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Wohlfhl_Bad_15-08-18.jpgSchwerelos

Einfach sich treiben lassen – das gelingt am besten in Meerwasser. Dazu hatten wir in diesem Sommer sehr vierl Gelegenheit und haben dies hoffentlich ausgiebig genutzt. Wer dieses wunderbare Erlebnis einfangen und mit nach Hause nehmen möchte, sollte schon ein passende Badewanne sein eigen nennen. Denn ein Flug in südliche Gefilde für eine halbe Stunden zum entspannenden Baden ist wohl etwas zu aufwändig.

Der Urlaub vom hektischen Alltag trägt ohne Frage zum Wohlsein bei. Gesundheitlich betrachtet macht er allerdings nur wenig Sinn, wenn der Stress danach für den Rest des Jahres ohne Pause weitergeht. Ein tägliches Programm muss her, das dauerhafte Erholung bringt – am besten in Verbindung mit Wasser. Wer taucht schließlich nicht gern zur Neubelebung in das nasse Element ein, noch dazu, wenn es nach Belieben temperiert ist?

Den Umstand, sich im Element Wasser schneller als anderswo „locker“ zu fühlen, schreibt die Wissenschaft der Schwerelosigkeit zu. Sie lässt den Menschen im Wasser leichter als an Land werden und zwar um das Gewicht der von ihm verdrängten Flüssigkeitsmenge. Der Grieche Archimedes entdeckte das Auftriebsgesetz vor über 2000 Jahren. Gerüchten zufolge lag er dabei selbst schwerelos in der Badewanne. Fest steht dagegen, dass der hydrostatische Effekt „Auftrieb“ eine der wichtigsten physikalischen Eigenschaften ist, die H2O therapeutisch nutzbar machen.

Aquatherapien sind vielfältig

Überdies gehören zu den Gründen, die für die Verwendung von Wasser zu Heilzwecken sprechen, seine chemische Neutralität, die gute Verträglichkeit, seine perfekte Anpassbarkeit an jede Form sowie seine breite Akzeptanz als ein natürliches Mittel. Außerdem wird von Medizinern die Fähigkeit von Wasser geschätzt, in allen Aggregatzuständen Temperaturreize über die Haut auf den gesamten Organismus übermitteln zu können. Nicht umsonst sind Aquatherapien so gefragt und vielfältig wie nie.

Langsames „auf der Stelle treten“ in kühlem Wasser etwa, das auf Pfarrer Kneipp zurückgeht, regt den Kreislauf an und fördert die Durchblutung. Für diese Anwendung lässt sich auch die Wanne mit rutschfester Oberfläche im heimischen Bad nutzen. Kalte Güsse mit einem sanften Wasserstrahl aus dem Gießrohr liefern ebenfalls einen Kick für den Kreislauf. Ein warmer Wasserstrahl aus der Brause oder mit individuellem Druck aus einer eigens zur Nacken- und Rückenmassage entwickelten Spezialdüse in der Wand löst hingegen Verspannungen. Muskelkrämpfen entgegen wirkt zudem die Dampfdusche. Darüber hinaus stärkt Wasser in Dampfform die Abwehrkräfte.

Bad einrichten

Was die Hydrotherapie noch so besonders macht? Sie ist zuhause in Eigenregie durchführbar, jedenfalls, solange der Hausarzt nicht widerspricht. Ob groß, klein, alt oder jung: Prinzipiell könne jeder von der Heilkraft des Wassers profitieren und die persönliche Vitalität sowie Fitness steigern.