlossen sein. Neben Winterketten, autonomer Stromversorgung und der richtigen Wärmedichtung ist es außerdem wichtig, ausreichend Gasvorräte, eine Einbauküche sowie eine eigene Innenduschkabine im Caravan zu haben.

Campervans sollten schon speziell isoliert und autonom genutzt werden können, das heißt für die volle Funktionalität müssen sie nicht an ein Stromnetz angeschlossen werden. Kurzum, ein Wohnmobil für Off-the-Grid-Touren bei allen Wetterbedingungen - auch bei Minustemperaturen. Mit zwei Doppelbetten für bis zu vier Personen und alles, was das Abenteuer angenehm macht: eine Einbauküche mit Herd und Kühlschrank, eine ausziehbare Duschkabine mit WC und eine interne Heizung.

Auch beim Equipment muss mitgedacht werden – so sind neben Werkzeugen wie einem Eiskratzer und einer Schaufel insbesondere Vorzelte zu empfehlen, damit die Wärme nicht so schnell entweichen kann und der Caravan sauber bleibt. Wer all das berücksichtigt, ist bestens für jede Widrigkeit gewappnet. Denn sicher ist: Wintercamping erfordert die passende Ausrüstung und natürlich auch etwas Mut. Im Gegenzug erwartet Camper jedoch ein einzigartiges, winterliches Abenteuer mitten in der Natur.