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131144_858x1071.jpgJohn Lennon in der Autostadt 

Das Zeithaus der Autostadt Wolfsburg spiegelt die Geschichte des Automobils in einmaliger Weise wider. Viele verschiedene Marken zeigen die Vielfalt der automobilen Welt. Ob nun John Lennons pink Rolls Royce Anlass zur Aufnahme der Installation war, ist reine Vermutung. Zeigt aber, dass Lennon ein eigenes Verständnis zum Automobil hatte.

Mit einer Arbeit der Künstlerin Candice Breitz zeigt die Autostadt erstmals eine Videoinstallation: „Working Class Hero (A Portrait of John Lennon)“ präsentiert leidenschaftliche Fans bei ihrer Interpretation des ersten Solo- Studioalbums von John Lennon. „John Lennon/Plastic Ono Band“ ist nach der Trennung der Beatles entstanden und wurde im Jahr 1970 veröffentlicht. Die Installation ist bis zum 24. April täglich von 9 bis 18 Uhr zu sehen. „Candice Breitz stellt Menschen in den Fokus, die sonst nur in einer großen Masse wahrnehmbar oder ganz unsichtbar sind. Indem sie die Lieder ihres Idols singen, erschaffen sie selbst ein neues künstlerisches Werk. Wir freuen uns, dass unsere Gäste erstmals die Gelegenheit haben, im ZeitHaus eine Videoinstallation zu erleben“, sagt Dr. Maria Schneider, Kreativdirektorin der Autostadt. 25 Fans, die Candice Breitz unter zahlreichen Bewerbern auf Anzeigen in Magazinen hin ausgewählt hat, präsentieren ihre persönliche Interpretation des Lennon-Albums. Den Betrachter erwartet ein 25-köpfiger Chor, der die Einzeldarstellungen der Fans zusammenfügt und in der Gesamtlänge des Albums von 39 Minuten und 55 Sekunden auf 25 Flachbildschirmen in einer Endlosschleife zeigt. „Working Class Hero“ ist Candice Breitz’ viertes Porträt eines Popstars, seiner Musik und Fans. Vorangegangen sind dem Werk „Legend (A Portrait of Bob Marley)“, 2005, „Queen (A Portrait of Madonna)“, 2005, und „King (A Portrait of Michael Jackson)“, 2005. Mit ihren Arbeiten stellt die aus Südafrika stammende Künstlerin eine laufende Bestandsaufnahme der Entwicklung der Fankultur sowie der subtilen Projektions-, Identifikations- und Konsummechanismen dar, die für die Beziehung zwischen Ikonen und ihrer Anhängerschaft charakteristisch sind. Candice Breitz hat an der Universität von Witwatersrand (Johannesburg), an der University of Chicago und an der Columbia University in New York studiert und wurde für das Whitney Independent StudyProgram ausgewählt. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und hat eine Professur an der Hochschule für Bildende Kunst in Braunschweig. Im Januar wurde Candice Breitz mit dem Kunstpreis 2014 der SPD-Fraktion in Niedersachsen ausgezeichnet. Die Ausstellung wurde kuratiert von Dr. Thomas Köhler, Direktor und Vorstand der Stiftung Berlinische Galerie. Mehr Infos unter www.autostadt.de