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Schüleraustausch 19-06-19.jpgSchüleraustausch

Schon in jungen Jahren „Auslandserfahrungen“ sammeln ist nicht nur für die Vita gut. Es schafft auch Selbstvertrauen. Insbesondere trägt ein Auslandsaufenthalt zur Verständigung zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen bei. Und so ganz „nebenbei“ wird auch noch eine fremde Sprache vertieft. Das kann die Schulnote heben und Eltern beruhigen.

Nun ist eine aktuelle Studie zum Schüleraustausch erschienen. Darin sind Trends und Entwicklungen zu mehrmonatigen Auslandsaufenthalten während der Schulzeit aufgezeigt. Hier einige Ergebnisse:

Anzahl der Programmteilnehmer/innen

Insgesamt besuchten rund 15.900 Schüler/innen im Schuljahr 2017/18 für mindestens drei Monate eine Schule im Ausland. Die Gesamtteilnehmenden-Zahlen sind somit bereits im siebten Jahr in Folge gesunken sind, was allerdings fast ausschließlich auf den starken Rückgang im USA-Programm zurückzuführen ist.

Popularität der Gastländer

Die USA sind nach wie vor das beliebteste Gastland unter den Gastschüler/innen in Deutschland. Im Vorjahresvergleich ist allerdings ein drastischer Rückgang um 20 Prozent zu beobachten. Gleichzeitig gewinnt Irland deutlich an Beliebtheit, während für Kanada, Neuseeland und Großbritannien die Anzahl der Austauschschüler/innen konstant blieben.

Bundesländer-Vergleich

Im Bundesländer-Vergleich ist der Schüleraustausch in Hamburg am beliebtesten: 5,5 Prozent der Jugendlichen gehen in der Hansestadt für einen High-School-Aufenthalt ins Ausland. Es folgen Berlin (2,9 Prozent), Schleswig-Holstein (2,1 Prozent) und Bremen (2,0 Prozent). Der Durchschnittswert derjenigen, die während der Schulzeit über eine Austauschorganisation ins Ausland gehen und dort für mindestens 3 Monate eine öffentliche Schule besuchen liegt bei 1,4 Prozent. Rechnet man Privatschulaufenthalte und staatliche Programme hinzu, kann von einem Durchschnittswert von gut 2 Prozent der relevanten Kohorte ausgegangen werden.

Geschlechterverhältnis

Die Studie zeigt ein Ungleichgewicht zwischen den Mädchen und Jungen unter den Programmteilnehmenden: mit 65 Prozent sind die überwiegende Mehrheit der Jugendlichen Mädchen.

Austauschbranche

Auf dem deutschen Markt existieren rund 100 Organisationen, Agenturen und Vereine, die Schüleraustauschprogramme anbieten. Mehr als 60 Prozent der Austauschorganisationen betreuen jeweils weniger als 100 Austauschschüler/innen pro Jahr.

Privatschul- und öffentliche Schulaufenthalte

Das private Schüleraustauschprogramm spielt im Vergleich mit dem High-School-Programm rein zahlenmäßig eine untergeordnete Rolle: Während 83 Prozent der ausgereisten Schüler/innen eine öffentliche Schule besuchten, verbrachten aber immerhin 17 Prozent ihren Auslandsaufenthalt an einer Privatschule.

Zur Studie

Der Bildungsberatungsdienst und Verlag weltweiser erhebt seit 2002 systematisch Daten zum Schüleraustausch und präsentiert die Ergebnisse jedes Jahr im Rahmen der weltweiser-Studie – Schüleraustausch, High School, Auslandsjahr. So können neben kurzfristigen Trends auch langjährige Entwicklungen in der Branche nachvollzogen werden. eb3c212ac0174cab8947951b372b63b3