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Arbeitsunfähig 04-09-19.jpgArbeitsunfähigkeit

Ein paar Tage krank sein und nicht arbeiten zu müssen, wer hätte das nicht gern. Doch wir Deutsche habe es nicht so sehr mit dem krank feiern. Mit Muskelschmerzen oder Rückenbeschwerden schleppen wir uns zur Arbeit. Denn Pflicht ist Pflicht.

Vielleicht ist das auch darin begründet, dass die große Mehrheit sehr große oder große Sorge hat, dass sie ihren Beruf wegen Krankheit oder Überforderung nicht mehr richtig ausüben können. „Welche Entwicklungen bereiten Ihnen in Bezug auf das eigene Leben Sorgen?“ – das fragte das Meinungsforschungsinstitut forsa 1.000 Bürger. Das Ergebnis ist eindeutig: Insgesamt 67 Prozent befürchten ihren Beruf wegen Krankheit (34 Prozent) oder Überforderung (23 Prozent) nicht mehr richtig ausüben können. 56 Prozent der Befragten befürchten, dass ihre Rente oder ihre Rücklagen im Alter nicht zum Leben reiche, 51 Prozent der Befragten macht der Verlust eines Angehörigen Sorgen.

Angst vor Arbeitsunfähigkeit

Vor allem bei Frauen – Angst vor Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Überforderung

In Sachen Arbeitsunfähigkeit haben Frauen besonders ausgeprägte Ängste: Insgesamt 68 Prozent befürchten ihren Beruf wegen Krankheit (39 Prozent) oder Überforderung (29 Prozent) nicht mehr richtig ausüben können. Bei Männern sind diese Befürchtungen mit insgesamt 49 Prozent, aufgeteilt in Krankheit (30 Prozent und Überforderung (19 Prozent) deutlich geringer ausgeprägt.

Ängste bei Frauen teilweise deutlich ausgeprägter als bei Männern

Um den Lebensstandard im Alter machen sich besonders Frauen Gedanken. 64 Prozent der befragten Frauen haben die Befürchtung, dass Rente oder Rücklagen im Alter nicht ausreichen, bei den Männern sind es mit 49 Prozent deutlich weniger. Auch die Angst vor dem Verlust eines nahen Angehörigen bereitet 61 Prozent der Frauen (sehr) große Sorgen, bei den Männern geben das 42 Prozent an. Ebenso bereitet die Sicherheit der Ersparnisse mehr Frauen (44 Prozent) als Männern (40 Prozent) Kopfzerbrechen.

Arbeitsplatzverlust weniger gefürchtet als der Verlust des Autos

Wenig Sorgen bereitet den Befragten ein möglicher Verlust des Arbeitsplatzes, nur 16 Prozent haben hier (sehr) große Sorgen. Da ist die Angst, dass man sich das Auto nicht mehr leisten kann, noch etwas ausgeprägter – hier machen sich 20 Prozent der Befragten (sehr) große Sorgen. Hier sind Frauen mit 21 Prozent stärker als der Durchschnitt vertreten. Der drohende Verlust des Partners wegen einer möglichen Trennung lässt die Befragten ziemlich kalt, 88 Prozent machen sich hierüber keine Sorgen.

Über die Umfrage

Im Auftrag der Gothaer Versicherung hat die forsa Politik-und Sozialforschung GmbH vom 13. bis 26. Juni 2019 eine repräsentative Befragung zum Thema „Arbeitskraftabsicherung“ durchgeführt. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 1.001 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte abhängig Beschäftigte in Deutschland befragt, darunter jeweils zur Hälfte Befragte, die einer vorwiegend körperlichen Tätigkeit nachgehen bzw. die einer nicht vorwiegend körperlichen Tätigkeit nachgehen.