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DSLV_kids_on_snow_1.jpgSki Kinder 

Jede Altersstufe hat ihre individuellen Besonderheiten. Das Konzept „kids on snow“ des Deutschen Skilehrerverbands (DSLV) verbindet in den Profi-Schneesportschulen Spaß im Schnee mit optimalem Lernerfolg. Ganz wichtig dabei: eine altersgemäße Unterrichtsphilosophie. Während die Drei- bis Fünfjährigen erste Erfahrungen im Schnee sammeln, reifen die Sechs- bis Neunjährigen vom Nachahmer zum aktiven Mitdenker. Ab zehn Jahren steht das Meistern anspruchsvoller Bewegungsaufgaben im Vordergrund. Am 17. Dezember startet die „kids on snow“-Tour mit Maskottchen „snuki“, die diesen Winter zehn Skigebiete besuchen wird.

Moderner Schneesportunterricht für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene unterscheidet sich vor allem in der Art der Inhaltsvermittlung. Das Konzept „kids on snow“ des DSLV hat zum Ziel, Kindern Schnee und Sport auf spielerischer Ebene näherzubringen.

Dabei stehen unter anderem die motorischen und kognitiven Fähigkeiten in den einzelnen Altersstufen im Fokus, um jederzeit einen optimalen Lernfortschritt bei maximalem Spaß zu gewährleisten. Die Kinder können sich in fantasievoll gestalteten Arenen ständig selbst ausprobieren und ihre Fähigkeiten kreativ einsetzen.

Das Konzept wurde vor über einem Jahrzehnt ins Leben gerufen und hat sich zu einem festen Bestandteil im DSLV Kursprogramm entwickelt. Alle DSLV Profi-Schneesportschulen, die das Markenzeichen „kids on snow“ tragen, verpflichten sich zur Einhaltung der Leitlinien des Konzepts zum altersgemäßen Skiunterricht. Auf den riesigen Schneespielplätzen heißt das Prinzip spielerisch lernen und viel erleben. So wird für die Kinder eine Lernumgebung geschaffen, die ihnen Spaß im Schnee, Freude an der Bewegung und tolle Momente in der Natur möglich macht.

Erstes Gleiten im Schnee

Es ist ein großer Schritt, wenn die Kleinsten zum ersten Mal auf Skiern stehen. Dem Lehrer kommt die wichtige Aufgabe zu, den Kindern den Spaß und die Freude am Gleiten zu vermitteln. Am Anfang stehen grundlegende Erfahrungen wie Alltagsbewegungen auf dem Ski im Vordergrund: Wie kann ich mich bewegen? Wie halte ich mein Gleichgewicht? Wie bremse ich? Der Einstieg ins Skifahren ist das Gleiten und Bremsen im Pflug sowie das Fahren erster Pflugkurven. Um die Lernziele spielerisch aufzubereiten, werden häufig Parcours mit vielseitigen Hindernissen eingebunden. Während des lebendigen Unterrichts mit vielen Geschichten, Liedern und Spielen muss vor allem der relativ kurzen Aufmerksamkeitspanne und der noch geringeren Kondition der Kinder Rechnung getragen werden. Regelmäßige, kurze Pausen sind notwendig, um positive Emotionen mit dem Schneesport zu assoziieren. Somit werden die Kinder nicht durch zu hohe Übungsintensität überfordert. Auch das Selbstvertrauen wird gestärkt und die konditionellen und koordinativen Fähigkeiten verbessern sich durch einen an die Entwicklungsstufen angepassten Schneesportunterricht.

Vom Nachahmer zum aktiven Mitdenker

Im Alter von sechs bis neun Jahren schreitet die motorische Entwicklung in großen Schritten voran. Der große Bewegungsdrang der Kinder kann zusammen mit ihrer zunehmenden Selbstständigkeit genutzt werden, um sie mit stetig komplexeren und vielfältigeren Bewegungsaufgaben zu fordern. Die verbesserte Grob- und Feinmotorik erlaubt die Steigerung der Bewegungspräzision und sorgt für ein deutlich besseres Gleichgewichtsempfinden. Die Unterrichtssprache ist geprägt von vielen bildhaften Vergleichen, gleichzeitig werden aber auch erste technische Bewegungsbeschreibungen verstanden. Selbstständiges Befahren blauer und roter Pisten sowie das Benutzen der zugehörigen Liftanlagen ist mit ausreichender Übung möglich. In der Gruppe agieren die Kinder zunehmend aktiver und das Gemeinsame rückt in den Vordergrund. Erste Wettkämpfe werden ausgetragen, um soziale Beziehungen zu stärken. Der Charakter dieser Wettkämpfe wandelt sich immer mehr von miteinander (gemeinsam so viele Wiederholungen wie möglich schaffen / in kürzester Zeit etwas erreichen) hin zu Wettkämpfen untereinander (Wer schafft in dieser Übung die meisten Kurven?).

Fördern durch Fordern

Die Phase zwischen zehn Jahren und dem Beginn der Pubertät ist weithin als das „goldene motorische Lernzeitalter“ bekannt. Hier werden vergleichsweise etwas komplexe Bewegungen erlernt sowie bereits erlernte Bewegungen von der Grob- in die Feinmotorik überführt. Der Wille sich mit Freunden im sportlichen Wettkampf zu messen, erreicht seinen Höhepunkt. Da das Team und die Gemeinschaft mit Freunden eine große Rolle spielen, wird der Unterricht oft im Kleingruppen organisiert. In den Teams lernen die Kinder Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam ihre Grenzen auszuloten. Durch die deutlich gesteigerte Kondition und die gleichfalls längere Aufmerksamkeitsdauer sind längere Unterrichtseinheiten mit mehr fordernden Inhalten möglich und sinnvoll.

In allen Altersgruppen kann es naturgemäß zu Entwicklungsunterschieden zwischen den Kindern kommen. Deshalb führt ein erfahrener Kinderskilehrer die Gruppeneinteilung nicht ausschließlich nach dem kalendarischen Alter oder den skitechnischen Fähigkeiten durch, sondern berücksichtigt auch den individuellen Entwicklungsstand (biologisches Alter) der Kinder. Dies hilft Überforderung vorzubeugen und den Lernerfolg zu optimieren.